28 Apr 2017

Weidel / Naidoo - Hier kommen die Guten

Submitted by ebertus

Frau sein, Jung sein, Gebildet sein, Homosexuell sein, Urban orientiert sein, einen Migrationshintergrund haben. Die Attribute der Guten, hier zum gefälligen Aussuchen.

Wie war das beim Brexit? Die gebildeten jungen Frauen aus den Städten haben die EU gewählt; so wurde es großmedial vermeldet. Bis dann wenige Tage später heraus kam, dass sie, die Guten, in großer Zahl garnicht gewählt haben. Ähnlich lief das mit den Guten vs. den Feindbildern bei der US-Wahl und nun steht in Frankreich schon wieder eine Gute, eine Frau zur Wahl.

Da ist offensichtlich nichts zu klingeln mit gutem Feminismus vs. bösem Sexismusvorwurf, gar einem sog. Brüderle-Aufschrei ...

Noch näher d'ran an diesem irren Ideologisieren, dem -gut vs. schlecht- Attributieren sind wir hierzulande mit Alice Weidel und Xavier Naidoo. Beide machen gerade Schlagzeilen; in der Regel politisch unkorrekte.

Bis auf den Migrationshintergrund kann die neue AfD-Frontfrau alles bieten, was es an guten Attributen so gibt. Diesen Hintergrund dagegen hat Xavier Naidoo; ist außerdem Künstler - wo Kunst doch eh' alles darf.

Und nun? Die wirklich Guten lecken gerade ihre Wunden, werden es weder Weidel noch Naidoo verzeihen, diese als "gut" postulierten Attribute einfach so zu mißbrauchen, die dahinterstehende "gute" Ideologie zu negieren.


Keine Verlinkung an dieser Stelle, mag die Wertung dem Betrachter der Szenerie, der eigenen Recherche geschuldet bleiben.

Kommentare

Bild des Benutzers Uwe Theel

Dem Geschwurbel von den "Guten" braucht hier kein Wort gewidmet werden, bleiben wir also ganz "positivistisch" bei der verwendeten deutschen Syntax:

Der Satz "Keine Verlinkung an dieser Stelle, mag die Wertung dem Betrachter der Szenerie, der eigenen Recherche geschuldet bleiben." sollte wohl, wenn überhaupt Sinn machend, ausdrücken, dass Ebertus keine weitere Verlinkung gesetzt hätte, weil der Leser dies selbst machen sollte/könnte/müßte. Was Ebertus syntaktisch-semantisch tatsächlich ausgedrückt hat ist, dass die Tatsache der fehlenden Links signalisiert, dass die Bewertung des Blogtextes durch den Leser und dessen (schon geleisteter) noch zu leistender Recherche zu schulden wäre. Solcher Gedanke kehrt die Beweislast in bewährter Ebertus-Manier um: Nicht der Autor muß seine These argumentativ und faktisch belegen, er kann und braucht alles nur zu behaupten, sondern der Leser muß nur irgendwie zustimmen, Gegenargumente können vorgbracht werden, werden aber systematisch ignoriert oder mit Trivilitäten, Vorurteilen "widerlegt" werden. - Schöne neue Methodenwelt des "Anfütterns" (= Fragen und/oder Gegenfragen stellen, auf die nie wirklich eine Antwort erwartet wird, bzw. sich nie auf doch gegebene Antworten intellektuell redlich eingelassen wird; Sokrates würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das mitbekäme).

P.S.: Dass mir keiner hier auf falsche Gedanken kommt: Ich unterstelle hier keinen Freud`schen Versprecher o.ä.. Die Ableitung des tatsächlichen Sinnes des Satzes von Ebertus erfolgt allein auf grammatischer Basis des Deutschen. Warum Ebertus diesen Satz so äußerte und nicht in der Form, dass die von mir als gemeinter Sinn skizzierte Oberflächenstruktur (Chomsky) entstanden wäre, wird nicht einmal er selbst wissen, allenfalls durch Selbstreflexion vielleicht ergründen können.

Bild des Benutzers hadie

Zitat: "Was Ebertus syntaktisch-semantisch tatsächlich ausgedrückt hat ist, dass die Tatsache der fehlenden Links signalisiert, dass die Bewertung des Blogtextes durch den Leser und dessen (schon geleisteter) noch zu leistender Recherche zu schulden wäre."

Wobei Du, U. T., auch nicht erwarten kannst, dass ein fleißiger Seawatch-Unterstützer eine AfD-Seite verlinkt. Nun haben sexuelle Orientierung, Ernährungsgewohnheiten, Schuhgröße und Blutgruppe meist wenig mit der jeweiligen politischen Verortung zu tun. Was E. kritisiert, ist wohl eher der Ideenkitsch im Sinne von Botho Strauß:

Ideenkitsch – weitläufiges Flachrelief aus Gedankenpolyester. Kitsch der Toleranz, Kitsch des Weltweiten, Humankitsch, Kitsch der Minderheiten und der Menschenrechte, Klima-Kitsch und Quoten-Kitsch, Kitsch von Kunst und Wahn – dies alles sich vorstellen als eine erstarrte Paste, ausgedrückt aus einer Tube wie von Claes Oldenburg.

Botho Strauß. Reform der Intelligenz. DIE ZEIT No 14/2017 · S. 41/42 (online hinter der Bezahlschranke)

Der Text im Vollzitat eines Bloggers: https://nunchic.blogspot.de/2017/03/botho-strau-reform-der-intelligenz.html

Anfrage an Radio Eriwan: Ist der obige Link legal?

Bild des Benutzers ebertus

Radio Eriwan antwortet ...

Wenn die Termiten kommerziell, mit sog. Gewinnerzielungsabsicht unterwegs wären, dann mit Sicherheit nicht.

Ansonsten schon richtig. Was mich umtreibt ist dieser (wortgespielt) Ideologiekitsch, der sexuelle Orientierung, Ernährungsgewohnheiten, Schuhgröße und Blutgruppe etc. nebst dieser oben von mir genannten weiteren Attribute als seriöse Ideologie, als Fakt verkaufen will.

Und wenn reale Menschen wie Naidoo oder Weidel da nicht reinpassen, dann liegen die Nerven der wirklich Guten blank.

Ok, dann doch mal ein Link, zum RheinNeckarBlog. Dem Hardy Prothmann habe ich dazu heute eine Mail geschrieben, die Wortwahl und die in der Regel diffamierende Unterstellung bzw. Zuweisung kritisiert; glaube nicht, dass er antworten wird.

Bild des Benutzers Uwe Theel

.. na, die Mail wollte ich mal gerne lesen. Wenn sie inhaltlich und stilistisch von ebensolcher Qualität ist wie Dein Blogtext hier, dann würde nicht einmal ich antwörten können. Aber der Herr Prothman wird sicherlich Deine Mail nur als "alrenativen Fakt" behandeln, während Du ihn, also Deinen eigenen Text, für eine intelligente Analyse seines Textes hältst.

Wer kann das nun  einmal in Augenschein nehemen auf beiden seiten?

Bild des Benutzers Uwe Theel

Hallo Hadie,

eigentlich erwarte ich zunächst immer erst einmal halbwegs klare Ausdrucksweise. Da die Form (fast) immer der Funktion folgt (alte Bauhausweisheit: form follows function) signalisiert mir die Eine (fast) immer auch schon das andere, aber alles ist zu überprüfen.

Ich habe auch nicht erwartet, dass mir die erratische Anordnung von Namen, Stichworten und angedeuteten Events aus der Schwulen- und/oder AfD-Szene irgendwelche verwertbaren Informationen zum Begriff des Gutmenschentuns positiv oder negativ geben würden, jedenfalls nicht in der wirren Art, wie Ebertus das in seinen paar Zeilen getan hat.

Da er hier nur wieder boulevardeske Allgemeinplätze aufreihte ("Bis auf den Migrationshintergrund kann die neue AfD-Frontfrau alles bieten, was es an guten Attributen so gibt. Diesen Hintergrund dagegen hat Xavier Naidoo; ist außerdem Künstler - wo Kunst doch eh' alles darf.") von denen ich dann raten dürfte, ob ebertus das nun selber meint oder nur à la Marie "gedankenfördernd" in die Runde geschnissen hat, habe ich mich auf diese Kakophonie gar nicht erst eingelassen. Deinen Vermutung, ebertus würde "Ideen-Kitch" (im Sinne von Botho Strauss) auf AfD-Seiten kritisieren bleibt  er jeden textbeleg, nicht nur Link schuldig. Ich kann allenfalls einen Verunglimpfung des Begriffs "Gutmensch" herauslesen, die er da wahrscheinlich auch betreibt. Auch hier kann sich der Leser in neuester Ebertusmanier dann "aussuchen" wen ebertus eigentlich mit was genau wie meint.

Interessanter erschien mir die Idee, die ich aus seinem wahrscheinlich unbewuß verunglückten Satz "Keine Verlinkung an dieser Stelle, mag die Wertung dem Betrachter der Szenerie, der eigenen Recherche geschuldet bleiben." ziehen konnte. Noch einmal zum Mitschreiben:

Ebertus schreibt dort, dass das Ausbleiben der Verlinkung ("Keine Verlinkung") einen Grund habe ("geschuldet" bliebe), bzw. darauf wartete, dass diese Arbeit vom Leser geleistet werden würde/müßte indem der selbst recherchierte und dann wertete, um diese Arbeit für den Autoren zu leisten, der sie Arbeit dem Leser "schuldig" geblieben war.

Wie man es dreht und wendet der Satz macht keinen vernünftigen Sinn, da, wie gesagt, diese Aufgabe dem Autor tatsächlich obläge (er ist sie dem Leder "schuldig") oder der Autor müßte gute Gründe haben, diese Arbeit dem Leser zu überlassen, Ebertus nennt aber keine Gründe, sondern läßt den Leser mit wirren Behauptunegn über AfD-Frauen, Schwulenszene und Migrantenmilieu wo überall irgendwie der irgendwie nicht positiv betrachtete Guten-Virus (virus hominus bonus), der aber auch nicht näher klassifiziert, analysiert wird, mit weiter unbekannten Wirkungen grassierte. - Ein Text für die Tonne, nicht nur syntaktisch-semantisch.

Was erkenntnistheoretisch und methodologisch zu dem Gehalt des Satzes gesagt werden kann, habe ich in meinem ersten Post getan.

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lass doch einfach mal den ebertus ruhen; schmunzeln ...

Und wie ist es, was sagst Du zu Naidoo, zu Weidel; sowohl als reale Personen der Zeitgeschichte als auch zu dem, was sie inhaltlich vertreten, wovon man -vielleicht- noch in 200 Jahren reden wird.

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Ich kann, soweit ich dort die abgedruckten Texte der "Söhne Mannheims"  gelesen habe grundsätzlich der sehr ausführlich und in Textarbeit formulierten Einschätzung Prothmanns nur zustimmen. - Du hältst sie - ohne Argumente zu nennen - für diffamierend.

Solage Du mir da keine inhaltlich ausgeführte Begründung formuliertest, habe ich dem nichts hinzuzufügen und stimme Den Worten dienes hiesigen Blogtextes nicht zu, was aber wurscht ist, da sie aus von mir ausgeführten Gründen eh´ nur bedingt intelligibel sind.

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Prothmann schreibt zu Naidoo:

"Immerhin ist er selbst in der Vergangenheit schon einige Male mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und vom Rechtsstaat bestraft worden."

Gehe davon aus, dass dieser Hinweis im Kontext des Artikels relevant ist; sonst hätte er nicht erwähnt werden brauchen. Nun kann ich trotz intensiver Suche im Netz nichts dazu finden, ist bei so einer umstrittenen Person der aktuellen deutschen Zeitgeschichte schon ungewöhnlich. Wäre doch in den aufzudeckenden Details (einige Male) ein Fest für alle Naidoo-Kritiker.

Was ich gefunden habe, das ist ein formalrechtlicher Vergleich mit der Kahane-Stiftung bezüglich des Antisemitismusvorwurfs gegenüber Naidoo, der in einem von der Stiftung zu verantworteten Artikel erhoben wurde.

Der Artikel ist mittlerweile aus dem Netz verschwunden und die Anetta nebst offiziellem Gefolge hat -mein Eindruck- jede Lust an einer Naidoo-Kritik verloren.

Bild des Benutzers Uwe Theel

100 000 Mark Strafe für Naidoo

DIE WELT Von Susann Remke | |
Popstar wegen Marihuana-Besitz und Fahren ohne Führerschein verurteilt
 
***


20 Monate auf Bewährung Xavier Naidoo verurteilt

Spiegel online,

Der Sänger Xavier Naidoo musste sich wegen Fahrens ohne Führerschein und Drogenbesitzes vor Gericht verantworten. Mit seiner Strafe kam er nur knapp am Gefängnis vorbei.

***

Musiker auf Abwegen

Die seltsamen Auftritte des Xavier Naidoo

Der Sänger Xavier Naidoo stellt sich mit Verschwörungstheoretikern und Verfassungsfeinden auf die Bühne. Das ist zu viel für seine Unterstützer aus Mannheim. Doch andere stellen sich hinter ihn. Die Debatte geht weiter.

***

Relevanz zu dem Artikel liegt unter anderem darin, dass Vorbestrafte in aller Regel härter bestraft werden als noch nicht Vorbestrafte, es daher für Naidoo von Bedeung wäre, wenn er jetzt erneut angeklagt und verurteilt würde. Noch einmal käme er im Fall der Fälle an einer Haftstrafe nicht vorbei.

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Ausgerechnet die Frau Kahane in ihrer schillernden Medienpräsenz und Ihren fliegenden Meinungswechseln hier zum Kronzeugen für (oder gegen???) Naidoo zu berufen, erscheint mir, gelinde gesagt, gewagt.

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Mehr hast Du inhaltlich zu Prothmanns Artikel nicht zu sagen? - Wo ist der Text Deiner E-Mail an Prothmann?

Was stellen die zitierten Söhne-Mannheims-Texte für Dich inhaltlich, politisch und künstlerisch dar? 

Inwieweit divergierst Du da von Prothmanns Ansichten?

Bild des Benutzers ebertus

war so oder ähnlich wohl zu erwarten.

Weder von der zeitlichen Distanz noch vom Inhalt her ein Bezug auf den aktuellen Kontext in Sachen Naidoo-Bashing, wird heute daher wohl auch kaum thematisiert.

Zum Schmunzeln gar, so war er in Sachen Mariuhana eine Art Vorreiter, wird doch aktuell in verscheidenen Ländern sehr ernsthaft über die Freigabe diskutiert; vielleicht irgendwo bereits umgesetzt? Und ist wohl nicht so ein Teufelszeug, mit dem dieser bekannte BT-Abgeordnete erst vor einigen Monaten erwischt wurde.

Zum Fahren ohne Führerschein -in dem Alter- gibt es keine Entschuldigung, keine Relativierung; lediglich der Hinweis, dass dieses Delikt auch in meiner Vita existiert. Habe mich -allerdings mit lediglich 15 Jahren- ohne Führerschein beim Fahren mit dem Moped meines Vaters erwischen lassen.

Die Auseinandersetzung mit der Kahane-Stiftung dagegen hätte Prothmann redlicherweise und wegen dem auf der Hand liegenden Bezug erwähnen müssen. Denn da ging es, geht es ganz aktuell, auch von Prothmann implizit unterstellt, um den gern erhobenen Antisemitismusvorwurf.

"Der Song "Marionetten" auf der neuen CD der Söhne Mannheims und Xavier Naidoo greift wieder in die Mottenkiste der Verschwörungstheorien, angereichert mit Antisemitismus und Aufrufen zur Gewalt."

Jemanden Antisemit zu nennen, das kann schon Konsequenzen haben, hätte daher die Causa Kahane wohl nicht so in den sonstigen Tenor des Artikels gepasst: eher an die Bauchlandung der Jutta Ditfurth gegenüber Elsässer erinnert.

Ansonsten gern mehr zu Prothmanns Artikel, aber erst mal bis Du d'ran. Wie bereits darum gebeten: eine Stellungnahme zu den Personen (Weidel und Naidoo), sowie zu den durch diese Personen vertretenen Inhalte.

Bild des Benutzers ebertus

Nehmen wir den Tenor, die verwendeten Begrifflichkeiten.

Gleich in der Überschrift spricht Prothmann vom "Säusler" Naidoo. Kann er natürlich tun, zieht sich diese abwertende, mit Zuschreibungen negativer Art durchwirkte Tonlage über den kompletten Artikel.

Und das ist ja die Faszination, der (mittlerweile) wohl einzige Seinszweck von Kultur- und Geisteswissenschaften - Journalisten eingeschlossen, zumindest soweit sie gesellschaftspolitisch orientiert sind: sie können, dürfen, müssen:

Meinung verbreiten; gern auch ganz einsame ...

Die Fans von Naidoo, die Konzertbesucher, die Millionen Plattenkäufer mögen da vielleicht ganz anderer Meinung sein. Aber gibt es eine objektive, eine wie auch immer legitimierte Skala bzw. Instanz für die Bewertung von Meinung?

Wohl nicht, und deshalb darf Prothmann auch seine, möglicherweise recht einsame Meinung äußern; soweit sie keine strafrechtliche Relevanz tangiert.

Ich selbst btw. bin zur Causa Naidoo und was sein musikalisches Werk angeht ohne jedes Herzblut, mochte seine Musik bislang nicht wirklich und habe anstelle von säuseln gern auf leiern erkannt; möglicherweise fast das Gleiche.

Die in unserem CD-Regal stehenden Platten von Naidoo hat entweder meine Frau gekauft, oder wurden ihr von lieben, dahingehend wissenden Menschen aus dem Umfeld geschenkt.

Naidoo kam erst auf meinen gesellschaftspolitischen Radarschirm, als sein Titel "Nie mehr Krieg" von Jürgen Todenhöfer bekannt gemacht, supportet wurde. Das Lied wie der Support und weit über Todenhöfer hinaus einen Teil der Kulturszene einbeziehend, es erzeugte dann einen Aufschrei der Systemer, der westlich-weissen, abendländischen Vorwärtsverteidiger nebst derer Großmedien; also die üblichen Verdächtigen.

Sie haben vielleicht und ganz ungewollt den sog. Streisand-Effekt getriggert, denn heute und zu "Marionetten" scheint mir bislang eher nur die zweite Garnitur von der Kette gelassen; fällt das Ding bei den Großmedien in die bekannte Lücke.

Bild des Benutzers hadie

Um auch etwas zu dieser Schulhof-Diskussion beizutragen (mein Popstar ist authentischer als deiner) sei hier auf den neuen Song von "Kraftclub" verwiesen: "Fenster". Die singen gefühlt 100mal "Spring aus dem Fenster für mich", empfehlen Andersdenkenden die Selbsttötung und das gebührenfinanzierte Staatsradio "MDR Sputnik" spielt es rauf und runter.

https://songtexte.co/kraftklub-fenster-songtext-2c5943

Bild des Benutzers ebertus

von informeller Vorgabe: Meinung unter dem Mäntelchen der GEZ

Oder Nichtmeinung, wenn das Delikt, die verschwörungstheoretische Causa in die ebenso informelle, natürlich nichtverschwörerische mediale Lücke fällt.

Als Musiker finde ich den Kerl grossartig. Besonders Live mit den Söhne Mannheims ein musikalisches Erlebnis. Sind demnächst wieder auf Tour. Bei Songs die mir nicht gefallen, höre ich einfach nicht auf die Zeilen sondern mehr auf die Noten. Die neue CD kenne ich noch nicht. Aber die FR weiß es offenbar schon und spricht vom "Wutbürger-Song". Damit spielt die FR auf das Stück "Marionetten" an. Im Radio habe ich es noch nicht gehört- und ihr? Demzufolge kann ich mir kein Urteil bilden. Aber den Titel "Marionetten" finde ich schon interessant....Fühle mich direkt angesprochen und betroffen, wenn ich mich selbstkritisch im beruflichen Umfeld betrachte. Sollten andere als Chance sehen, um über ihre Rolle(n) im gesellschaftlichen Kontext nachzudenken.....Bernd, der Xavier leiert nicht, der Kerl ist stimmgewaltig!!!

Randnotiz: Der Werner Ruf (Feindbild Islam) ist übrigens Mitglied des Rubikon-Beirats. Hat ein neues Buch geschrieben mit dem Titel: Islamischer Staat & Co. Profit, Religion und globalisierter Terror.
https://www.perlentaucher.de/buch/werner-ruf/islamischer-staat-co.html:

Bild des Benutzers ebertus

Ist das hier, gerade als Live-Performance durchaus mein Geschmack

Bild des Benutzers fahrwax

Die Musik ist so - naja, aber der Text und die Performance stecken in Auge und Ohr des Betrachters / Zuhörers

(der eine sieht datt, der Andere watt schöneres):

Musikalisch ist datt nischt! Hat schon bessere Sachen gemacht. An seiner punktuellen Systemkritik habe ich aber nichts auszusetzen. Kritisiert was weit und breit Gegenstand der Kritik ist (Volksvertreter/Parlament) Nur mit einfachen Textaussagen. Der Trend geht eh in Richtung "einfache Sprache".

Macht Hans Herbert von Arnim auch! Oder ist der auch nur ein Wutbürger?
"Regierung und Opposition betreiben eine Politik über die Köpfe der Menschen hinweg" (https://www.heise.de/tp/features/Regierung-und-Opposition-betreiben-eine...

Bild des Benutzers ebertus

Schon möglich, Jose ...

Es kann durchaus sein, dass dieses etwas weiter oben von mir verlinkte Stück -im Auge/Ohr mancher Betrachter- lediglich als Live-Performance seine Höhepunkte hat. Keine Ahnung, wie das rein als Audio von der CD rüberkommt.

Immerhin, vielleicht lohnt es sich, die lyrics zu verfolgen.

Ich meinte das neue Stück von Xavier (Werner hat den Song im Internet gefunden und hier reingestellt). Du hast es mißverstanden. Söhne Mannheim machen gute Laune- finde ich!

Die Weidel weniger......sprüht beim Reden eisige Lady-Kälte aus. (Soziale) Kälte ist nix gut für Alemania und Mensch wie Du u. ich u. andere. Sagt auch mein lieber Götz Eisenberg: Die Gewalt aus der Kälte: http://www.zeit.de/2002/19/Die_Gewalt_aus_der_Kaelte

wärmende grüße jose (obwohl hier in kassel scheiß wetter ist)

Bild des Benutzers ebertus

"Marionetten" wohl auch kein wirkliches Stück Musik.

Ich hab's mir nicht mal angehört, weil es im Grunde ausschließlich vom Text lebt, den man natürlich als Provokation verstehen kann. Interessant dabei ist, wer sich provoziert fühlt, mit der bekannten Gebetsmühle an Unterstellungen und Zuweisungen antwortet; primär bis ausschließlich gespeist aus dem Kaffeesatz..

Die Großen (Politik wie Medien) -habe gerade nochmal rundgeschaut- halten sich momentan erkennbar zurück, ist lediglich die zweite und dritte Garnitur von der Kette gelassen.

Interessant ist außerdem, dass nun weitere Begriffe auf den Index kommen.

Neben dem Volk, dem "völkisch" sowieso nun die Marionetten gleich noch der Bauer, die Forke, der Puppenspieler, die Matroschka, der Sachverwalter, der Steigbügelhalter, Volksvertreter usw.

Alles muss raus ... alles kommt jetzt auf den Index.

Kann ich mit meinen (Enkel)kindern eigentlich noch guten Gewissens ins Kasperletheater gehen? Manchmal erscheint da auch das Krokodil, an Fäden gehalten. In's Aquarium zu den Kraken schon lange nicht mehr, sind die doch und wie gelernt, Symbol für jüdische Bankiers ...

Bild des Benutzers fahrwax

..... war schon immer ein verkackter kleinbürgerlicher Irrtum

Wenn Alt- oder Neufaschos das ebenfalls sagen, erscheint allein die Frage was die ansprechendere Lösung ist.

Da scheiden sich die Geister dann seeehr deutlich.

Nazion und Übermenschen gutttt - oder eben Kacke.

Jede Vertretung produziert eine Hackordnung - getreten wird grundsätzlich von Oben nach Unten, was für ein seltsamer Zufall......

Das mit der Gleichberechtigung Abschafferei von "Unten" war noch nie etwas anderes als die Hinhaltetaktik der Bevorrechtigten.

Der Lösung der "sozialen Frage" stehen die Kanonen der Privilegien entgegen - sonst eigentlich nichts.

Bild des Benutzers fahrwax

.... ist das Geilste was wir derzeit aufbieten können - ich bin da Fan von.

Bild des Benutzers fahrwax

Aus einer Propagandaschrift die, vom "Bündnis - kein Hass auf Rosenheims Bühnen, bei Linksunten plaziert wurde:

>>Erneut antidemokratische Verschwörungstheorien und Gewaltphantasien im neuen Album der „Söhne Mannheims“.

Am vergangenen Freitag (21.04.) erschien eine neue CD der „Söhne Mannheims“ zusammen mit Xavier Naidoo. Auf dieser wird wieder unzweideutig zur Gewalt gegen das demokratische System aufgerufen. Das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ fordert deshalb erneut alle Verantwortlichen für das Sommerfestival auf, endlich die Reißleine zu ziehen und dem Hassmusiker Naidoo und seinen Kumpanen in Rosenheim keine Bühne zu geben.


Für das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ zeigt Naidoo besonders mit dem aktuellen Song „Marionetten“ auf dem morgen erscheinenden Album „MannHeim“, dass er nichts dazugelernt hat. Laut Fachpresse und Naidookritiker*innen verbreitet er darin mit Pegida-Vokabular in Reichsbürger-Rhetorik erneut Verschwörungstheorien und Gewaltphantasien. In der Kritik ist unter anderem folgender Textauszug:


„Eure Parlamente erinnern mich stark an Puppentheater. Denn Ihr wandelt an den Fäden wie Marionetten, bis wir Euch mit scharfer Schere von der Nabelschnur Babylons trennen. (…) Wenn ich so einen in die Finger krieg, dann reiß ich ihn in Fetzen. Da hilft auch kein verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen.“<<

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/210887

Dazu gibt es an der selben Stelle aber auch recht prägnant treffende Kommentare:


"Verschwörungstheorie?

Mensch kann Naidoo einiges vorwerfen: Rassismus, Nähe zu Reichsdeutschen.

Aber an der zitierten Textstelle "Marionetten" ist von einem emanzipatorischen Standpunkt aus nichts auszusetzen. Wenn ihr Naidoo vorwerft, daß er nicht an die Parlamente von BRD und EU glaubt, dann steht ihr dafür ein, daß sich nichts ändern darf, und daß alles bleibt, wie es ist.

Naidoo muß kritisiert werden, aber nicht von euch. Ihr seid keine Linken, ihr seid konservatiiv, und ihr seid mehr das Problem als die Lösung."


"Verteidiger des Systems?

Sind deutsche Linke nun Verteidiger des Systems? Stellen sich schützend vor die Parlamente derer die Krieg Und Ungerechtigkeit verbreiten ? Was seid n ihr für komische Vögel?

 

Bild des Benutzers ebertus

und trifft genau den Punkt ...

"Naidoo muß kritisiert werden, aber nicht von euch. Ihr seid keine Linken, ihr seid konservatiiv, und ihr seid mehr das Problem als die Lösung."

wenn manche Kritiker und ohne des Kaisers (großmediale) Kleider eigentlich Wölfe im Schafspelz sind.

- - - - -

Auch Weidel darf, ja muß kritisiert werden, inhaltlich!

Sie hat eine entsprechende Vita und gehört zum harten Kern der Neoliberalen; eben nicht nur derer in der AfD. Aber komisch nur, wird das von den medialen Systemverwaltern kaum angesprochen, erst recht nicht vertieft. Weil dahingehend ist Weidel eben Fleisch vom Fleische des Systems, voll auf Linie.

Stattdessen kritisiert man sie um die Ecke und stellt die erkennbar rhetorische Frage, ob sie wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht in der falschen Partei wäre. Kindergarden!

Oder ein Blogger hier -dessen Kommentar ich einklappen musste- ergeht sich in einer offensichtlich strafrechtlich relevanten Zuweisung gegenüber Weidel. Kein Kindergarden, eher ein Gebaren in virtueller Realität, welches man im Brustton der Guten doch gerade Weidel, Naidoo & Co. vorwerfen möchte.

Es ist auch sehr auffällig, dass die Weidel in der medialen Zuweisung verdammt gut wegkommt. Klar, irgend wie ist es der Zeitgeist, der es verbietet einer definierten Opfergruppe -hier Frau und lesbisch- zu sehr auf den Pelz zu rücken.
Für wesentlicher halte ich es, dass sie als Hardcore-Noeliberale so unglaublich anschlussfähig ist. Und sie kommt natürlich nicht so strunzdumm wie Höcke daher.
Es gibt sicherlich erfolgreichere Propheten und Wahrsager als mich. Aber in diesem personellen Spektrum Weidel/Meuthen sehe ich die künftigen rechts-konservativen Bündnisse reifen, falls es den Etablierten nicht gelingt, die ungeliebte Konkurrent zu beseitigen.

Bild des Benutzers ebertus

das sehen wir wohl ähnlich bis gleich.

Weidel ist u.a. Mitglied der Hayek-Gesellschaft kann man bei Wiki  lesen; das hier:

"Weidel möchte die Erbschaftsteuer am liebsten abschaffen und hält nichts von einem Mindestlohn.Sie ist Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft."

Fleisch vom Fleische, wie geschrieben; wird daher von den Lückenmedien kaum bis überhaupt nicht thematisiert. Und der Hayek-Gesellschaft, diesem neoliberalen Think Tank haben schon ganz andere Stützen der Gesellschaft ihre Referenz erwiesen; bis hin zu unserer aller Kanzlerin - meine ich mich erinnern zu können.

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"Gutes Zitat und trifft genau den Punkt ...

Naidoo muss kritisiert werden, aber nicht von euch. Ihr seid keine Linken, ihr seid Konservativ, und ihr seid mehr das Problem als die Lösung."

Das war ja oft die Schwäche sog. „linker“ Gemüter, sich von der Übermacht des „Klassenfeindes“ in die Zerfleischung der eigenen Fraktionen zurückdrängen zu lassen. Als Aktivist der 60er und 70er musste ich hautnah an den Unis erleben, wie KSV, MSB Spartakus, KPD/ML u.a. sich gegenseitig die Butter vom Brot nahmen, während der Bürgerliche Staat repressive Gesetze erließ, die u.a. die studentische Selbstverwaltung aushöhlten.

In England, Frankreich und Italien bestätigten befreundete Gruppen wie „Big Flame“, „Les matériaux pour l’intervention“, „Quaderni Rossi“ u.a. von denselben Brüchen innerhalb des linken Lagers.

Letztlich offenbart sich darin jener entfremdete (Klein-) Bürgerliche Geist, der Wahrheit und Gewissen mit Ego-Aktivitäten verwechselt und keine anderen (solidarischen) Formen der Kooperation gelernt hat.

Bild des Benutzers ebertus

Nur was kann/muss/darf die Konsequenz sein?

Ich selbst war beispielsweise nie in einer politischen Partei; und die Erfahrungen mit der Gewerkschaft (und dem Kleingartenverein) waren auch nicht besser. Korpsgeist zu zeigen ist dort essentiell; und eben nicht so mein Ding.

Klar, es ist eine Art Zielkonflikt und die Differenzen (der Einzelnen, der Gruppen) werden von den Herrschenden in Gestalt der Politik und der Großmedien gnadenlos ausgenutzt, widerständige Strukturen ausgehöhlt und Protagonisten wie Follower gegeneinander aufgehetzt; ausgespielt.

Dennoch -sorry for that- meine ich, dass dieser Zielkonflikt, dieser Spagat ausgehalten werden muss; weil eben Anpassung und Korpsgeist das bei Weitem größere Übel sind. Und zum (Klein-) Bürgerlichen Geist halte ich es -wie bereits geschrieben- damit, dass das Sein weitgehend das Bewusstsein bestimmt.

Kein Bashing derer, die (vermeintlich) wissend sind; gegenüber denen, die (vermeintlich) unwissend sind.

Wer werfe da den ersten Stein?

Bild des Benutzers Delloc

„Kein Bashing derer, die (vermeintlich) wissend sind; gegenüber denen, die (vermeintlich) unwissend sind.“

Jede Art von Kritik setzt ja einen Zweifel voraus. Dabei wird oft nicht differenziert, woher der Zweifel kommt. Sofern er im Selbstbild versteckt ist, dient er dazu, ihn hinter dem berühmten Balken zu platzieren und einen fremden Stachel als Ablenkung zu benutzen.

Solange die unbewussten Ego-Aktivitäten nicht abgeklärt sind, und als „uncooked seeds“ ihren Wildwuchs ausagieren können, sind Wissende und Unwissende letztlich nur Etiketten, die dazu dienen, das Eigengewächs wertvoll und attraktiv erscheinen zu lassen.

Bild des Benutzers ebertus

Klar, warum soll es neben guten Kriegen nicht auch guten Hass geben?

Staatsräsonal, öffentlich-rechtlich dargeboten, klammheimlich goutiert von den anderen Guten. Nein, einer Alice Weidel und insbesondere ihren gesellschaftspolitisch relevanten Positionen muss man nicht zustimmen; und persönlich kennt sie wahrscheinlich kaum einer ihrer Großkritiker.

Schon Böhmermann und seine -natürlich satirischen- Zuweisungen gegenüber Erdogan fand ich mehr als grenzwertig; weniger wegen der durchaus möglichen rechtlichen Relevanz, eher wegen dieser primitiven Vulgärakrobatik. Ok, Erdogan revanchierte sich später mit einem Nazi-Vergleich; und explizit gegenüber der Kanzlerin; wie man dann dienstbeflissen und vollkommen entrüstet hierzulande erkannt.

Und nun (einmal mehr) die öffentlich-rechtliche Nazi-Zuweisung gegenüber Weidel. Rechtlich brauchen die ÖR's keine Sorge vor einer Klage der so angegriffenen haben, sind die GEZ-Kriegskassen gut gefüllt und der Geldfluß kaum zu unterbrechen. Private Unternehmungen, Blogs und Foren oder gar Privatleute dürften sich da eher Zurückhaltung auferlegen.

Weidel wird im Gegenzug mit Sicherheit nicht den Böhmermann, nicht den Erdogan geben, nicht so primitiv ...

Und eigentlich, ja eigentlich müsste es von den üblichen Verdächtigen, von den bekannt Guten nun eine neuen Aufschrei pro Weidel geben; pro Frau, pro sexuelle Selbstbestimmung.

Bild des Benutzers ebertus

wohl nicht nur in Sachen Alice Weidel ...

Aber die neuste Recherche des selbsternannten Rechercheportals namens "correctiv" ruft weniger die Bösen, denn die ebenfalls selbsternannt Guten, sogar die ganz Guten auf den Plan.

Was wohl der hehre Correctiv-Ethikrat dazu sagen wird; erst recht die ebenso hehren Großsponsoren ...?

Bild des Benutzers fahrwax

Oder auch ein bürgerlicher Arsch aus dem immer das Selbe kriecht?

Naidoo selbst sagt, antwortend auf Kritik an seinen Zeilen:

"…Aufgereiht zum Scheitern wie Perlen an einer Perlenkette
Seid ihr nicht eine Matroschka weiter, ein Kampf um eure Ehrenrettung
Ihr seid blind für Nylonfäden an euren Gliedern
Und hackt man euch im Bundestags-WC, twittert ihr eure Gliedmaßen
Alles nur peinlich – und so was nennt sich dann Volksvertreter
Teile eures Volkes nennen euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter
Alles wird vergeben, wenn ihr einsichtig seid
Sonst sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür, dass ihr einsichtig seid…"

...........

"Ich seh' mich, glaub' ich, am ehesten als libertären gläubigen Menschen. Libertär, das kann man nachschlagen, Rothbard hat das definiert und es gibt ein Buch von Oliver Janich, das heißt: "Die Vereinigten Staaten von Europa" – lest mal nach, so seh' ich's auch."

Finde ich glaubwürdig.

Aber der Spannemann von Augstein, Blome meint in BILD unter der Überschrift

Aus jeder Zeile tropft das Gift“:

„Es soll die Bürger gegen die Politik aufwiegeln, es soll die Politiker pauschal verächtlich machen.“ Blohme resümiert: „Wenn das Kunst ist, dann ist das ziemlich braune Kunst. Hetzerisch, vergiftet, es ist ein fürchterlicher Text. Ein Text zum Fürchten. (…)
Juristisch mag das Lied als Kunst gelten, für mich ist es ein Machwerk, für das es keine Entschuldigung gibt.“

Die VolksBILDner hatten Böhmermann`'s an Erdogan gerichtetes Gedicht vom Ziegenficker verteidigt:

Springer-Chef Matthias Döpfner schrieb damals in einem Wort-Beitrag für die „Welt“:

„Ich finde Ihr Gedicht gelungen. Ich habe laut gelacht. Das zu sagen ist mir deshalb wichtig, weil man in den vergangenen Tagen ja keinen einzigen Beitrag – egal ob anklagend oder für Sie parteiergreifend – über Ihren Text gelesen hat, der nicht erst mal, gleichsam als Captatio benevolentiae, betonte, wie geschmacklos und primitiv und beleidigend Ihre Satire über Erdoğan sei.
Das ist ungefähr so originell und aussagekräftig, als wenn man einem Formel-1-Autobauer vorwirft, seine Autos seien aber schnell. Dass Ihr Gedicht geschmacklos, primitiv und beleidigend war, war ja – wenn ich es richtig verstanden habe – der Sinn der Sache. Sie haben doch einfach alle beleidigenden, insbesondere alle in der muslimischen Welt beleidigenden Stereotype zusammengerafft, um in grotesker Übertreibung eine Satire über den Umgang mit geschmackloser Satire zu machen.“

Nun revanchiert sich Böhmerman - bei BILD oder wem auch immer - jedenfalls soll Naidoo der Fascho-Arsch sein:

 

 

QUELLEN:

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/50164-boehmermann-disst-naidoo-hurensoehne-mannheims/

http://www.geolitico.de/2017/05/05/naidoo-und-die-freiheit-der-kunst/

Trotzdem Mannheims Söhne Musik fabrizieren die nicht meinem Geschmack entspricht, ist der Text aufklärerisch.

BILD war das noch nie und Böhmerman kann offensichtlich Ziegenficker & Faschos nicht auseinander halten - er kackt nur in die große verkäufliche Tröte, schade eigentlich sonne menschliche Entäuschung.

Die Hurerei ist ein hartes Geschäft und der Zuhälter ist immer ein Drecksack, lieber farbenblinder Herr Böhmermann.

Zu den Risiken & Nebenwirkungen sollte sie besser nicht den Kokser ihres Wahlkreises befragen.

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Böhmermann hat wenigstens Humor ...

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Schöner Text von Tom Wellbrock bei den Neuland-Rebellen.

"Wobei ich mich schon frage, was genau denn jetzt so gefährlich an dem Typen ist. Er steuert keine Drohnen, verursacht keinen Hunger auf der Welt, er erschießt niemanden. Wo genau ist das Problem? Dieser komische angebliche Aufruf zur Gewalt? Wegen der Bauern und der Forke? Metaphorischer kann man kaum dichten, und es ist noch gar nicht so lange her, da wäre der Vergleich mit der Forke hip und cool revolutionäre gewesen. Aber die Zeiten sind offenbar vorbei."

Ja, das selbstbestimmte Landleben war vor einiger Zeit noch hip und cool; ist heute und beinahe pauschal, der Rechtfertigung anempfohlen, wird aktuell und politisch korrekt als "neurechts" verortet.

Was mir dort von Wellbrock auch gut gefällt, das ist die Reflektion in Sachen musikalischer Qualitäten; eben derer von Naidoo & Co. Wer auf dieser Ebene kritisiert, der hat schon verloren; nicht nur wegen der manchmal erheischten Wissenschaftlichkeit von Kunst und Kultur.

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Als vergreister Mescalero distanziere ich mich dann aber >>sicherheitshalber<< schärfstens vom Naidoo - lieber ne richtige Forke!

Mitte Forke gegen Leoparden und Tornados ist eh schon son Himmelfahrtskommando - wenn`s dann auch noch nur ne metaphorische sein darf wird's mir aber flott zu chancenlos.

zum stück marionette passend: der mensch als fremdgesteuerte marionette:

"Robinson Crusoe ist das Abbild des zeitgenössischen Individuums. Im Wesentlichen sind wir alle wie er. Losgelöst von jedem metaphysischen und theologischen Fundament kann der heutige Homo Clausissimus im Rahmen einer Soziallandschaft, in der das einzige freie Subjekt nach göttlichem Recht der Markt zu sein scheint und der Mensch vom Produktionsprozess, dem Umlauf und dem Konsum zur bloßen fremdgesteuerten Marionette herabgesetzt wird, weder etwas entscheiden, noch irgendetwas bestimmen."

https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-alle-wie-Robinson-Crusoe-37159...

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rast die Zeit,
der Mensch rast mit.

Wann hast du selbst das letzte Mal «Nein!» gesagt zu den Dingen?

Bild des Benutzers fahrwax

Ich genieße es allwöchentlich die 'frei Haus' angelieferten Prospektberge zu durchforsten.......

Das hochgradig befriedigende Ergebnis ist dann: "Dinge die die Welt nicht braucht" - schöööööön.

(Befüllt allerdings unaufhaltbar die Altpapiertonne und kostet Wald)

Bild des Benutzers Heinz

Ich frag mich auch, wann die Kunden der Werbeindustrie mal merken, daß man für Obst und Gemüse keine Werbung braucht.

Bild des Benutzers beutelratte

Zahnausfall geht halt nicht von heute auf Morgen, da geht der Endkunde lieber BotoXen.

mein trotziges nein zu der liebsten biodeutschen karrierekarotte, in die gut bezahlte oberratsliga, ist nicht lange her. verzicht auf materielle vorteile haben selbst meine linken kollegen nicht verstanden (denken gerne in rentewährung),....egal. jetzt ärgere ich mich doch ein bisschen, weil ein nein zu dingen andere ohne mit der wimper zu zucken gerne zugreifen. kennst du doch heinz oder?

aber es gibt schon dinge, wo ich schlecht no sagen kann....beim nächsten mal mehr....

Bild des Benutzers Heinz

Zwischenzeitlich hatte ich das wegen der Nachteile manchmal bereut. In Summe und auf lange Sicht war es richtig, kann ich aufrecht in den Spiegel schauen – nichts anderes zählt.