7 Apr 2017

Seuchen- und Drogenpolitik in Deutschland

Submitted by Delloc


Quelle: Express

Als Greenpeace vor einigen Jahren eine Studie der Uni Stuttgart veröffentlichte, in der nachgewiesen wurde, dass "die Emissionen der größten deutschen Kohlekraftwerke im Jahre 2010 zum Tod von ungefähr 3.100 Menschen“ führten, schlug diese Nachricht wie eine Bombe ein. Weitere Berechnungen ergaben, dass der Ausfall von etwa 700.000 Arbeitstagen durch Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte, Lungenkrebs oder Asthmaanfälle derselben Ursache zuzurechnen seien.

Heute sind wir schon einen Schritt weiter. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes sollen in Deutschland jährlich im Schnitt rund 47.000 vorzeitige Todesfälle auf die zu hohe Feinstaubbelastung zurückzuführen sein. Das sind täglich 128 Feinstaubopfer - oder sollte man sie "Giftgasopfer" nennen?

Bei der Alkoholseuche sind die Zahlen noch höher. Auf https://www.welt.de/welt_print/wissen/article8194870/74-000-Alkoholtote-... kann man lesen;

"An den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben jedes Jahr in Deutschland 74 000 Menschen, das entspricht gut neun Prozent aller Todesfälle, berichtet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Weltdrogentages. Die durch alkoholbedingte Erkrankungen hervorgerufenen volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich demnach auf 24 Milliarden Euro pro Jahr. Zu den häufigsten durch Alkoholkonsum hervorgerufenen Leiden zählten Leberzirrhose, Schäden des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen wie Leber-, Mund- und Speiseröhrenkrebs. Die Risiken, die ein zu hoher Alkoholkonsum mit sich bringe, würden massiv unterschätzt. Probleme mit Alkohol haben laut BZgA 9,5 Millionen Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren, 1,3 Millionen seien abhängig. Damit sei Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland."

Wenn man jetzt noch die Lage an der Arten-, Wasser-, Meeres- und Klimafront hinzunähme, würde man wohl in der Kloake ertrinken, die uns die Mächtigen dieser Welt täglich servieren.

Wie lange wird der Wahnsinn noch andauern?


Quelle: webme.com

Kommentare

Bild des Benutzers fahrwax

"Wie lange wird der Wahnsinn noch andauern?"

Nur solange bis wir ausreichend empört sind um die Affen zu beseitigen.

Scheiß Pazifismus.........

Bild des Benutzers pleifel

Etwa ein Trump, ein Putin, eine Merkel, wahabitische Fürsten oder die Milliardäre dieser Welt, die stets williges Gefolge finden, die noch die abstrusesten Vorstellungen bedingungslos ausführen? Allein die simple Tatsache, dass sich in fast allen Staaten der Welt immer noch genügend Menschen dem Militär zur Verfügung stellen (unterordnen), spricht doch für einen mangelnden Bewusstseinszustand. Es reicht doch die Situation in Deutschland zu betrachten, wo eine passive Bevölkerung nach den Wahlen von der "Bühne" verschwindet und diese Form von Pseudodemokratie duldet. Allerdings ist dem entschuldigend anzumerken, dass die Vergangenheit nicht gerade ermutigende Beispiele zeigt, wie das denn ohne viel Gewalt geändert werden kann und vor allem mit welchem Ergebnis enden soll.

Bild des Benutzers Delloc

„Welche Mächtigen? Etwa ein Trump, ein Putin, eine Merkel, wahabitische Fürsten oder die Milliardäre dieser Welt, die stets williges Gefolge finden, die noch die abstrusesten Vorstellungen bedingungslos ausführen? Allein die simple Tatsache, dass sich in fast allen Staaten der Welt immer noch genügend Menschen dem Militär zur Verfügung stellen (unterordnen), spricht doch für einen mangelnden Bewusstseinszustand.“

Ja, aber das ist doch der Trick in einer Konkurrenzgesellschaft: das „Divide“ treibt die Menschen in die perversesten Geistes- und Gefühlszustände… die die „Imperatoren“ für ihre Zwecke benutzen.

 

„Es reicht doch die Situation in Deutschland zu betrachten, wo eine passive Bevölkerung nach den Wahlen von der "Bühne" verschwindet und diese Form von Pseudodemokratie duldet.“

Und diejenigen, die sich weiterhin auf der Bühne zu halten versuchen, werden in Talkshows und anderen Veranstaltungen von den Profis rhetorisch niedergemacht.

 

„Allerdings ist dem entschuldigend anzumerken, dass die Vergangenheit nicht gerade ermutigende Beispiele zeigt, wie das denn ohne viel Gewalt geändert werden kann und vor allem mit welchem Ergebnis enden soll.“

Da meldet sich wohl wieder das systemkonforme Gewissen… wink

Gewalt ist nur dann anwendbar, wenn die Verhältnisse, die sie erzwingt, wertiger sind als die Ausgangssituation. Gewalt pauschal zu verurteilen, ist dagegen das Interesse jener parasitären Minderheit, die auf unsere Kosten leben und diesen Planeten ins Chaos führen.

Makabrerweise aber selbst die größte Gewalt anwenden...

Bild des Benutzers Heinz

Die Belastung durch schwefelige Dämpfe und Feinstaub war vor 1980 höher, gleiches gilt für die Belastung der Gewässer. Einen großen Teil der Schadstoffe hat Europa mit dem Strukturwandel exportiert, Filteranlagen und Klärwerke haben den kleineren Teil bewältigt. Der (schäbige) Rest belastet weiter die Umwelt und damit die Menschen. Diesen Rest gilt es weiterhin zu minimieren.

Speziell gehst du auf den Alkohol ein.

Dazu gibt es eine basisdemokratische Regel, die jede(r) selbst anwenden kann und nach der feststeht, wer Herr/Frau oder Sklave/SklavIn ist:

  • Ein Glas täglich nützt deiner Gesundheit
  • Zwei Gläser täglich schaden deinem Führerschein
  • Drei Gläser täglich schaden deiner Gesundheit.

Der Titel «Seuchen- und Drogenpolitik in Deutschland» ist darum teilweise irreführend, weil die Entscheidung nicht bei der Verwaltung der BananenRepublik Deutschland BRD liegt, sondern bei einzelnen BürgerInnen.

Bild des Benutzers Delloc

„Der Titel «Seuchen- und Drogenpolitik in Deutschland» ist darum teilweise irreführend, weil die Entscheidung nicht bei der Verwaltung der BananenRepublik Deutschland BRD liegt, sondern bei einzelnen BürgerInnen.“

Lieber Heinz, diese Ansicht wurden schon vor 50 Jahren nicht mehr ernst genommen, als die Sozialwissenschaften darstellten, dass das Individuum in familiären, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen die psychomentale Basis seiner Verhaltensdispositionen erwirbt.

In der Leistungsgesellschaft lernt man schon früh, Probleme mit synthetischen psychotropen Substanzen zu »lösen«, sei es Alkohol, Cannabis oder sonst ein Mittel. Darüber hinaus bearbeitet die Pharmalobby gezielt Funktionäre von Angehörigengruppen, Druck auf Politiker auszuüben, damit diese möglichst viel Geld für biologische Psychiatrieforschung ausgeben. Das Thema hat einen Rattenschwanz, wenn man alles auflisten wollte, welche Weichen in der Politik gestellt werden, um die Systemschwächen der Bürgerlichen Gesellschaft für private Profite zu nutzen.

So funktioniert "Positiv Denken" unter den herrschenden Verhältnissen. 

Bild des Benutzers Heinz

... aber zwei eineiige Zwillinge entwickeln sich unterschiedlich, weil sie jeweils unterschiedliche Entscheidungen treffen.

Damit sind die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse dieses Schweinesystems nicht verändert oder gar verbessert worden. Jeder Mensch trifft aber eine individuelle Entscheidung, wenn er sich für das Schweinesystem oder dagegen entscheidet. Diese Entscheidung betrifft nicht nur diesen Menschen selbst, sondern auch seine Angehörigen, fällt also ganz gewiß nicht leicht und sollte auch nicht leichtfertig entschieden werden.

Meine eigene Erfahrung ist: «Es gibt immer eine Alternative

«Das Thema hat einen Rattenschwanz, wenn man alles auflisten wollte, welche Weichen in der Politik gestellt werden, um die Systemschwächen der Bürgerlichen Gesellschaft für private Profite zu nutzen.»

Meiner eigenen Erkenntnis nach gab es bisher keine Veränderung der Gesellschaften; in Russland nach der Oktoberrevolution nicht und im Deutschen Reich nach der Novemberrevolutuion auch nicht (Proudhon hatte das voraus gesagt und geschrieben). Beide Gesellschaften entstammen einer Kasten-, Stände- oder Klassengesellschaft. Nach den Verfassungen sind beide Gesellschaften Bürgergesellschaften. Karl Marx unterschied da sehr sorgfältig zwischen Klein- und Großbürgern. Mit den «Systemschwächen der Bürgerlichen Gesellschaft» meinst du selbstverständlich die «Systemschwächen der GROß-Bürgerlichen Gesellschaft», die leistungslos von Produktionsmitteln lebt.

Leistungslos leben (im engeren wirtschaftlichen Sinne) auch die Kinder von ihren Eltern und Senioren von einer Rente oder Pension. Wir sollten darum differenzieren und Modelle aufzeigen, mit denen alle BürgerInnen frei, gleich und sozial leben können. Meiner Meinung nach ist das eine Demokratie mit den Basiskompetenzen in der Kommune und weiteren Dienstleistern/Zweckverbänden für regionale, europäische und globale Aufgaben, also ein konföderales System von regionalen Gebietskörperschaften, die in einem offenen Netzwerk Cluster bilden für gemeinsame Aufgaben. Dieses Netzwerk funktioniert mit einer Freizügigkeit für Menschen und regionaler Kontrolle von Waren, Währung und Dienstleistung.

Bild des Benutzers Delloc

„... aber zwei eineiige Zwillinge entwickeln sich unterschiedlich, weil sie jeweils unterschiedliche Entscheidungen treffen.“

Entscheidend für die unterschiedliche Entwicklung ist die unterschiedliche Aufmerksamkeitsfixierung, die zu unterschiedlichen Wahrnehmungen führt und unterschiedliche Entscheidungen nahelegt.

Die Unterschiede in der Aufmerksamkeitsfixierung sind aber auf die unterschiedlichen sozialen Situationen zurückzuführen, in denen sich der jeweilige Entscheider befindet. Egal, ob ein oder mehrere Eier im Spiel sind… blush

Bild des Benutzers Heinz

Lassen wir die allmächtige «Führung der Herrn» einmal weg, dann bleibt bei deiner Interpretation jede Entscheidung fremdbestimmt. Selbst die Entscheidung, ein soziales Umfeld zu verlassen und sich ein friedfertigeres zu suchen, ist fremdbestimmt. Damit ist die Mode, der Geschmack und die Partnerwahl fremdbestimmt und im «Großen Buch der Ewigen Wiederkehr» voraussehbar.

...

Auch das Schweinesystem ist dann fremdbestimmt – so what?

Bild des Benutzers pleifel

These: Alles ist mit allem verbunden, aber wir können es nur nicht wahrnehmen.

Du kannst Dir jede deiner Entscheidungen auf die Waage legen und nach den Gründen befragen. Abgesehen von den offensichtlichen Gründen wie: ich gehe jetzt über die Straße, weil die Ampel grün ist, sind die meisten Entscheidungen nicht sonderlich hinterfragt. Wäre auch im Allgemeinen sehr anstrengend.

"Aufmerksamkeitsfixierung" ist die Konzentration auf einen Sachverhalt, der sich entweder zufällig ergeben hat oder einem Akt entspringt, der aus dem Willen der Person genau und nicht anders beabsichtigt ist. Gründe dazu können vielleicht von Außen interpretiert werden, erreichen aber nicht die tatsächliche Intentionalität (innere Welt) des Betreffenden. Wie hoch die Freiheitsgrade dabei sind, hängt ab von unseren Vorstellungen davon, aber die Inhalte dieser Überlegungen sollten sich zumindest am Stand der Wissenschaft orientieren.

Da wir die sozialen Situationen aber selbst gestalten, sind wir ihnen nur insoweit "unterworfen", wie wir es selbst aus vernünftigen Gründen wollen. Leider hat sich die Vernunft von der aufgeklärten entfernt und liefert sich den selbstgeschaffenen Systemen aus, obwohl sie erkennbar schlecht sind. Aber das wird ja wiederum abhängig vom Weltbild unterschiedlich wahrgenommen.

Bild des Benutzers Heinz

... aber siehe dort ->

Bild des Benutzers ebertus

Ich halte es da weitgehend, wenngleich nicht absolut, mit dem ollen Marx,

bestimmt das Sein das Bewßtsein; und aus diesem das sich daraus immer neu entwickelnde Sein. Soweit man es zu einer gewisssen (nicht vollumfänglichen, das ist nur was für die Perfekten, die Allwissend-Unfehlbaren) Selbstreflexion schafft, so scheint sich das Sein in relativ engen Grenzen zu bewegen, das Bewußtsein jedoch deutlich darüber hinausgehen kann und will.

Was dann zu neuem, anderem Sein führen kann, mit dem man umgehen muß; immer wieder neu, ein Leben lang ...

Bild des Benutzers Heinz

... das ist hier die Frage.

Mensch ist fähig zu reflektieren und zu abstrahieren. Damit stellt sich Mensch eine oder mehrere mögliche Zukunften vor. Die (vernünftige oder unvernünftige) Entscheidung für eine der Möglichkeiten, schließlich kann es nur eine einzige Gegenwart geben, ist die (bewußte oder unbewußte) persönliche Entscheidung. Genau dafür hat Mensch die Verantwortung. Auch keine Entscheidung ist darum letztlich eine Entscheidung für die bestehenden Verhältnisse –> weiter laufen im Hamsterrad.

Damit das hier nicht ganz abstrakt und off topic wird, resultiert daraus natürlich auch die persönliche Verantwortung der PolitikerInnen dieses Schweinesystems für ihr Tun.

Positiv denken verkennt darum nicht die bestehenden Verhältnisse, sondern sucht nach Lösungen. Das Dilemma dabei ist der Spruch von Lee: «Murphy ist ein unverbesserlicher Optimist.»

Bild des Benutzers fahrwax

"Ohne Moos nichts los" darf (hier und heute beim gegenwärtigen Entwicklungsstand der Kapitalien) als gesicherte Grundlage menschlicher Erwägungen - als Entscheidungsfaktor Numero uno - betrachtet werden.

"Wer das Geld hat, hat die Macht - wer die Macht hat, hat das Recht.......

Als "vernünftig" gilt längst (ausschließlich) jede "Entscheidung" die finanzierbar ist (frage mal die schwarze Null im Bollerwagen).

Egal welche Möglichkeiten zur Handlung du dir auch immer einbildest - solange du sie vor dem Hintergrund der verinnerlichten Metaebene >>Finanzierbarkeit<< triffst, bist du ein bewussloser, entmündigter Junkie?

Murphy ist ein Blödmann, solange die Bank immer gewinnt 7 gewinnen muss?

Interessant dazu Paul Schreiers Betrachtungen zum "permanenten Staat"-

allein "nüchterne Profis" wissen sie, was zu tun ist - sie sind der "Deep State"?

https://www.heise.de/tp/features/Das-Finanzministerium-der-Deep-State-und-das-Geldsystem-3678541.html

Voll Kackke son Junkie-Leben ohne Anerkenntnis der Sucht!

Bild des Benutzers Heinz

Den SchwarzeNullVerwalter interessiert es einen Dreck, wer seine Inhaberpapiere gerade zufällich hält. Alle Finanzminister rechnen damit, daß die Inflation ihre Papiere entwertet und zahlen mal gerade den Mindestzinssatz. Viele Unternehmen haben auf Namensaktien umgestellt, um sich gegen feindliche Übernahmen zu schützen – aber wer will schon einen Staat?

Darum geben Staaten auch keine Aktien aus – damit wäre ja jemand als Eigentümer am Staat beteiligt und könnte mitbestimmen – sondern nur Schuldscheine.

Bild des Benutzers fahrwax

(@Heinz - So, 09/04/2017 - 11:31)

....gegen den Vorarbeiter der Drückerkolonne trifft leider nicht den Kern meiner These (und Schreiers's Untermauerung) zu dem buntbuntbedruckten Stöffchen jedweder Begierde.

Solange unsere Denke nur mit dem Stöffchen als verbindlichem Subtext arbeitet, bleibt das Essig  mit "frei" und "Entscheidung"?

Nimmste diesem armen mehrfach Behinderten (Suchtknochen!) die Flocken wech, ist der nur noch null - das geht doch nicht.......,

oder doch?

Macht dieses dumme Schneeballsystem Stöffchen sogar Schneeblind? Scherz komm raus:

Bild des Benutzers Heinz

Der aktuelle Drückerbandervorsteher arbeitet ja auf einer altehrwürdigen Gesetzeslage. Die Kleine der Brennblase für Hobbybrenner wurde 1922 auf 0,5 Liter festgeschrieben, damit haben alle Finanzverweser seither die erlauchte Zunft der Hobbybrenner zum Gespött von ganz Europa und der Welt gemacht. Ab 2018 gibt es das Branntweingesetz nicht mehr, bis dahin wird das Alloholgesetz verabschiedet. Meine dahingehende Anfrage beim Oberfinanzverweser wurde dann von einem Unterfinanzzwerg aus Dresden beantwortet, der meint: «Alkohol brennen ist verboten, aber die Kleine einer Brennblase für Hobbybrenner ist noch nicht festgelegt.» Der hofft darauf, daß sich nix ändert – typisch Beamter.

Zu deinem zweiten Streich habe ich hier den ersten Streich:

Der Bundestag und das Geldsystem

Geregelt wurde das !!! 1934 !!! im KreditWesenGesetz KWG

Bild des Benutzers Delloc

„Sein oder Bewußt Sein?, ...“

Warum nicht Sein und Bewusstsein?

Der Versuch, die lebendige Wirklichkeit auf Naturgesetze, die durch abstrakte Erkenntnisprozesse gewonnen wurden, zurückzuführen, begibt sich zwangsläufig in den Käfig der Statistik, die lediglich Wahrscheinlichkeiten bewertet. Und selbst dies nur innerhalb begrenzter Systemzustände, die mit der ceteris-paribus-Klausel isoliert werden.

Der Versuch, die lebendige Wirklichkeit auf Willensentscheidungen zurückzuführen – ob vernünftig oder unvernünftig –, scheitert an der Menge und Komplexität der existierenden psychomentalen Vorstellungen und Befindlichkeiten.

Um aber Sein und Bewusstsein (Materie und Geist) als „Dimensionen“ der EINEN Wirklichkeit tatsächlich ganzheitlich zu erleben, ist ein ausgeglichenes Verhältnis von Partizipation und Beobachtung erforderlich. Dieser Ausgleich findet durch eine Wahrnehmung statt, die sich weder in Abstraktionen noch in Identifikationen verliert.

Wer diese Erfahrung durch Meditation gemacht hat und durch Übung vertieft hat, kann sie situativ immer dann erinnern, wenn das Pendel der Aufmerksamkeitsfokussierung in die eine oder die andere Richtung abdriftet.

Bild des Benutzers Heinz

Sein, bewußt (in der Welt) Sein und Bewusstsein schließen sich nicht aus.

Bild des Benutzers pleifel

@Tiger

Beides entspringt menschlichen Vorstellungen (Bildern) und Bedürfnissen (letzteres zumindest was den Geist betrifft). Dazu zählt auch die angenommene Trennung von Materie und Geist, neuerdings wiederum in Teilen der Neurowissenschaft nicht.

"Der Versuch, die lebendige Wirklichkeit auf Naturgesetze, die durch abstrakte Erkenntnisprozesse gewonnen wurden, zurückzuführen, begibt sich zwangsläufig in den Käfig der Statistik, die lediglich Wahrscheinlichkeiten bewertet."

Immerhin ist die Regelmäßigkeit des "Verhaltens" von Naturobjekten so präzise, dass aus den abgeleiteten Beobachtungen und Abstrahierungen mittels Symbolen der mathematischen Formeln eine Sonde im Sonnensystem über Milliarden von Kilometern das berechnete Ziel erreicht. Und wenn diese konstanten Verhältnisse zumindest weit über die menschliche Geschichte hinaus stabil waren und sein werden, dann reicht das völlig aus, um den Begriff Naturgesetz zu verwenden. Denn nichts ist im menschlichen Alltag so präzise wie diese in der Natur vorgefundenen Relationen.

"Der Versuch, die lebendige Wirklichkeit auf Willensentscheidungen zurückzuführen (...)" hat sich an der Wirklichkeit zu bewähren, insoweit Illusionen ausgefiltert und zutreffendes bewahrt werden kann. Übrigens ist hier die Verwendung "lebendige Wirklichkeit" eine, die als Zuschreibung" vergeben wurde. Aber es scheint vernünftig zu sein es zu unterscheiden, denn bestimmte Komplexitätsgrade verhalten sich qualitativer, als es sich aus den Bestandteilen selbst entnehmen lässt. Es kann Neues entstehen, was sich der Ratio entzieht!

Und in welchem Modus ich die Welt erfahre (erfahren will), ist abhängig von meiner Entscheidung, wie es der jeweiligen Situation angemessen ist (oder auch nicht).

Bild des Benutzers Delloc

„Immerhin ist die Regelmäßigkeit des "Verhaltens" von Naturobjekten so präzise, dass aus den abgeleiteten Beobachtungen und Abstrahierungen mittels Symbolen der mathematischen Formeln eine Sonde im Sonnensystem über Milliarden von Kilometern das berechnete Ziel erreicht. Und wenn diese konstanten Verhältnisse zumindest weit über die menschliche Geschichte hinaus stabil waren und sein werden, dann reicht das völlig aus, um den Begriff Naturgesetz zu verwenden. Denn nichts ist im menschlichen Alltag so präzise wie diese in der Natur vorgefundenen Relationen.“

Ja, für technische Spielereien sind manche Naturgesetze durchaus brauchbar. Trotzdem bleibt der Umgang mit ihnen stets ein Prozess von trial and error, wobei der error überwiegt – worüber aber kaum berichtet wird. Die „Präzision“ von Naturgesetzen geht zudem gegen Null, je präziser die Skalierung für die Messgrößen gewählt wird.

Ich finde die Begriffswahl („Naturgesetze“) ziemlich irrelevant. Wichtiger ist doch, unter welchen Bedingungen (private Profitmaximierung) und mit welchen Zielen (Machtzuwachs) die praktische Realisierung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgt. Das „Machbare“ ist ja nicht per se deshalb schon positiv zu sehen.

Beispiel Photovoltaik: https://www.habi-naturgesetze.com/2015/10/26/photovoltaik-vergewaltigung...

 

„"Der Versuch, die lebendige Wirklichkeit auf Willensentscheidungen zurückzuführen (...)" hat sich an der Wirklichkeit zu bewähren, insoweit Illusionen ausgefiltert und zutreffendes bewahrt werden kann.“

Das klingt ja ganz gut und plausibel…yes

Beinhaltet aber lediglich die Umschreibung des Bürgerlichen Ideals vom herrschaftsfreien Diskurs, der realiter weder beabsichtigt war, noch jemals stattgefunden hat.

Doch wenn der Glaube daran glücklicher macht, sei es jedem gegönnt!

Bild des Benutzers Heinz

Warum tun wir uns mit der Akzeptanz einer Dualität von Körper und Geist so schwer?, bei der Quantenphysik haben wir inzwischen doch auch akzeptiert, daß es nur statistische Ereignisse gibt, die in vielen Fällen recht beständig sein können.

Bild des Benutzers Delloc

Das sehe ich genau andersherum, lieber Heinz!

„Wir“ (= meine Vorstellung von der überwältigenden Mehrheit) tun uns doch schwer, die Nicht-Dualität (Identität) von Körper und Geist schon gedanklich überhaupt in Betracht zu ziehen. Die Vorstellung der Dualität ist doch die überwältigende Meinung.

Mit der Propagierung des Bürgerlichen Ich als Subjekt der Geschichte wird die materielle Welt zwangsläufig zum Objekt der Arbeit, durch die ein Mehrwert produziert werden soll. Ohne die Vorstellung einer dualistischen Wirklichkeit gäbe es keinerlei Gründe für den menschlichen Geist, sich diesem Ziel dienstbar zu machen. Nur durch die Mangelprojektion (Nicht-Identität) auf die materielle Welt können Individuen motiviert werden, ihre Arbeit als nützlich und sinnvoll zu erachten. (Fortschritt als Heldenepos der Arbeiterschaft)

Das ist auch der Grund, warum die Mächtigen noch heute Krisen inszenieren, um die Vorstellung von einem harmonischen Leben schon im Keim zu ersticken. Ohne Zerstörung kein Wiederaufbau! Ohne Angst keine Gefolgschaft! Ohne Vereinzelung keine Herrschaft!

Ein angsterfüllter Geist wird diese Welt mit Eigenschaften ausstatten, die sie nicht besitzt und Bilder von ihr ablichten, die gar nicht existieren. Angsterfüllte Geister sind auch eine leichte Beute für jedwede Propaganda, weil ihnen die existenzielle Gewissheit fehlt, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Ein angsterfüllter Geist glaubt zwangsläufig, dass in diesem Weltgeschehen konkurrierende Interessen miteinander in Konflikt stünden und leitet daraus ab, dass sein Eingreifen erforderlich sei. Auf diesem Irrtum basieren die Ideologien des Konkurrenzkapitalismus und der Leistungsgesellschaft.

„Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es.“ (Laotse)

Nur ein furchtloser Geist kann erfassen, dass er bereits diese vollkommene Wirklichkeit „verkörpert“. Nur in dieser Überzeugung und Erfahrung können Haben und Sein versöhnt werden. Erlösung von jedweder Angst ist nichts als eine Spiegelung des vollkommenen Denkens.

Die Angst dagegen ist eine Folge des Glaubens an das Getrenntsein von der Welt (Dualismus). Dieser Glaube hat unmittelbare psychische Konsequenzen. Zu einen die argwöhnische Beobachtung der Außenwelt (Neurosen, Paranoia) – das Politikthema „Sicherheit vor Terroristen“. Zum andern die identifizierende Projektion auf alles, was man als eigene Schöpfung ansieht und zum persönlichen Besitz zählt. (Egozentrik)

Aus beiden psychischen Konsequenzen resultiert das Wesen des egomanen Größenwahns, die wirkliche Vollkommenheit zu attackieren und zu unterwerfen. Dieser Wahn schwankt zwischen Argwohn und Bösartigkeit hin und her. Er bleibt so lange argwöhnisch, wie du an dir und deinen Defiziten verzweifelst. Er geht zu Bösartigkeit über, wenn du die Entscheidung triffst, die Selbsterniedrigung nicht zu ertragen und einen Ausgleich zu suchen. Dann bietet er dir als „Lösung“ die Illusion des Angriffs an.

Bild des Benutzers Heinz

«„Das Universum ist vollkommen.
Es kann nicht verbessert werden.
Wer es verändern will, verdirbt es.
Wer es besitzen will, verliert es.“

(Laotse)
»

Wen meinst du?

Wenn ein Laotse das Universum erkennen kann als das, was es ist,
Dann gilt deine Meinung (über andere) nicht für alle.

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„Wen meinst du?“

Gemeint sind Ansichten/Erkenntnisse/Ideologien, die an der Vollkommenheit zweifeln und stattdessen Mangelprojektionen entwickeln. Noch dazu aus egoistischen Gründen…

„Wenn ein Laotse das Universum erkennen kann als das, was es ist,
Dann gilt deine Meinung (über andere) nicht für alle.“

Jede „Meinung“ ist subjektiv und bringt nur den eigenen Horizont einer von der Gesellschaft abgetrennten Lebenssituation zum Ausdruck. Dabei sind immer Absichten im Spiel, die vor allem Mutmaßungen, Hoffnungen, Ressentiments und Vorstellungen enthalten, die sich aus den persönlichen Verhältnissen der Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung ergeben.

Das ist bei Laotse nicht anders als bei dir und mir. Doch in dieser Subjektivität wird erst die Qualität des Lebens wirksam, Vollkommenheit überhaupt zu erkennen. Diese Erkenntnis wird immer ein individueller Entdeckungsprozess bleiben, der geschieht oder nicht geschieht. Aktuell strebt der Zeitgeist danach, diese Entdeckung mit allen Mitteln zu verhindern.

Bild des Benutzers Heinz

 

 

«Aktuell strebt der Zeitgeist danach, ...»

«Jede „Meinung“ ist subjektiv ...»

____________________________________________

Daraus resultiert ein Dilemma.

Entweder gibt es einen Zeitgeist, oder ca. sieben Miliarden Meinungen, die dem subjektivn Geist der Einzelnen entfleuchte.

Was jucken mich die Meinungen der Mehrheit?,
wenn ich eine eigene haben darf.

Bild des Benutzers Delloc

„Entweder gibt es einen Zeitgeist, oder ca. sieben Milliarden Meinungen, die dem subjektiven Geist der Einzelnen entfleuchten.“

Du liebst das „oder“, oder? wink

Auch hier ist das „und“ wahr: der Zeitgeist repräsentiert jene „Meinungen“ (Absichten), die durch Macht Herrschaft ausüben, sodass die Subjektivität der Mehrheit sich nicht entäußern/manifestieren/verwirklichen kann. 

Bild des Benutzers Heinz

Sicher sind wir nicht sehr unterschiedlicher Meinung, sondern pflegen eine unterschiedliche Sichtweise. Ich gehe von Einzelnen aus und vermeide das Abtauchen in die große, unübersichtliche Komplexität. Komplexität ist ausschlißlich statistisch zu erfassen und dann haben Einzelne keine Chance, gehen unter in der Kakophonie der Masse.

Löse ich die Komplexität auf, das geht natürlich nur in kleinen überschaubaren lokalen Gruppen und globalen Netzwerken von Gruppen, dann wird das soziale Umfeld mit Vertrauen wieder lebbar.

Bild des Benutzers fahrwax

"Traditionellerweise erwarten die Revolutionäre, dass sich ihre Partei dadurch vereinheitlicht, dass sie einen gemeinsamen Feind benennt. Das ist ihr unheilbares dialektisches Laster. »Nun, die dialektische Logik ist eine Logik, die widersprüchliche Begriffe im Element des Homogenen spielen lässt«, sagte Foucault. »Ich schlage vielmehr vor, die Logik der Dialektik durch das zu ersetzen, was ich eine Logik der Strategie nenne. Eine Logik der Strategie macht nicht widersprüchliche Begriffe in einem homogenen Element geltend, das ihre Auflösung in eine Einheit verspricht. Die Logik der Strategie hat als Aufgabe festzustellen, welches die möglichen Verknüpfungen zwischen disparaten Begriffen sind, die disparat bleiben. Die Logik der Strategie ist die Logik der Verknüpfung des Heterogenen und nicht die Logik der Homogenisierung des Widersprüchlichen."

Das Unsichtbare Komitee - An unsere Freunde

(musste ich verdammt oft lesen um den Inhalt zu schnallen)

Bild des Benutzers pleifel

Foucault vollzieht einen Schwenk, der eben nicht mehr dialektisch ist, bzw. ihn (den dialektischen Erkenntnisprozess) in der Schwebe hält, also in der Aufhebung (Einheit) die immer noch vorhandenen Widersprüche erkennt. Was er als die "mögliche Verknüpfung der disparaten Begriffe" bezeichnet oder als "Strategie die Verknüpfung des Heterogenen" ist doch in der Praxis nichts anderes als der gefundene Kompromiss bei weiter bestehenden Gegensätzen. Je nach "Qualität" des Kompromisses beinhaltet dieser nun unterschiedliche Grade der Aufhebung jener. Das könnte man dann auch Pragmatismus nennen.

Ich bin nun kein Kenner der Dialektik, bzw. der Logik der Dialektik. Aber abgesehen davon, das es auch in der Philosophie die unterschiedlichsten Auffassungen von dem gibt, was Dialektik sein solle oder sein könne, habe ich mich nur an den vorliegenden Text gehalten.

Bild des Benutzers Heinz

Dialektik, insbesondere die Hegelsche via Marxsche Dialektik geht davon aus, daß jeder Begriff/These sein Gegenteil/Antithese enthält und daraus die Gemeinsamkeit/Synthese zu extrahieren ist. Das ist dual oder ja/nein. Die Welt ist aber etwas komplexer, als schwarz/weiß und hat nicht nur unendlich viele Grautöne dazwischen, sondern auch noch unendlich viel Farbschattierungen. Die mathematische Logik arbeitet inzwischen mit einer mehrwertigen Logik/Fuzzylogik.

Diese Vielfalt ist nicht schadlos mit Ideologie oder einem Parteiprogramm zu reduzieren auf eine simple Synthese von:

«Ein Reich, ein Volk, eine Partei, ein Führer, Eintopf.»

Nicht einmal ein komplexer Staat kann mit dieser simplen Dialektik bestehen bleiben. Darum werden die Staaten nicht mehr Top/Down/Organisationen sein können, sondern Netzwerke von Verwaltungen, die ganz bestimmte Aufgaben in ihren Gebieten zu erfüllen haben. Traditionell waren die Menschen Sklaven/Leibeigene und damit Eigentum der Feudalen. Die Staatsverwaltungen, eigentlich demokratischer Staaten, tun immer noch so, als hätte sich nichts geändert und verwalten nicht nur die Gebiete, sondern die Menschen. Das aber ist nicht ihre Aufgabe in einer Demokratie, in der sich die Bürgergesellschaft selbst verwalten kann.

 

 

Bild des Benutzers fahrwax

(@Heinz

......................

"Wir sind die Waisenkinder einer Zeit, in der die Welt sich fälschlicherweise in Handlanger und Feinde des kapitalistischen Blocks teilte. Mit dem Zusammenbruch der sowjetischen Illusion ist jedes einfache geopolitische Interpretationsraster verloren gegangen. Keine Ideologie erlaubt auch nuransatzweise, Freund von Feind zu unterscheiden – wie verzweifelt der Versuch von manchen auch ist, erneut ein beruhigendes Deutungsraster herzustellen, in dem Iran, China, Venezuela oder Baschar al-Assad die Helden im Kampf gegen den Imperialismus abgeben. Wer könnte schon von hier aus die genaue Natur des libyschen Aufstands benennen? Wer kann in der Besatzung des Taksim unterscheiden, was auf den alten Kemalismus und was auf das Streben nach einer ganz neuen Welt zurückgeht? Und Maidan? Wie steht es mit Maidan? Man muss es sich anschauen gehen. Man muss die Begegnung suchen. Und in der Komplexität der Bewegungen die gemeinsamen Freunde, die möglichen Bündnisse, die nötigen Konflikte erkennen. Einer Logik der Strategie und nicht einer der Dialektik folgen.

»Wir müssen von Anfang an zentralistischer sein als die Zentralisten«, schrieb Genosse Deleuze vor vierzig Jahren. »Ganz offensichtlich kann sich eine revolutionäre Maschine nicht auf lokale und punktuelle Kämpfe beschränken: hyper-wunschbezogen und hyper-zentralisiert – sie muss alles zugleich sein. Das Problem ist also das einer Unifizierung, die transversal vorgehen muss, durch die Vielfalt hindurch, aber nicht vertikal und ohne die dem Wunsch eigene Vielfalt zu zermalmen.« Nachdem Verbindungen zwischen uns bestehen, ist die Streuung, die versprengte Kartografie unserer Partei keine Schwäche, sondern im Gegenteil eine Art, den feindlichen Kräften jede entscheidende Zielscheibe vorzuenthalten. Wie sagte ein Kairoer Freund im Sommer 2010: »Ich glaube, was die Ereignisse in Ägypten bislang gerettet hat, ist die Tatsache, dass es in dieser Revolution keinen Führer gibt. Das bringt die Polizei, den Staat und die Regierung vielleicht am meisten aus der Fassung. Es gibt keinen Kopf, den sie abschneiden können, damit das aufhört. Wie ein Virus, das ständig mutiert, um am Leben zu bleiben, ist es diese unsere Art, eine völlig flache, organische, diffuse Volksorganisation ohne Hierarchie beizubehalten.« Was sich nicht als ein Staat, als eine Organisation strukturiert, muss im Übrigen notgedrungen zerstreut und fragmentiert sein und findet in seinem Wesen als Konstellation selbst die Triebkraft, um sich auszubreiten. Unsere Aufgabe ist es, die Begegnung, die Zirkulation, das Verständnis und die Verschwörung zwischen den lokalen Konsistenzen zu organisieren. Die revolutionäre Aufgabe ist teilweise eine Übersetzungsaufgabe geworden. Es gibt kein Esperanto des Aufstands. Nicht die Aufständischen müssen lernen, anarchistisch zu sprechen, sondern die Anarchisten müssen sprachenkundig werden."

Quelle wiederum Das Unsichtbare Komitee - An unsere Freunde

Bild des Benutzers Heinz

... und der Irrtum dauert an.

 

Der Irrtum bestand darin, daß mit den Revolutionen das Herrschaftssystem nicht geändert wurde. Die Feudalen wurden durch die Parteiapparatschiks ersetzt – und fertig war der größte Misthaufen der Geschichte, den es jemals gab.

Zu diesem Irrtum gehörte auch das Rätesystem, weil damit jegliche staatliche Selbstkontrolle abgeschafft wurde. Die Medien wurden gleichgeschaltet und brachten nur noch Правда, die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts, als die Wahrheit.

Wir brauchen was NEUES!

Bild des Benutzers fahrwax

Die wurde durch das Rätesystem abgeschafft?

Dachte bisher das Rätesystem wird regelmäßig durch Zentralgewaltige abgeschafft..........., jetzt bin ich aber raaaatlos.

Wo isn die Wahrheit nur hin ?

Bild des Benutzers Heinz

Die drei Gewalten des Staates können funktionieren, müssen das aber nicht. Das Rätesystem hatte diese drei Gewalten abgeschafft.

Siehe Wikipedia: «In einer Räterepublik sind die Wähler in Basiseinheiten organisiert, beispielsweise die Arbeiter eines Betriebes, die Bewohner eines Bezirkes oder die Soldaten einer Kaserne. Sie entsenden direkt die Räte als öffentliche Funktionsträger, die Gesetzgeber, Regierung und Gerichte in einem bilden. Im Unterschied zu früheren Demokratiemodellen nach Locke und Montesquieu gibt es somit keine Gewaltenteilung.»

Ob das Rätesystem mehr «Gerechtigkeit» beinhaltet, ist unwahrscheinlich, obwohl es mehr Basisdemokratie enthält.

Bild des Benutzers Delloc

„Wir brauchen was NEUES!“

Jeder Augenblick ist doch neu… smiley

Vor allem beim tiefen Durchatmen… yes

Ansonsten sind solche Voluntarismen zwar „nachvollziehbar“, aber in ihrer Abstraktheit auch extrem wirklichkeitsfremd.

Bild des Benutzers Heinz

Damit befinde ich mich mit Karl Marx ja in einer feinen Gesellschaft.

Bild des Benutzers Heinz

 

 

Bild des Benutzers fahrwax

Deine Liste der entscheidenden Suchtfaktoren ist im obigen Text  s c h m a l  besetzt?????

Eine gewalttätige Entmündigung existiert nicht?

Bild des Benutzers Delloc

"Deine Liste der entscheidenden Suchtfaktoren ist im obigen Text  s c h m a l  besetzt"

Ja klar! Eine Liste zu erstellen, war auch nicht meine Motivation.

Bild des Benutzers fahrwax

Die Exzesse der Gewaltseuche durch die vorgebliche "Gewaltenteilung" sind alltäglich und ringsum zu besichtigen.

Aber wo findet ihre Kontrolle statt?

Gewaltmonopole kooperieren grundsätzlich nicht - warum auch......

Die gegenseitige Kontrolle von Gewalt beginnt horizontal - oder sie findet nicht statt, was täglich bewiesen wird.

Ein einer Obrigkeit unterworfenes Rätesystem ist keines.

Dein Wikipedia-Link sagt dazu:

"Zwar wurden bereits in den ersten Revolutionen in England bzw. Frankreich und auch in folgenden immer wieder Räte gebildet, jedoch nicht mit der machtpolitischen Bedeutung eines grundsätzlich auf Räte gestützten Systems."

Wiedersetzliche Räte standen bisher regelmäßig als Erste an der Exekutions-Wand, nicht nur nach der Oktoberrevolution (die somit keine war, weil nur die Zare ausgewechselt wurden).

So ein "Zufall" der Machtpolitik......

"Doch jedes Mal, wenn eine dieser Dimensionen den Kontakt zu den anderen verloren hat, um sich zu verselbstständigen, ist die Bewegung degeneriert. Sie ist zur bewaffneten Avantgarde, zur Sekte von Theoretikern oder zum alternativen Unternehmen degeneriert."

(zur Quelle brauchste nicht raten?)

 

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Kein vernünftiger Mensch baut eine Heizung ohne Regler.

Auch wenn Delloc das als naiv bewertet, braucht jede Körperschaft ein Regulativ. Bei Unternehmen ist das der Markt, bei öffentlichen Körperschaften fehlt das, weil der Staat ein Machtmonopol hat und die Parteien dies ausbeuten. Wohl ist alle paar Jahre eine Wahl, die auch die Zusammensetzung der Parteien verändern kann. Insgesamt ist der Staat für die Parteien ein Selbstbedienungsladen ohne Kontrolle. Einigermaßen rational funktionieren nur noch die Verfassungsgerichte, weil sie von Fachleuten besetzt werden.

Das könnte ein Modell für eine horizontale Kontrolle werden.

Zusammen mit: An unsere Freunde vom unsichtbaren Kommitee

 

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Regulativ sein kann Mensch bei Spielregeln die er horizontal gestaltet - die Spielregeln für Körperschaften (Institutionen) regeln die selbst, wie einen Selbstbedienungsladen eben, wie denn sonst?

Die Kontrolle der Kontroleure der Kontroleure bleibt die Sache der Kontroleure - da hat Demokratie verschissen, Punkt.

Ein funktionierender "Markt" und ein funktionierendes "Verfassungsgericht" sind ein doller Scherz - nee bist du heute wieder lustig......

Den Markt hat es noch nie gegeben, jede Juristerei sorgt für die Erhaltung ihrer Bezahlung - oder war da noch watt?

Seit wann sind juristische "Fachleute" Selbstkontrolettis und der barbarisch wie blöde Demos bedarf ihrer Kontrolle - sind die unmenschlich gebildet?

Jetzt werden  wir aber bald mal wieder ernst - mir ist das zu fröhlich......

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Wenn du alles in einen Topf haust und umrührst, funktioniert natürlich nichts. Betrachtest du die Sektoren einzeln, dann funktioniert das leidlich untereinander – immerhin.

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>>hatten wir neulich ganz praktisch erarbeitet -  wenn der Pott zu voll ist, kannste trotz vorheriger Sektionierung wegen unterschiedlicher Garzeiten nicht mehr rühren - ist also dumm gelaufen, muss was raus wegen der Rührerei, sonst brennt was an!<<

Leidvoll funktionierende Sektoren kenne ich schon, aber leidlich untereinander funktionierende Sektoren (oder meinste eklige "Seilschaften" und ihre  "Bärenfelle"??) eben leider nicht. Wohlgemerkt solange wir bei "Körperschaften" & Institutionen disputieren......

Fruchtbare Kooperationen von Menschen kenne ich reichlich, daran ernährt sich doch die fressgeile institutionelle Kacke mit dem längst realisierten, leistungsfreien & miese Bedingungen schaffenden Spitzeneinkommen.

Funktionierende Sektoren, tssshhhh - Abspaltungen vom persönlich fassbaren machen krank und drogenabhängig.

Eine Welt & Ein Topf - sprich Kommunismus der diese Bezeichnung und sonst nichts reproduziert - sind mir näher.

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Das ist dir näher, von der Wirklichkeit aber unendlich weit wech, weil der Bedarf unendlich weit auseinander differiert. Bernd träumt von einem SUV, ich von einer schicken Yacht und du von 6 Zossen mit Schlitten davor. In Afrika träumen Menschen vom Überleben und in Griechenland von einer besseren Zukunft ohne Merkel, Schäuble GmBH & Co KG.

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Aber solange diese hochpersönliche Einschätzung durch den Verzehr vitaler Interessen von zB. Afrikanern & Griechen möglich erscheint, bleibt sie eine unangemessene - sachten bereits Kant und auch dieser dieser jüdische Agitator dessen heutiger Franchise-Nehmer, auch noch mit dem anrüchigen Namen Marx (igitt), der Weinsauferei huldigt.

Haste schon Personal für deine schicke Yacht - Zeit hätt ich genug - und Bernd träumt nicht, er hat schon (Hermann haste nicht angeführt)?

Die 6 Zossen konnte ich nicht länger für meine banalen Schlittenfahrten martern - kein wirkliches Elend also, nur beklemmende (dämliche?) Anflüge von Moral (oder Snobismus?) am mitteleuropäischen Trog.

Erzähl hier nicht zuviel von "Wirkichkeit" - der Tiger liest mit und dann weisste wieder nicht welche und kommst hinterrücks mit Geist & Geistern angeschlichen.

Offensichtlich war der Kampfgeist unterdosiert - watt'n, Scheiß.

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Zur Zeit träume ich vom ersten 3.000'er, den es zu erwandern gilt.

Ab nächsten Dienstag geht es erstmal zum Aufwärmen nach Tirol; always online für zwei Wochen nicht garantiert, bin jedoch in Gedanken nicht wirklich weit weg von termitischer Kultur.

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Wir begnügen uns mit schnödem Haben; Hermann will Abgeordneter sein und sich für andere aufopfern. Das ist doch eine ganz andere Klasse, die ich nicht in einen Topf werfen kann.

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wurde uns Altruismus via neoliberaler Unkultur weitgehend ausgetrieben, muß man wahrscheinlich lange Zeit jenseits der blühenden Landschaften gelebt haben; um sich das noch ein Stück weit zu bewahren.