10 Jan 2017

Bedingungsloses Bündnis / BGE

Submitted by ebertus

Am 7. und 8. Januar 2017 organisierte das Bündnis Grundeinkommen (Partei in Gründung) ein auf die kommenden Bundestagswahlen hin orientiertes, (uns) Unterstützer einstimmendes Seminar in Berlin.


Da hierzulande eine Art direkter Demokratie über plebiszetäre Elemente mit dann verbindlicher Wirkmächtigkeit nicht möglich, nicht vorgesehen ist, so kam es zu der Idee, eine monothematisch aufgestellte Partei zu gründen, welche es zum Thema Grundeinkommen auf den Wahlzettel (Zweitstimme) und dann über die Fünfprozenthürde gar in den Bundestag schafft. Für das Bundesland Bayern wurde genau diese Partei vor einigen Wochen gegründet, ging vor dort aus der Aufruf an alle interessierte Menschen in den anderen Bundesländern, es dieser Initiative gleichzutun.

Zwei Termiten, zwei Blogger dieser Website nahmen an der Veranstaltung teil, möge hier in einem ersten Beitrag weniger das Seminar noch die eingebetteten Workshops selbst, denn mein bisheriges Lernen zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" (BGE) im Vordergrund stehen. Formaler Ausgangspunkt der Überlegungen ist die Frage, was Menschsein bedeutet, bedeuten kann, wenn der technische Fortschritt einen Grad erreicht, der die basale Existenz (des Menschen) auf zumindest der untersten Ebene dieser bekannten Maslow-Pyramide weitgehend sicherstellt, dafür immer weniger Arbeitende gebraucht werden.

Was also tun diese Menschen, wir bald alle und jenseits einer (aktuell gar noch zunehmenden) sanktionsbehafteten Existenz? Was tun, wenn das Mantra eines ewig währenden Wachstums in sich selbst zur Disposition gestellt wird, wenn Produkte und Dienstleistungen durch den technischen Fortschritt von immer weniger Menschen erbracht werden (können). Die von einem staatlichen Sanktions- und Repressionsmanagement betriebene Verbilligung der Arbeitskraft kommt erkennbar an ihre Grenzen, werden Produkte und Dienstleistungen zwangsläufig über eine immer weiter reduzierte Kaufkraft dann immer weniger nachgefragt - eine Art Abwärtsspirale in Bewegung gesetzt.

Das erkennbare Resultat dieser spätkapitalistischen, nachindustriellen Ägide sind die bekannten, exorbitant angestiegenen Verschuldungen der Staaten (auch der Einzelpersonen), wird sog. virtuelles Geld in immer größeren Mengen gedruckt und treibt darüber bestenfalls eine sehr partikulare, ebenso virtuelle Finanzwirtschaft an. Eine Art Spielcasino, welches sich bereits weitgehend von den realen Bedürfnissen der meisten Menschen, vom real existierenden Gemeinwesen gelöst hat.      

Aus Vorgenanntem ziehen nun sogar die mittlerweile fast alles Besitzenden, die in deren Auftrag agierenden marktradikalen Politiker gewisse Schlüsse, ein Stück weit gar über den ansonsten und als alternativlos proklamierten Denk-Tellerrand hinaus.  Die praktische Umsetzung kommt bislang jedoch über einige wenige Initiativen, über die ihrer Wirkmächtigkeit eher bescheiden angelegten Pilotprojekte nicht hinaus. Das muss sich ändern und das wird sich (zwangsläufig) ändern.

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Von jeweiligen Variationen und Überschneidungen abgesehen gibt es nach meinen Eindruck zwei grundlegende Philosophien, was das (bedingungslose) Grundeinkommen betrifft.

a) Die neoliberale, marktkonforme, unbegrenzten Besitz und eine darüber ausgeübte Herrschaft nicht infrage stellende Version.

b) Die ergebnisoffene, auch eine Begrenzung sowie Umverteilung von Besitz und Herrschaft nicht ausschließende Version/Vision.


Die erste Option ist primär getragen von der Überlegung, jegliche Kosten des Grundeinkommens aus dem immer kleiner werdenden Teil der noch nicht in privates Eigentum überführten Verfügungsmasse zu begleichen, ist außerdem getragen von der Überlegung, auch weiterhin die in einer arbeitsteiligen Gesellschaft benötigten Ressourcen, hier die menschliche Arbeitskraft kostengünstig rekrutieren zu können. Das Resultat dürfte beinahe zwangsläufig eine Art Elendseinkommen sein, welches zwar formal als bedingungslos deklariert wird, bei dem jedoch wirklich menschenwürdige Verhältnisse, gar die gern erwähnte gesellschaftliche Teilhabe nur über einen entsprechenden Zusatzverdienst erreicht werden kann.

Und dieses Modell kann und wird lediglich temporär wirksam sein; bis der technische Fortschritt noch weitere Überflüssige generiert ...

Die zweite Option dagegen scheint mir nachhaltiger, fordert Kreativität jenseits der reinen Existenzsicherung geradezu heraus, stellt jedoch bereits im Denken -zumindest perspektivisch- einen Paradigmenwechsel dar. Dass die immer weiter zunehmende Ungleichheit in Sachen Besitz und die darüber, in sehr partikularem Interesse ausgeübte Herrschaft an systembedingte Grenzen kommen wird, das dürfte -wenngleich oft nicht so deutlich ausgesprochen- bereits weitgehender Konsens unter Politikern, Intellektuellen und eben Besitzenden sein, obwohl die über ökonomische Herrschaft generierten Abhängigkeiten (beispielsweise im Journalismus, seinen zunehmen prekären Jobs) kaum ergebnisoffene Diskussionen zulassen; zumindest nicht diejenigen von notwendiger gesellschaftlicher Tragweite und Relevanz. Allerdings gibt es heute und hierzulande das (noch) weitgehend frei verfügbare, (noch) nicht komplett über ein sog. Wahrheitsministerium reglementierte Internet.

Diese Website hier, so klein sie auch sein mag, nutzt genau diese Nische jenseits einer implizit verordneten, politisch korrekten Alternativlosigkeit im Denken, Schreiben und Handeln.

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Im letzten Absatz vielleicht noch etwas konkreter zu den (denkbaren) Modalitäten und der Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens. Eine konkrete Höhe zu fordern oder gar festzulegen muss immer in Abhängigkeit des gesamten gesellschaftlichen Seins betrachtet werden.

Das finnische Modell beispielsweise stellt die oben genannte, neoliberale Version beinahe in Reinkultur dar. Mal abgesehen von der Befristung (zwei Jahre) sowie der Auslosung [sic!] der TeilnehmerInnen sind die genannten 560 Euro einerseits mehr als das hierzulande gewährte Hartz IV, laufen andererseits alle weiteren unterstützenden Zuwendungen weiter. Der Grundbetrag, welcher sich an der finnischen Mindestsicherung orientiert, er ist nun lediglich (befristet) voraussetzungslos. Und es ist ein reiner Verwaltungsakt innerhalb der exekutiven Möglichkeiten einer Regierung, dürfte in der Begrenzung auf Langzeitarbeitslose gar weitgehend kostenneutral sein. Alle Instrumente bei Verwaltung und Überwachung der Empfänger staatlicher Leistungen sind bei diesem Modell weiter aktiv.

Das Schweizer Modell dagegen, welches in einer Volksabstimmung deutlich abgelehnt wurde, sollte den Wegfall aller anderen Unterstützungsleistungen einschließen, die dahingehende Verwaltung überflüssig machen und war daher mit 2500 Franken pro Erwachsenem auch entsprechend hoch angesetzt. Die Lebenshaltungskosten sind in der Schweiz bekanntermaßen wesentlich höher als hierzulande, wäre es dennoch in urbanen Gegenden für die Bezieher dieser Grundsicherung rein finanziell wahrscheinlich sehr eng geworden, wären Landflucht und/oder das Zusammenfinden in Wohngemeinschaften, Solidargemeinschaften damit beinahe vorprogrammiert.

Letztgenanntes ist lediglich ein Beispiel dafür, wie das bedingungslose Grundeinkommen jenseits neoliberaler Einhegung sehr schnell Auswirkungen auf das gesellschaftliche Sein, auf Strukturen und Abläufe insgesamt zeigen dürfte. Der mit einem ausreichend dimensionierten Grundeinkommen einhergehende Wegfall an Zwangsrekrutierung billiger Arbeitskräfte dürfte für eine deutlich steigende Vergütung bei sog. einfachen, schweren, dreckigen, gefährlichen etc. Tätigkeiten führen; man dies je nach Perspektive positiv, aber auch negativ beurteilen mag.

Für mich zumindest habe ich entschieden, zukünftig aktiver für ein bedingungsloses Grundeinkommen werben zu wollen.

Kommentare

Lieber Bernd,
Dank für die Info! Wie ich bereits andernorts betonte, werde ich auch für die Zweitstimme das BGE werben. Ich werde hier nicht eingehender auf die Problematik eingehen. Ich selbst sehe die Alternative b als sinnvoll an: Es darf keine Armut in D geben, deshalb fordere ich auch ein Mindestgrundeinkommen von 1.100 Euro. Darüber hinaus fordere ich den allmählichen Ausstieg aus dem kapitalistischen System, anfangs durch Wiederbelebung lokaler Produktion mit lokalen Ressourcen in arbeitsintensiven Prozessen und in Form von Solidar-Wirtschaft mit einem dafür eigens eingerichteten Fonds, der von jedermann/frau beansprucht werden kann für nützliche, nicht-entfremdende Arbeit (bei entsprechendem durchdachten Projektansatz). Ich meine, dass hier ein weites Feld für produktive, künstlerische und soziale Aktivitäten brachliegt, das eine Gegentendenz zur kapitalistischen Massenproduktion geradezu herausfordert. Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte, das muss ein für alle Mal in die Gedankenwelt der Menschen Einzug halten. In Zukunft wird auch das BGE in einer Solidar-Wirtschaft als materielle Grundsicherung der Menschen seine Bedeutung behalten.

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so ist die schlußendliche, netto bezogene Höhe des BGE von den weiteren Rahmenbedingungen abhängig.

Insofern fand ich es auch plausibel, war es weitgehender Konsens bei der Veranstaltung, dass man sich (als Partei) im Vorfeld, im Wahlkampf, in der Argumentation nicht auf auf einen im Grunde für sich kaum aussagefähigen, nominalen Betrag festlegen sollte. Und die Diskussion eben dieser Rahmenbedingungen und Modalitäten ist einerseits wichtig, kann in dieser frühen Phase, wo die Partei erst einmal pro Bundesland rund 2.000 Unterschriften braucht (um auf den Wahlzettel zu kommen), sehr schnell ausufern und das Ganze in diskursiv kaum noch beherrschbare Bahnen lenken.

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Bild des Benutzers ebertus

habe ich bewußt eine (meine) eher allgemein, grundsätzlich gehaltene Perspektive gewählt.

Im Idealfall kannst Du zu der Veranstaltung selbst, zur Partei und dem aktuellen Stand der Initiative einen separaten Beitrag leisten.

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Diese Woche wird auch in Halle der Landesverband der BGE-Partei gegründet und die Initiatoren hier haben nur ein Ziel: einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste! Die Zustimmung für die Merkel-Parteien sinkt immer noch, die Linkspartei zerlegt sich im Streit um des Kaisers Bart. Die AfD mag auch nicht jeder. Gleichzeitig gibt es Gelder aus diversen Reptilienkassen für alle möglichen Kopfgeburten, da erscheinen 5,1 % für eine BGE-Partei durchaus möglich.

Die Finanzierbarkeit eines BGE steht freilich auf einem anderen Blatt. Dass es im Grunde um einen flächendeckenden Kombilohn geht, ist auch kein Geheimnis, siehe Butterwegge. Ich wenigstens werde keine 50 % Mehrwertsteuer wählen!

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beobachte ich die initiatorin susanne wiest. damals hat sie sich ja bei allen im bt vertretenen parteien als mitglied beworben und ist dann als einzelkandidatin angetreten. jetzt hat sie ja 18 jahre später eine eigene partei ...

ich persönlich habe mich spontan für s.w. (höchstpersönlich und parteienunabhängig als lieblingspolitikerin) entschieden ... ganz egal, ob dies mit dem ende der linken, dem anschluß an die dkp oder mit vladimirs hilfe bei dem posten der kanzlerin endet^^

>>> bge klingt zwar gut, aber ich trau dem nicht - sehe es eher wie du (50%mwst) >>> rechte tasche rein >>> linke tasche raus

Bild des Benutzers Heinz

Soviel ich weiß, ist Susanne gar nicht in der Partei.

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... ist ja auch dein projekt:-))

es gibt eine "susanne wiest" - die müßte doch bei eurer veranstaltung als "impulsgeberin" aufgetreten sein ... jetzt will sie ein schloß kaufen und darin das bhutan des nordens (in deiner nähe??) gründen ... viele schöne ideen ... aber in der partei ist die wohl nicht ... hättest sie ja mal fragen können.

https://twitter.com/susannewiest?lang=de

http://freiraumbroock.blogspot.de/

 

 

http://webmoritz.de/2009/09/28/wahlergebnisse-bund-wahlkreis-greifswald/

https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Wiest

http://www.forum-grundeinkommen.de/filme/susanne-wiest/anhoerung-susanne-susanne-wiest-petitionsausschuss-bundestags

Bild des Benutzers Heinz

Offensichtlich will Susanne ein Kulturerbe sanieren, das dieser KommunistenPöbel verkommen ließ. Die haben diese Immobilien ja gern benutzt, solange das ging, aber nie etwas renoviert, sondern nur abgenutzt.

Ich habe einige Jahre in solchen Denkmalen gelebt und kenne die Geschichten und die Probleme, die bei solch einer Immobilie auftreten können. Erst mit der Rente wurde mir das zu stressig.

Bild des Benutzers marie

 

hatte in den kz´s nun mal nicht so viel geld wie die westlichen elite-förderer und pöbel-beseitiger zusammenkratzen können und wegen ihrer ideologische kulturlosigkeit wurden sie auch nicht materiell gepampert ... (so dass sie dann noch generationen später denken, sie hätten es aus eigener kraft geschafft) ... sondern haben ganz nach PÖBELART einfach etwas materielle entschädigung an die 30 millionen waisenkinder des erb-feindes gezahlt  ... und nicht ihre eigenen fassaden poliert


>>> endlich kommt jetzt die alternative bürgerbewegung auch an die noch verbliebenen restimmobilien heran >>> und schönes deutsches kulturERBE wieder in deutsche privathände


jetzt wird auch hier bei den termiten mal tacheles gesprochen ... sorry muß nur mal kurz kotzen

Bild des Benutzers Heinz

Die Polen sind pfleglicher mit ihrem Kulturerbe umgegangen und es waren ostdeutsche Studenten, die ihr Kulturerbe zuerst begonnen haben, zu pflegen – sobald sie das durften.

Du solltest mal mit diesen Leuten reden, statt immer nur deine Ideologenbrille zu putzen.

Bild des Benutzers marie

naja, die befehlsform klappt ja wie von alleine

... und "kommunistenpöbel" ist wirklich ein ganz doll ideologie-neutrales wort, welches genau die verwenden, die dann ANDERE als ideologen bezeichnen ...

 

ich dachte du erzählst mir was konkretes zum bge und nix über deine kommunistenhetze ... aber da gibt es ja wohl auch nicht konkrets ???

Bild des Benutzers Heinz

Selbstverständlich mußt du nicht mit irgendjemand reden, du könntest sonst einen anderen Standpunkt kennen lernen.

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....kennen nur einen Standpunkt.

(lernfaules Pack diese Highländer, "Bediente" nannte einmal ein befreundeter Schwyzer diese Spezie - nee bin ich wieder unmoderat)

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lernfaules kommunistisches pöbel-pack :-))))))

 

echt nett hier:-))))

Bild des Benutzers marie

klingt doch ein bißchen wie "un - moderiert" sagt der großstadtneurotiker zum bauerntölpel ... und ist ja der angebliche termitische gründungsmythos ... um aus dem "guten freitag (welch anschleimerei**) noch etwas "besseres" zu machen ... was ja auch mit pn-funktion und den untergrund-aktivitäten ein technisch-gelungenes meisterwerk ist ...

 

... jedoch gibt es einen gewaltigen unterschied bzw. ein völlig falsches verständnis zu bemerken : es hat NICHTS!!! mit technik zu tun, sondern ist "bildungssprachlich" den geisteswissenschaften zuzuordnen und bedeutet:

asketisch, mäßig, maßvoll

http://www.duden.de/rechtschreibung/moderat

 

... jedoch mit einem präfix versehen wird es ins gegenteil verkehrt - und selbst der duden sagt, dass es ABWERTEND zu verstehen ist... und so habe ich das auch verstanden: ständige massive versuche von abwertungen (gegen mich) ... mit denen dann auch noch lustig rumkokettiert wird, so dass ich mich besorgt frage, was wohl der auslöser zur lust an sadismus ist ... ? ....

... jedoch mit abstand betrachtet finde ich diese (ost-west-sozialisierungs-diskussion) total spannend!

ich hatte ja schon ein paar mal (erfolglos und im eklat endend) versucht, diese zu versachlichen ... jetzt scheint sie sich aber doch einen weg gebahnt zu haben und über jedes kleine stöckchen reflexartig aktivierbar zu sein ... oh, mann ... für meine "studien" gebe ich mich auch selbst gern als projektionsfläche her, wenn es denn nicht ohne geht ...

 

ps:

....kennen nur einen Standpunkt.

(lernfaules Pack diese Highländer, "Bediente" nannte einmal ein befreundeter Schwyzer diese Spezie - nee bin ich wieder unmoderat)

 

>>> irgendwie hat dein schwyzer schon recht:-))) ... also DANKE :-)))

 

Bild des Benutzers marie

hier die goldene standpunktkrone für dich und werner ... die bekommen die, die am liebsten über dinge reden so wie blinde von der farbe

 

BGE und für mehr deutschland!!! klasse !!!! aber WIEVIEL??? mehr deutschland wollt ihr denn konkret???

 

 

FMD

@ForMoreD

https://twitter.com/ForMoreD

Bild des Benutzers ebertus

war ich auf dem Hof von Tino Eisbrenner; ebenfalls und partiell ein altes Gemäuer.

Als Städter find ich das schon spannend (wie auch in der Eifel), dass man dort in bescheidenem Rahmen eine Art gesellschaftliches, gar gemeinschaftlich betriebenes, soziokulturelles Biotop, eine Art Landkommune etc. schaffen kann. Zur MeckPomm-Wahl -oder beim Brexit- wurde ja viel darüber geredet: machen angeblich nur sog. Neurechte - insbesondere die Alten ...

Dabei war es nach meiner Erinnerung ein origin BRD-Grünes Anliegen,

lange vor dem Aufkommen der systemfrommen, guten, urban orientierten iPhone-Generation.

Bild des Benutzers hadie

Soviel ich weiß, ist Susanne gar nicht in der Partei.

Heute twitterte eine Susanne Wiest, dass sie 2000 in Berlin angemeldete Unterstützer für die BGE-Partei sucht. Ob sie nun in der Partei ist oder nicht - wichtig ist, dass sie zu den happy few auf den vorderen Plätzen der Landesliste gehört und da lässt sie nichts anbrennen. Wie sieht es in dieser Hinsicht bei Heinz und Bernd aus?

... dieser Kommunistenpöbel ...

Diese Kapitalisten-"Elite" hat die fraglichen Immobilien überhaupt erst stillgelegt und zu Spekulationsobjekten gemacht, ein viel wirksameres "Ruinen schaffen ohne Waffen". Da mag ich nicht mitjubeln.

Bild des Benutzers Heinz

Du wirst lachen, der Begriff ist nicht einmal von mir, sondern von einem ostdeutschen Ruinensanierer.

Daß Susanne Stimmen aquiriert, finde ich selbstverständlich, das ist schließlich ihr Thema, auch wenn sie nicht in der Partei ist.

Bild des Benutzers hadie

... der Begriff ist nicht einmal von mir, sondern von einem ostdeutschen Ruinensanierer.

Diese räuberischen "Immobilienentwickler" sind es ja gerade, die alternativen Gründern das Leben so schwer machen. Sie selbst haben die Ruine einer korrupten Verwaltung für einen Euro abgeschwatzt und wollen sich nun gesundstoßen.

Eine örtliche SoLaWi-Initiative (Solidarische Landwirtschaft) sitzt deshalb seit Jahren auf dem Trockenen und hat schon drei Kleingärten angemietet, um überhaupt etwas zu tun. So bin auch ich zum Laubenpieper geworden, obwohl ich dafür eigentlich zu alt bin.

Bild des Benutzers Heinz

Ich weiß nicht, welche Erfahrungen du mit sanierungsbedürftigen Immobilien gemacht hast, ich hatte in verschiedenen gelebt, von alternativer Landwirtschaft bis Kulturaustausch und an der Sanierung mitgewirkt, die immer wieder durch Geldmangel unterbrochen war. Schließlich kostet das Material etwas, auch wenn die Arbeitszeiten ehrenamtlich waren. Damit habe ich erst aufgehört, als ich in Rente ging.

Bild des Benutzers ebertus

"Wie sieht es in dieser Hinsicht bei Heinz und Bernd aus?"

Für mich kann ich sagen, dass mir dieses Thema nach dem Wochenende wichtig scheint, sowohl intellektuell als auch realpraktisch noch weiter durchdrungen werden muss und ein Support in Sachen der notwendigen Unterschriften zumindest in meinem Umfeld stattfinden wird.

Jedwede ad personam Auseinandersetzungen scheinen mir dabei entbehrlich, weil ich mich nur im absoluten Ausnahmefall zu einer expliziten Parteinahme überreden lassen wollte.

Die Kaufsumme muss da schon deutlich sein ...

Bild des Benutzers Heinz

In MeckPomm werden wir erst einmal froh sein, eine Landesliste termingerecht zuwege zu bringen, hier gibt es viel Land und wenig Menschen; die meisten sind parteipolitisch festgelegt und eine Zeitverzögerung von 40 Jahren ist Kultur. Da sollte ich schon über Hundert werden und im Alter mute ich mir das nicht mehr zu.

Ich werde darum für die Idee werben und mehr nicht.

Bild des Benutzers Heinz

So schreibt jede(r) seinen eigenen Kenntnisstand auf und der ist so unterschiedlich, wie nur was.

Bild des Benutzers fahrwax

An meiner Postion messe ich mich noch nicht einmal selbst - sonst wird mir speiübel.

Scheiß Schicksal.......

(Postion war jetzt diese Fehlleistung vom ollen Freud, nicht von mir!)

wie ich bereits sagte: "nach langjähriger wahl- u. parteiendistanz werde ich der partei meine stimme geben, die am ehesten für die notwendigkeiten und bedingungen sorgt, damit die menschen unter würdigen verhältnissen leben können."http://www.termiten.net/node/616

dazu kann das bgE einen beitrag leisten. in den worten von gorz:" Ein in ordinärem Geld ausbezahltes ausreichendes Grundeinkommen ist im Rahmen der existierenden kapitalistischen Warengesellschaft nicht realisierbar. Davon muss immer ausgegangen werden. Gänzlich aufgeben muss man die Forderung eines Grundeinkommens dennoch nicht. In schweren sozialen Krisensituationen kann sie zeitweilige Teilerfolge erzielen und vorübergehend die allgemeine Misere lindern." Gegen Arbeitsterror – Für Grundeinkommen und gutes Leben (http://www.streifzuege.org/2010/gegen-arbeitsterror-fuer-grundeinkommen-...)

eine frage: bis wann (stichtag) braucht ihr die 2000 unterschriften? in diesem infoteil steht nichts dazu!
http://www.archiv-grundeinkommen.de/2017-Bundestagswahl/Buendnis-Grundei...

wünsche euch viel erfolg!

Bild des Benutzers ebertus

ist das BGE im Rahmen der existierenden kapitalistischen Warengesellschaft nicht realisierbar.

Zumindest keines, welches eine menschenwürdige gesellschaftlische Teilhabe ermöglicht. Dennoch wären gewisse Teilerfolge wünschenswert, sind die genannten schweren sozialen Krisensituationen durchaus zu erkennen, erfassen immer weitere Teile der Gesellschaft.

Zum Stichtag für die Unterschriften kann ich aus dem Stegreif nicht gleich etwas Konkretes sagen, werde im Laufe des Tages jedoch mal schauen, ggf. hier das Ergebnis vermelden.

sensationaell finde ich die vielfältigkeit an bt-wahlkampfteams in diesem blog. damit habt ihr auf jeden fall schon mal ein alleinstellungsmerkmal kreiert. ich finde es klasse, dass hier einige leute auf ihre art und weise in die wahlkampfzone ziehen. ich werde diesmal dabei sein, wenn auch "nur" als wähler. insoferm finde ich es gut, wenn hier die verschiedenen "teams" berichten- und zwar aus der realen welt der bürger*innen.

vielleicht interessiert sich das team bge für die resultate einer arbeitsgruppe von mir im kurs wirtschaftsethik, die sich mit dem thema bge beschäftigen wollen. ende frebuar könnte ich euch die ergebnisse in kurzform präsentieren, um einen kleinen (natürlich nicht repräsentativen) einblick zu bekommen, wie dieses thema von schüler*innen gesehen u. beurteilt wird.

bei hermann freue ich mich über seinen hautnahen "erfahrungsbericht" ( politik "von unten"), wenn er mit den leuten in alemania in kontakt kommt.

für marie habe ich eine veröffentlichte position im nd zu s.w. gefunden, die ich aufgrund des vermittelnden charakters für richtig und weiterführend halte:

"In einem zentralen Punkt hat Sahra Wagenknecht aber Recht: Das politische Exil, in dem sich die meisten Linken eingerichtet haben, muss verlassen werden. Wir müssen uns wieder auf die Menschen besinnen, die nicht oder nicht mehr von der Linken erreicht werden. Dass dies nicht nur mit moralisierenden Floskeln zu leisten sein wird, sondern mit einer Diskussion über die realen Probleme einhergehen muss, liegt auf der Hand."
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1037755.raus-aus-dem-politische...

Bild des Benutzers fahrwax

Ey, hier tobt das Leben!

Reale Probleme sind hier unmittelbar - wo sonst.

Soziologische Studien live.....

Bild des Benutzers Heinz

fühle mich im moment außerstande irgendetwas "vernünftiges" beizusteuern, da ich als außenstehender den termitenfamiliendisput nicht wirklich verstehe. nicht schlimm, weil ich den bei mir auch nicht immer nachvollziehen kann. so oder so bekommt ihr von mir eine rückmeldung wegen bge in anderen zusammenhängen.

ansonsten dieser beitrag von heute, der mir im zusammhang kommunikation recht interessant erscheint:

Es reicht nicht, Recht zu haben https://oxiblog.de/kommunikation-es-reicht-nicht/

ich weiß auch, dass der nachdenkseitenmacher j.b. nichts vom bge hält (siehe auch heute in den nachdenkseiten der beitragshinweis auf die sz: Das Grundeinkommen verstößt gegen die Menschenwürde: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aussenansicht-horrorvision-1.3327052). der artikel ist eine einzige zumutung (allein die apodiktische überschrift) an neoliberalen (meritokratischen) imperativen an den menschen, gegen die sich das emanzipatorische bge wendet. aus meiner sicht geht es eben nicht um den alleinigen "verdienst" von sozialen rechten durch das fremdbestimmte lohnsystem, sondern menschenrechte ( z.b. existenzsicherndes grundeinkommen) sollen von der erwerbsarbeit abgekoppelt werden. anders als bei den kapital- bzw. neoliberalorientierten befürwortern des bge geht es den systemkritischen befürwortern auch um die umgestaltung des kapitalistischen lohn- und produktionssystems. letztere vertreten ein anderes menschenbild (anti homo oeconomicus) und ein völlig konträres verständnis vom tätig sein (sinnvolle arbeit) und produzieren in einer neuen solidar-ökonomischen gesellschaft. zumindest verstehe ich das so!

kurz: meine parteinahme für das bge (idee/wirkung/ziel) speist sich insbesondere aus den utopischen vorstellungen und begründungen von andré gorz, die er in seinem lesenswerten buch "arbeit zwischen misere und utopie" veröffentlicht hat. im kapitel IV. (jenseits des lohnsystem; anders arbeiten etc.) finden sich gute fundstellen und argumente für das bge. diese stehen im widerspruch zu den interessen der im sz-artikel genannten wirtschaftsbossen von siemens und telekom.

habe in dem obigen kommentar auf den beitrag in den nachdenkseiten (Das Grundeinkommen verstößt gegen die Menschenwürde“ ) hingewiesen. nun haben die macher der nachdenkseiten darüber nachgedacht und ihren geschätzten leser*innen folgende mitteilung gemacht:

"Den Beitrag „Das Grundeinkommen verstößt gegen die Menschenwürde“ Quelle: Heinrich Alt auf Süddeutsche hätten wir nicht ohne Kommentierung oder besser gar nicht einstellen sollen. Wir halten zwar wenig von der Idee, aber haben uns eigentlich entschlossen, diese Debatte nicht weiter anzuheizen und auch jene zu respektieren, die im bedingungslosen Grundeinkommen einen Fortschritt sehen. Heinrich Alt wird dieser unserer Vorstellung nicht gerecht." http://www.nachdenkseiten.de/?p=36600#more-36600

und gut so!!!

ansonsten ein paar hinweise entlang der termiten-blogbeiträge: zum angriffskriege führen nach neuer völkerrechtsgundlage ( §13) habe ich diesen beitrag in den nachdenkseiten gefunden, der die folgen der rechtsänderung auf den punkt bringt:

"Auf den ersten Blick denkt man: endlich mal ein Fortschritt. Auf den zweiten Blick erkennt man allerdings, dass es eigentlich um eine umfassende Straffreistellung von Regierenden und Soldaten geht, die einen Angriffskrieg auslösen oder sich daran beteiligen. Die schon engen IStGH-Vorgaben werden noch enger ausgelegt, was mit den Vorgaben des Grundgesetzes und seines Friedensgebotes nicht vereinbar ist. Übrig bleibt rein symbolisches Strafrecht, dessen Anwendung nie vollzogen werden wird." (http://www.grundrechtekomitee.de/node/831)

zur bundestagswahl 2017 bzw. s.w. ein lesehinweis:

"Plötzlich „Rechtspopulistin“
Von Sebastian Müller
Die Leitplanken der herrschenden Gesinnungsrichtlinien werden immer enger gelegt. „Linke“ machen bei diesem Treiben bedenkenlos mit. Wer es wie Sahra Wagenknecht wagt, auszuscheren, bekommt von der politisch korrekten Wohlfühlgemeinschaft Hausverbot." https://makroskop.eu/2017/01/ploetzlich-rechtspopulistin/

ab übermorgen kostenfrei zu lesen....

auch nicht schlecht der kerl hier (http://www.achgut.com/artikel/die_grosse_voelkerwanderung), der politische korrektheit aus seiner sicht erklärt und einfordert. dem kann ich auch nur ad personam begegnen. irgendwie so im sinne von wahrheitsucher (in einem anderen zusammenhang): wer menschengruppen vorurteilsbeladen und unter generalverdacht an den öffentlichen pranger stellt, den "würde ich ihn anschreien und ins Gesicht spucken." http://www.termiten.net/comment/5861#comment-5861

na ja, ins gesicht spucken nicht gerade, aber was "anderes" würde mir schon einfallen. wer diesen bullshit schreibt, den kann man mit vernüftigen argumenten und fakten nicht aus seiner echokammer rausholen:

"Die Stadt (göttingen, jose) war früher sehr studentisch, 20 Prozent waren Ausländer, eine verträumte, idyllische Stadt", sagt Tibi.

Heute sieht sie aus wie ein Flüchtlingslager. Da laufen die Gangs, ob afghanisch oder eritreisch, durch die Straßen, und man bekommt es mit der Angst. Das Göttinger Gemeinwesen ist erschüttert." https://www.heise.de/tp/features/Der-Aristokrat-von-Goettingen-3263128.html

ich kenne göttigen. ist nur ein paar km von meinem wohnort entfernt.

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mir ist das, und immer wieder, alles zu personenbezogen; auch das zu bzw. über Bassam Tibi.

Den ich btw. bislang nicht kannte. Der große Rahmen wird von den Akteuren, den Guten wie den weniger Guten regelmäßig ausgeblendet; wahrscheinlich, weil er gesetzt ist, man sich schon irgendwie damit abgefunden hat; besser: haben will.

Und so wird eben eine Sau (Ente?) nach der anderen durch das mediale Dorf getrieben, werden die Reihen bzw. die Echokammern geschlossen. Sich (auch verbal) zurückhalten das scheint mir da die lebenswertere Option.

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was du schreibst, klingt so allgemein, ist jedoch aber nur deine ganz persönliche haltung

Sich (auch verbal) zurückhalten das scheint mir da die lebenswertere Option.

 

es geht jedoch meiner meinung nach um das WIE ... (ob es hetzte, diffamierung, lobhudelei, ausgewogenheit o.w.a.i. ..ist ...) und nicht um das WAS...

 

was ein z.b. sarrazin schreibt, ist schwer von seiner person zu trennen ...

 

>>> auch ein bassan tibi (oder ein sascha lobo) ... also kurz: WIE willst du OHNE personenbezug über manche inhalte - die ja oft einen engen zusammenhang zur person haben KÖNNEN schreiben???

ps.einem it-techniker kann dies nicht passieren - ein künstler ist kaum noch ohne personenbezug beschreibbar (ein tänzer, ein musiker)

Bild des Benutzers ebertus

Zurückhaltung mich auch nicht davor bewahrt, beim Freitag geext zu werden.

Und klar, werden nicht genehme Inhalte via der an Personen exekutierten Sanktionen auf die diskursive Wand geworfen; als Mahnung an die anderen in der Höhle. Wohl dem also, der sich selbst zurücknehmen kann - und ohne verbrannte Erde zu hinterlassen ...

Bild des Benutzers marie

... oder ERfindet ...

 

kein problem ... mit weiteren "lebensweisheiten" möchte ich mich zurückhalten;)

Bild des Benutzers Heinz

Bündnis Grundeinkommen - BGE * Die Ein-Themen-Partei