30 Nov 2016

Der frühe Vogel ... Schmalbart?

Submitted by ebertus

Die US-Website Breitbart, das wollen Brancheninsider wissen, wird in 2017 eine deutschsprachige Ausgabe realisieren. Den entsprechenden Watchblog namens Schmalbart gibt es möglicherweise schon vorher; wollte der frühe Vogel den Wurm fangen?

Bild: Screenshot der Londoner Ausgabe von Breitbart, Stand: 30.11.2016

 

Und gleich mit (Fake?) News aus Deutschland aufgemacht ...

 

 


Das schreit geradezu nach einem sog. Watchblog, der diese schlimmen Fakes richtig stellt, politisch korrekt einordnet. Und diesen Watchblog gibt es demnächst, möglicherweise noch vor der deutschen Ausgabe von Breitbart, wollen die Beobachter nach eigener Aussage ab Februar 2017 am Beispiel des Kopp-Verlages schon mal etwas üben.

Schmalbart wird von dem umtriebigen, in der Medienbranche nicht ganz unbekannten Christoph Kappes aus der Taufe gehoben. Nun stehen Watchblogs nach eigenem Verständnis gern über der Sache, sind edel im Gemüt und ihre Intention ist es nicht weniger. Nur bleibt es bei dem schmuddeligen Objekt der Begierde natürlich nicht aus, sich auch die gepflegten Hände etwas schmutzig zu machen;

für höhere, edlere, gute Werte eben.

Kappes selbst, so meine gelegentlichen Beobachtungen, ist eigentlich keiner der direkt mit der Nase im Trog wühlt. Bei Carta als Autor und mit Sascha Lobo zusammen als Erfinder der sobooks hat sich Christoph Kappes doch eher zurück gehalten mit gesellschaftspolitischen Aktivismus. Nun scheint das anders zu werden, wollte auch Kappes -nebst der noch zu suchenden, zu findenden MitstreiterInnen- Teil der für 2017 erwarteten großmedialen Auseinandersetzung zwischen The Good and The Bad werden; The Ugly ihren Platz mit Sicherheit und sehr zügig zugewiesen bekommen.

Die Projektskizze von Kappes liest sich nett, professionell eben; und natürlich taktisch-aktivistisch.

Ein Stück weit sogar pure Erkenntnis, die man dann jedoch einschränken wollte, man sich beschränken muss:

"Selbstverständlich liegen hinter „Breitbart“ politische, wirtschaftliche und soziale Probleme, aus meiner Sicht sogar systemische. Trotzdem muss das Angebot sich in dieser Hinsicht selbst beschränken. Hier kann man mal einen längeres Analysestück schreiben, das sollte aber eigentlich versuchsweise den Massenmedien überlassen bleiben. (Was, wenn nicht das?). Dazu gehört eine gewisse Zurücknahme in der Beschreibung der eigenen politischen Position, auch wenn das nicht ganz einfach ist."

Verstanden? Propaganda und insbesondere was das Systemische, das Einhegende angeht, das sollte den systemfrommen Massenmedien überlassen bleiben. Und klar, was die eigene Position betrifft sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen; immer schön diffus und interpretierbar bleiben. Alles andere würde ja bedeuten, die genannten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme thematisieren zu müssen.

Da seien Soros&Co. vor!

Was dann, abschließend hier, zur Frage nach der Finanzierung dieses Watchblogs, dessen damit einhergehender Aktivitäten führt. Und nein, für Soros&Co. vorerst noch kein Thema, eher eines der hiesigen Medienbranche in Erwartung des "Gott sei bei uns" namens Breitbart. Kappes schreibt dahingehend:

"Semi-Professionell: Ein solches Angebot ist ohne bezahlte (Teilzeit-)Redaktion unmöglich ohne Burnout zu schaffen. [...] Schmalbart ist und bleibt unkommerziell und nicht gewinnorientiert."

Das liest sich (für mich) wie eine klammheimliche Aufforderung an die hiesigen Großmedien. Hier der nicht gewinnorientierte, der lediglich beobachtende Frontrunner; und um den Rest, das Verhindern des (auch finanziellen) Burnouts bei diesem Lauf der Guten mögen sich die Verlage kümmern, dürfen dafür die mit Sicherheit hochinvestigativen Erkenntnisse von Schmalbart zum Thema Breitbart aufgreifen und verwerten.

Kommentare

Bild des Benutzers marie

Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht. Ich selbst bin zu privaten Forschungszwecken seit einigen Monaten in einer größeren geschlossenen Rechtsaußen-Gruppe auf Facebook und sehe dort viele kleine Websites dieser Art, aber je reichweitenstärker und professioneller die Angebote sind, desto eher scheinen sie den Sound zurückzunehmen, um über den Anschein der Seriosität die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht. Ich selbst bin zu privaten Forschungszwecken seit einigen Monaten in einer größeren geschlossenen Rechtsaußen-Gruppe auf Facebook und sehe dort viele kleine Websites dieser Art, aber je reichweitenstärker und professioneller die Angebote sind, desto eher scheinen sie den Sound zurückzunehmen, um über den Anschein der Seriosität die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht. Ich selbst bin zu privaten Forschungszwecken seit einigen Monaten in einer größeren geschlossenen Rechtsaußen-Gruppe auf Facebook und sehe dort viele kleine Websites dieser Art, aber je reichweitenstärker und professioneller die Angebote sind, desto eher scheinen sie den Sound zurückzunehmen, um über den Anschein der Seriosität die Glaubwürdigkeit zu erhöhen
Bild des Benutzers ebertus

in 2017; und ob die Händchen von Christoph Kappes dabei sauber bleiben, das darf beobachtet werden.

Ich sehe das eher noch grundsätzlicher im Sinne von GWB, dessen "you're either with us, or against us". Und Kappes hat sich da wohl bereits entschieden in diesem aufziehenden Großkonflikt, bei dem die Medien danach nicht mehr so sein werden, wie wir sie kannten.

Bild des Benutzers marie

Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht. Ich selbst bin zu privaten Forschungszwecken seit einigen Monaten in einer größeren geschlossenen Rechtsaußen-Gruppe auf Facebook und sehe dort viele kleine Websites dieser Art, aber je reichweitenstärker und professioneller die Angebote sind, desto eher scheinen sie den Sound zurückzunehmen, um über den Anschein der Seriosität die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Breitbart ist anders – Breitbart knallt das Unsagbare sozusagen raus. Und das auch noc

Diese Kombination von Turbo-Boulevard mit politischer Agenda und bekannter Marke gibt es in Deutschland bisher nicht. Ich selbst bin zu privaten Forschungszwecken seit einigen Monaten in einer größeren geschlossenen Rechtsaußen-Gruppe auf Facebook und sehe dort viele kleine Websites dieser Art, aber je reichweitenstärker und professioneller die Angebote sind, desto eher scheinen sie den Sound zurückzunehmen, um über den Anschein der Seriosität die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Breitbart ist anders – Breitbart knallt das Unsagbare sozusagen raus. Und das auch noch

 

Bild des Benutzers Heinz

»Wer schreibt für wen?«, das ist hier die Frage.

Die Antwort gibt Wikipedia:

Breitbart News Network

Ich vermute mal, das wird bei der Breitbart Germanica nicht anders sein.

Bild des Benutzers ebertus

als bei unseren Qualitätsmedien wird es bei Breitbart auch nicht geben; bestenfalls andere.

Es scheint schon ein gemeinsames "Watchblog"-Projekt der größten (internationalen) Atlantiker-Propagandamedien zu geben. Der Einstieg besteht aus einer Liste von 200 alternativen (="unseriösen") Medien, die durch Widerborstigkeit aufgefallen sind. Sie ist ganz sicher noch erweiterbar, vergleichbar mit den "Befragungs"ergebnissen von Hexen- und Ketzerprozessen: Je höher der (verzweiflungsbedingte) Konformitätsdruck (oder die Gefahr des Verlusts der Deutungshoheit) ist, desto größer die Zahl der Verurteilungen.

https://consortiumnews.com/2016/11/27/washington-posts-fake-news-guilt/
oder auch
https://www.almasdarnews.com/article/washington-post-gets-exposed-major-...

- Nützen wird ihnen das alles aber auch nicht mehr: Die Deutungshoheit ist schon zu weit entglitten.

VLG, Raphaela

Bild des Benutzers marie

und dies ist ein starker subversiver angriff auf sie, der sie so hysterisch macht - jedoch auch lächerlich und immer besser durchschaubar.

meine oma sagte "hochmut kommt vor dem fall" >>> es kämpfen grad die hochmütigen gegen einander - was sollte man sich besseres wünschen, als den gemeinsamen fall?

wichtig erscheint mir die flankierung und der ständige hinweis auf die lächerlich - nicht vorhandenen - einheitlichen regeln und diese vorzuführen, als den größten FAKE in der somit völlig unmöglichen Beurteilung, welches jede faire fußballspiel  den zuschauern überläßt. wir sind die zuschauer - und ich warte immer noch auf die pfiffe und buh-rufe VOR ALLEM in den ör talkshows - in denen das publikum zu gekauften statisten verkommen ist - wie bei dem lindenberg-konzert in der ddr ...


Aber wenn man Zensur im Internet und in sozialen Netzwerken andenkt, muss man dafür auch allgemein verbindliche Regeln formulieren. Und dann einen tendenziösen Lügentext von Breitbart genauso entfernen wie tendenziöse Lügentext aller anderen Medien auch.

Das ist das Tor zur Zensurhölle, an der da gerüttelt wird. Angesichts des neuen Präsidenten der USA, drohender Verwerfungen in Europa und den Erdogans und Orbans dieser Welt halte ich es für brandgefährlich, Facebook und Co. noch mehr Löschungen anzuraten – mit einem Modewort wie Fake News, das man ganz leicht gegen jeden richten kann.

http://blogs.faz.net/deus/2016/11/30/breitbart-und-zeit-online-im-fake-news-vergleich-3942/

Bild des Benutzers ebertus

Es dürfte bei einer US-Seite unter faktischer Schirmherrschaft von Trump problematisch werden.

Dies bietet bzw. fordert eine andere Qualität an subtiler Zensur als alles das, was hierzulande in populistisch aufgesetzter Manier aktuell zur Abwehr angeblicher Fake-News aus Richtung Russland  diskutiert wird. Mit einem regierungsamtlich für verbindlich erklärten Index, dem konkreten Blacklisten einzelner Websites wird man sich ebenso schwer tun wie beim Freitag;

wo ja bereits gute Vorarbeit geleistet wird ...

Bild des Benutzers marie

zumindest die des freitags beweist ihr lächerliches funktionieren und fast jeder kennt die voraussagewahrscheinlichkeit ihres zuschlages ...bis auf einige grenzexperimente, wo dann eine tendenz* der frontkämpfe manchmal zu beobachten ist (*es wird immer schlimmer, immer dünner und dümmer)


ich habe gerade bei norbert häring eine "geniale" kommunikationsvariante für den zeitgeist entdeckt: die behauptung eines forscherteams


Deshalb hat ein mir bekanntes aber aus Sicherheitsgründen unerkannt bleiben wollendes Forscherteam in Anlehnung an das Vorgehen der Kollegen in den USA eine Liste für Deutschland erstellt und darüber hinaus nach Relevanz sortiert.


mit dem ernsthaft-lockeren verweis auf XY

 

Eine zentrale Rolle als Informationsquelle nimmt dabei André Hüssy aus der Schweiz ein. Dieser stützt sich beim offenbar hauptberuflichen Beobachten und Aufdecken putinfreundlicher Querfront-Umtriebe im deutschsprachigen Raum auf ein Netzwerk aus anonymen und namentlich bekannten Bloggern und Twitterern, sowie Politikern und Medienleuten, die sich mindestens nebenher der gleichen Aufgabe widmen.

In Verbindung damit schreibt er den Querfrontseiten-Blog, in dem er Dossier-artig vermeintlich Negatives über Zielpersonen aufschreibt. Dabei geht es vor allem darum, wen diese Personen kennen, von wem sie empfohlen oder zitiert werden. Manchmal liefert er auch Zitate, meist aus dem sachlichen und zeitlichen Zusammenhang gerissen und deshalb selten mit Links auf die Quelle. Auf diese Blogposts verlinken er und seine Mitstreiter dann immer wieder, insbesondere dann, wenn die Zielperson gerade etwas unbotmäßiges gesagt oder geschrieben hat. Die Ähnlichkeit in Vorgehen und Antrieb mit PropOrNot ist also groß. Es gibt wohl keine Quelle , die fleißiger und umfassender als A. Hüssy sammelt und verbreitet, was es aus der Welt der Querfront-Beobachter zu berichten gibt. Er setzt etwa 1000 Tweets pro Monat ab.


Aus der Anzahl der negativen Erwähnungen hat sie die Liste der Top-15-Putin-Querflöten erstellt.

 

Top 15 der deutschsprachigen Kreml-Propagandisten

(Anzahl der Nennungen in analysierten Tweets und Retweets in Klammern)

  1. KenFM/Ken Jebsen (68)
  2. Nachdenkseiten/Albrecht Müller (62)
  3. Sahra Wagenknecht, LINKE ( 27)
  4. Compact/Jürgen Elsässer (24)
  5. Diether Dehm, LINKE (11)
  6. Martin Lejeune (10)
  7. Daniele Ganser (8)
  8. Konstantin Wecker (8)
  9. RT/RT Deutsch (8)
  10. Norbert Häring (8)
  11. Thilo Jung/Jung & Naiv (6)
  12. Andrej Hunko, LINKE (6)
  13. Prinz Chaos (6)
  14. Oskar Lafontaine, LINKE (5)
  15. Lutz Bachmann, Pegida (5)

Was zumindest den linken Teil der Querfront verbindet, ist die Beschäftigung auch mit Tabu-Themen, etwa mit der völkerrechtlichen und moralischen Rechtfertigung von Nato-Kriegseinsätzen, Kritik an vermeintlich neoliberaler Wirtschaftspolitik gegen die Arbeitnehmerinteressen und für Finanzinteressen, oder an angeblich einseitiger und lückenhafter Medienberichterstattung.

Ersteres ist Parteinahme für Putin. Kritik an Neoliberalismus lässt sich über zum Teil recht komplexe Gedankengänge, die auszubreiten hier zu weit führen würde, als Antisemitismus deuten. Wenn man die Medien kritisiert, macht man sich mit der AfD gemein.

Wem die Top-15-Liste nicht reicht, oder wer sich berechtigte Sorgen macht, dass sie veralten könnte, für den hat die Forschergruppe als Quellenanregung für die weiterführende Information ein Ranking der Politiker, Publizisten und Medien erstellt, auf die sich Hüssy bei seiner Querfrontbeobachtung und Enttarnung besonders zu stützen scheint.


Auch ausdrückliche positive Nennung der Namen von Medien, Institutionen oder Personen, etwa um diese gegen querfrontlerische Kritik zu verteidigen, sind mitgezählt.

Die Top 15 der deutschsprachigen Putin-Querfront-Beobachter

(Anzahl der Nennungen in ausgewerteten Tweets)

  1. Jutta Ditfurth, ÖkoLinX (33)
  2. Taz (23)
  3. Ruhrbarone (18)
  4. Friedensdemo-Watch (17)
  5. Frankfurter Rundschau (16)
  6. Amadeu Antonio Stiftung/Anetta Kahane (15)
  7. RT-Deutsch-Watch (13)
  8. Propagandaschau_not (8)
  9. Tagesspiegel (8)
  10. Jungle World (7)
  11. We’re Watching You (7)
  12. Klaus Lederer, LINKE (5)
  13. Aluhut für Ken (5)
  14. Volker Beck, Die Grünen (4)
  15. Axel Meyer, SPD (4)

http://norberthaering.de/de/27-german/news/722-putins-querfloeten#weiterlesen

Bild des Benutzers Heinz

Vergiß die Strippenzieher nicht, dort findest du Politiker.Innen als nützliche Idioten und Ausführungsorgane:


Bertelsmann Stiftung

...


Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM
Konvent für Deutschland
Stiftung Marktwirtschaft
Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung

Bild des Benutzers marie

gibt es in gedanken bei jedem bestimmt ...

doch es ist ja nicht MEINE liste - ich erstelle gar keine listen ;)

Bei Frau Dittfurth trifft es mich schon, wenn ich sehe, wie sie unterwegs ist. Ich fand die dereinst richtig gut. Ich wüsste eigentlich gern, und mehr will ich von ihr auch nicht mehr wissen, ob sie auch nur eine Spur von einem Begriff hat, dass sie zu denen gehört, die einen Krieg gegen die Russen vorbereiten. Ist aber eigentlich auch egal. Wenn nicht sie, dann eben andere.
Vielleicht gewinnen sie letztendlich sogar den Informationskrieg gegen Russland und gegen die von uns, die dieses Drecksspiel nicht mitmachen.

Es ist witzig. Wenn sie Erfolg haben und im inneren die Antikriegsaktivisten zum schweigen bringen oder einfach überbrüllen, dann wird Krieg wahrscheinlicher. Wenigstens gehen die dann gemeinsam mit uns drauf.
Und nein, das ist eben keine Paranoia.

Was hat man bei der Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten über das Motto der KPD gehöhnt:
Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt Krieg. Schätze, wenn der Begriff damals schon üblich gewesen wäre, hätte man ihn damals auch angewandt: paranoid.
Das Resultat ist bekannt.

"Das mächtige Karthago...."

Bild des Benutzers ebertus

von Frau Ditfurth, habe noch 2011 eine ihrer Lesungen besucht.

Das faszinierende dabei ist, dass mann/frau via der Jagd auf vermeintliche Antisemiten gleichsam zum systemfrommen Transatlantiker mutiert. Nur bei Trump nebst Schwiegersohn et al. wird das jetzt etwas schwierig, ist verbale Elastizität gefordert, darf man, möchte man Trump verdammen; ohne ihn und sein Umfeld gleich unter Antisemitismusverdacht zu stellen.

Den habe ich, da ich schon mal dabei war, auch gelesen. Irgend wie haben Sie da, wenn auch damals noch in einer Negativbeschreibung, dass die Linken eben nicht grüne Fehler wiederholen sollten, die Erklärung dafür abgegeben, worum sich in der Denunzianten- und Hetzerliste, die Marie hier wiedergab, auch Lederer findet.
Dieser Berliner Landesverband der LINKEn in seiner merkwürdigen Mischung aus gekränkten DDR-Seelen, die im besten Leninschen Sinn beim Absterben sind und verhinderten Mitgestaltern kapitalistischen Irrsinns, die schon mal öffentlich äußern, nicht alles an H IV wäre schlecht, macht die Truppe für mich nicht wählbar.

Nun gehöre ich nicht zu jenen, die dem Glauben unterliegen, man könne mit einem Sonntagsspaziergang und dem Setzen des richtigen Kreuzes, den Dingen eine andere Wendung geben. Aber wenn ich schon wählen würde, möchte ich wenigstens, dass sich meine Abgeordneten nicht auch noch bei den wirklich Herrschenden anschmieren.

Bild des Benutzers marie

genauso ist es ... auch lederer, kahane oder schramm und undund ...

viele sind wohl einfach käulich bzw.von herrschaft und macht fasziniert ... und dies wurde schon immer ausgenutzt ... ist ja wie prostitution benutzbar ... und wir wissen ja auch von den versteckten arten, die z.b. "bürgerliche ehe" heißen und ein junges armes mädchen einen reichen alten knacker zum GEGENSEITIGEN prestigegewinn eine liason eingehen, in welcher dann aus einer "nutte" eine repräsentable ehefrau wird >>> mit LIEBE hat dies nichts zu tun - nur mit liebe zu geld und prestige (sorry: nix gegen selbstbestimmte nutten!!!!!!!)

 

eigentlich kann man ganz einfach den wegen der LIEBE und der WÜRDE der menschen folgen >>> wer daraus ein geschäftsmodell macht, ist in einer asozialen gesellschaft als "sozial" und clever angesehen ... DARAUF!!! zu verzichten könnte ein versuch sein,von dem brecht (im BAAL) schon sagte "es fehlt an weisheit" : sich in einer asozialen gesellschaft auch asozial zu benehmen = ist das eigentlich soziale ...

Ich denke auch, dass es Unrecht wäre, das politische Personal mit Huren zu vergleichen. Bei letzteren vermute ich, dass sie wissen was sie tun. Davon bin ich bei der politischen Klasse eigentlich nicht überzeugt.
Wie zitieren Sie?: "Es fehlt an Weisheit"

Bild des Benutzers ebertus

Die letzten Poster bei Schmalbart (oben verlinkt) echauffieren sich wegen einer landesspezifischen Domain.

Als ob das wichtig wäre, hierzulande eine namensgleiche "de"-Domain zu haben.

Aktuell handhabt das breitbart.com lediglich über die zusätzlichen Verzeichnisse für London, Jerusalem etc. Kann man so machen, soweit die Sprache einheitlich (hier englisch) bleibt. Ansonsten wäre das auch in einer sprachspezifischen Subdomain darzustellen.

Die Frage ist einfach, wie origin eine landesspezifische Seite gestaltet werden wollte; wer die Zielgruppe ist.


Was dann zu der ebenfalls landesspezifischen Frage führt, wer hierzulande im Namen von Breitbart auftreten könnte, wollte.

Bild des Benutzers ebertus

dass ich mal auf Broders "achgut" nicht nur verlinken, gar einem Text von (eben) Broder empfehlen mag.

Über die Kahane-Stiftung, deren Gebaren, deren Seilschaften, deren Finanzierung wurde bei achgut bereits mehrfach äußerst kritisch berichtet, dahingehend Meinung kundgetan; wenngleich Broder sich selbst, was Kahane & Co. angeht (bislang) zurückgehalten hat. Vielleicht arbeitet er an einem finalen Text, hat mit Sicherheit das entsprechende Insiderwissen.

Und als Primus Inter Pares, was die gepflegte Antisemitenjagd angeht, dürfte Broder von Kahane nicht zu überholen sein.

Heute gab es schon mal einen kleinen Vorgeschmack; ja, von Broder selbst. Achgut in einem Atemzug mit Breitbart zu nennen, das mag adeln, ein entsprechender Boykottaufruf dann schon weniger. Dieses "Kauf nicht beim Juden" darf als Broders argumentative Volte natürlich nicht fehlen. 

Schon zum Schmunzeln ...

Ich habe auch die von Broder verlinkte Reaktion des Denunzianten Hensel, so benennt er sich selbst, gelesen. Etwas geschwätzig und im Kern unaufrichtig. Er schreibt,dass es doch kein Boykottaufruf sein kann, wenn man die Werbetreibenden informiert, in welchem Umfeld sie erscheinen.
Nun, Aufrichtigkeit ist anders.

Broder hingegen macht aus der im Russischen üblichen Floskeln "dawai, dawai" (schnell, schnell - mach mal hin) eine "Gulagparole" und stellt sie indirekt in einen Zusammenhang wie das unsägliche " bis zur Vergasung" Hensel betreibt eine HP mit dem Namen dawai.dawai.
Und natürlich kontaktiert Broder auch die Firma von Hensel. Die allerdings hält sich erst mal raus. Ist eben nicht der ORB, wo Broder deutlich schneller zum Erfolg kam

Zum schmunzeln...
Beider Herren geiseln sich in mehr oder weniger gesetzten Worten gegenseitig als Denunzianten. Beide bringen ihre Follower, die gern auch zu Verfolgern würden, in Bewegung und beide sind unheimlich diskursiv.
Oder so.

Alter Spruch, aus nem Film: Man mag nicht vor die Tür gehen, wenn man sich vorstellt, wie viele Verrückte da draußen frei rumlaufen.
Henkel oder Broder oder einfach Menschen, die glauben, einem von beiden folgen zu müssen.

Bild des Benutzers marie

ich hab den artikel nur überflogen ... war mir zu gequirlt >>> zwei verrückte unter sich??? ... = gut für follower (ohne mich)


ich finde eher spannend, dass "ach gut" auch viele gastautoren hat >>> sich neue mediale flaggschiffe vorsichtig zu formieren beginnen und diese formationsversuche sehr beweglich und geschmeidig nach startpositionen suchen


auch der freitag flaggt um ... todenhöfer hatte ja schon umgeflaggt ... "wenn die bunten fahnen wehen .." tralallalalalala

Jürgen Tödenhöfer war seinerzeit bereit, die Leser wissentlich und willentlich aus Karrieregründen im Auftrag von Geheimdiensten falsch zu informieren. Das beichtet („entlarvt“) Jürgen Tödenhölfer selbst.


oder "jetzt fahr´n wir über´n see, über´n see ... "

Bild des Benutzers ebertus

Ja, so darf man, sollte man das sehen, den wechselseitigen Antisemitismusvorwurf eingeschlossen.

Zum Schmunzeln eben, wenngleich auch globa so ein Boykott-Krieg im Gange ist: Breitbart vs. Kelloggs; vice versa.

Nach deutschem Recht sind offene Boykottaufrufe (Geschäftsschädigung) nach meinem Wissen verboten; in den USA mag das anders sein. Wobei oft, auch von Broder&Co. gern zwischen guten und weniger guten, gar schlechten Boykottaufrufen unterschieden wird. Meine Meinung stellt da etwas anders dar.

Ich unterscheide einerseits zwischen privaten, privatgesellschaftlichen Boycottaufrufen als Meinung, als ggf. Grassroots-Initiative und andererseits Boykottaufrufen, welche durch die jeweilige staatliche Exekutive initiiert werden.

Zu letzteren gehört ohne Zweifel dieses "Kauf nicht beim Juden" oder der subtile Boykott von Wagner-Musik durch Israel, aber auch die Sanktionen gegen Rußland den Iran etc.

Zu ersteren zähle ich die die zivilgesellschaftlichen Aufrufe gegen das Apartheid-Regime in Südafrika, und beinahe Nachfolge in guter Tradition die BDS-Initiative gegen die Besatzungsmacht Israel.

Was aktuell, auch hierzulande nun gerade aufgeblasen wird, einzelne Firmen unter Druck gesetzt werden, das wirft eher ein entsprechendes Licht auf die Akteure derartiger Aktionen. Ein schlechtes Produkt darf gern kritisiert werden, aber "um die Ecke" denunzieren, Popanze via dem jeweiligen Werbeumfeld aufbauen, Sippenhaft nebst öffentlichem Pranger androhen, das geht garnicht, ist es genau dieses neulinke "wer kennt wen"; für das insbesondere die Kahane-Stiftung steht.

Ach, jetzt verstehe ich den Beitrag erst richtig. Das er beim Freitag anheuerte, habe ich eben erst hier im Blog erfahren.
Eigentlich weiß ich nicht, was ein Herausgeber macht. Und im Zusammenhang mit seinem neuen job werde ich es wohl auch nicht erfahren.
Aber wie auch immer. Er scheint ein kompromissloser Pazifist zu sein. Das ist viel.

Bild des Benutzers ebertus

dass Todenhöfer irgendwo zwischen Frühstücksdirektor ind Imagepflege angesiedelt wird.

Einersteits segelt der Freitag -gemäß einem frühen Wort von Augstein- mittlerweile recht nahe an der Küste, andererseits bringt einer wie Todenhöfer schon das gewisse Image, eben jenseits der Großmedien mit. Seine Vita und seine aktuellen Positionen lassen ihn zwar keinesfalls zu einem irgendwie Linken werden, fordern jedoch zumindest außenpolitisch die proklamierte Alternativlosigkeit immer mal wieder heraus.

Insofern ... Augsteins Antwort auf Trump, dessen konstruktiv-kritische Begleitung.

Bild des Benutzers marie

... selbst wenn du sie in die nähe eines frühstücksdirektors stellst - sollte in der medienbranche nie unterschätzt werden - ist es doch die halbe miete (bzw. image-zerstörung bei kenfm)

spannend wird, dass kenfm sich ja positiv zu todenhöfer positioniert hat ... der freitag ihn jedoch auf der schwarzen liste hat ...

wie auch immer kenfm macht sein ding ... und todenhöfer´s pläne kenne ich nicht - ebensowenig weiß ich (nur ca. 25%^^) , wie die mediale nachbereitung nach einem möglichen frieden in syrien aussehen wird und wieweit die präsidentschaft von trump einfluß in die weltpolitik haben wird - und auch nicht welche (werner=100% wissen, kann da bestimmt viel mehr zu sagen^^)

 

gestern wurde ja auch eine neue berichts-linie der tagesschau festgestellt:

https://www.freitag.de/autoren/sikkimoto/kehrtwende-in-der-berichterstattung

 

>>> die image-bastelei sollte auf seinen inhalt überprüft werden, denn für sich allein betrachtet, kann sie sich gut als trojanisches pferd entpuppen ...

Bild des Benutzers ebertus

gelangt mit Todenhöfer beim Freitag, nicht zuletzt dessen FC zu neuen Höhen.

Da müssen sich die Stahlhelmer in der FC richtig warm anziehen. Nicht nur, dass Todenhöfer mit KenFM&Co. gut kann, hat er gar mit Xavier Naidoo sein Ding gemacht; soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe.

Wäre also zu testen, ob die entsprechenden Hinweise und Links von der FC- Hausmeisterbrigade umgehend sanktioniert werden, geht es doch dann gleichzeitig gegen den neuen Herausgeber. hihihi ...

Klar, ist denkbar. Nur, in meinen Augen ist das Problem schwerwiegender. Selbst wenn der neue Herausgeber sich um die Denunziations- und Zensurpraxis kümmern würde, was ich nicht glaube, und die Hundchen in der Redaktion darauf reagierten, bliebe, dass überall die Überzeugung besteht, dass eine Meinung, die man unhörbar macht, widerlegt ist. Das ist im übrigen nicht nur der Freitag. Wobei Daniela Dahn, wenn ich das richtig verstanden habe, unsichtbar zu machen, schon etwas außergewöhnlich infames hat.
Und ich habe das durchaus ungute Gefühl, dass dieser (wenn auch nur geistige) jakobinische Furor bald seinen Thermidor erleben wird. Und verdammt noch mal, das wird nicht besser. Überhaupt nicht.

Bild des Benutzers hadie

Broder war gerade bei MDR Kultur am Telefon, ganz schön mutig vom Herrn Meyer:

 

http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/audio-kampagne-gegen-autorenblog-achse-des-guten100.html

Bild des Benutzers marie

danke für den link

 

gefällt mir gut:-)

Bild des Benutzers ebertus

werde ich mit Sicherheit auch nicht.

Aber losgelöst von seiner Person, seinem ebenso zweifelhaften Agieren in diesem Feld - da hat er recht.

Nee, ich auch nicht. Ich mag ihn nicht, finde ihn aber allemal unterhaltsamer als etliche Schreiber, die mir inhaltlich näher stehen. Und klar, er hat Recht. Nur, das hatten wir hier schon geschrieben, dass er selbst keinen Deut besser ist und dieses Geschäft mit der Absicht, Existenzen zu vernichten, schon sehr viel länger betreibt.

Und dass ich mal Frau Lengsfeld zustimmen würde, war auch nicht zu erwarten:
http://www.achgut.com/artikel/zensur_ante_portas_es_ist_wie_ein_stromschlag

Ich bin mir nur verdammt sicher, dass die aus dieser Ecke kommenden, wenn sie dazu die Möglichkeit haben, genau so und schlimmer agieren werden als Kahane/Maaß

Bild des Benutzers ebertus

denn zum Schmunzeln hat sich der juristisch nicht ganz unbedarfte Joachim Steinhöfel geäußert.

Weniger zu Breitbart, denn in Sachen heimischer Boykottkultur. So ein impliziter Boykottaufruf kann -ebenso wie schnöde Zensur- natürlich auch nach hinten losgehen, den sog. Streisand-Effekt triggern.

Sollte (mich) also nicht wundern, wenn sich Scholz&Friends relativ bald von diesem "Executive Strategy Director" trennen; wahlweise dann irgendwann dann selbst mit einem sehr konkretem Imageschaden in eigener Sache konfrontiert werden.

Bild des Benutzers marie

übrigens habe ich erfolglos bei scholz&friends mich mal um einen job bemüht. denn ich war sehr von ihrer arbeit beeindruckt.sie hatten damals gerade ihre echt geniale image-kampagne für die berliner straßenreinigung uns allem sichtbar gemacht - die auch heute noch eine freude für die stadt ist (kann mich noch an die müllmännerzeit davor erinnern) ... später hörte ich dann,dass justitzsenator heilmann dort wohl auch mal zu gange war ... ansonsten sorry ... was da jetzt gerade läuft - worüber du schreibst ...ehrlich, verstehe ich nicht richtig.

 

und habe gerade mit don alphonso zu tun - der seine tipp-finger an spannenden punkten hat. ich kann ja verstehen, dass er die schreckliche frau kahane-stiftung völlig zu recht vorführt ... ich kann auch sehr gut verstehen, wie er den scheinheilig-bigotten umgang mit der stasi in amt und würden und deren bashing andererseits thematisiert ... DOCH: selbst dort gab es solche und solche ... wie wohl überall ... und dass er sich jetzt andrej holm ganz persönlich vornimmt, zeigt mir jedoch, dass er zu differenzierung (aus west-sicht) nicht fähig und geeignet ist ...

 

>>> so wird alles diffenzierter ... komplizierter ... aber auch tiefer ... und klarer im kontext ... >>> es wird keine EINFACHEN "querfronten" geben ;) ... die gab es ja nur zum keulenschwingen zwischen schwarz und weiß ... und deren konstrukteuren

>>> für mich ist mal wieder sehr klar, wie klug walter benjamin erkannt hat: die TENDENZ der entwicklung zeigt und das wesentliche ... das WIE und nicht das WAS ist entscheidend >>> zumindest fällt mir dies grad wieder mal auf, wenn ich an meinen eigenen "bewertungsmaßstab" im oft ungewissen denke ...

>>> die tendenz von don alphonso trennt sich gerade von meiner ... nehme ich zur kenntnis

Bild des Benutzers marie

hat schon immer einen tollen und mutigen job gemacht ...

 

https://deutsch.rt.com/inland/44080-rot-rot-grun-in-berlin/

Bild des Benutzers ebertus

wider die Gentrifizierung und pro bezahlbare Mieten teile ich ohne Einschränkung.

Dass Holm mit der Netzaktivistin Anne Roth (etwas ruhig um sie geworden?) liiert ist, das war mir ebenso bekannt, wie der vergebliche Versuch der Bundesanwaltschaft, Holm in eine terroristische Ecke zu stellen.

Was ich nicht wusste, das war die Tatsache seiner Mitgliedschaft bei der Stasi und diesem "Wachregiment". Die Frage ist, und da gehe ich trotz der sich aufdrängenden Parallelen zu Anetta Kahane in der Schärfe nicht mit Don Alphonso konform, wieweit man das über den Einzelfall hinaus pauschalisieren kann.

Am liebsten wäre es mir, wenn Leute wie Holm, oder Kahane, oder Merkel, oder Gauck, oder Kiesinger, oder Filbinger etc. einfach von sich auf darauf verzichten würden, nach ihrer Nähe zu, ihrem Arrangement mit dem jeweiligen System nun wieder öffentliche Ämter anzustreben; wobei die bigott zelebrierte Penetranz von Kahane da eine Sonderrolle spielen mag.

Warum machen die das? Statt still ihr Brot in der zweiten oder dritten Reihe zu verzehren?

Bild des Benutzers marie

jedoch hat er aktiv in der nato spioniert ... auslandsspionage = ganz böse = gefängnis ... und trotzdem für mich sehr integer ...

kahane ist eine denuziantin ...

holm war 18 jährig für 6 monate freiwillig im wachregiment als soldat ... ich sehe nicht ein, warum er nicht engagiert und kritisch für soziale fragen in der gesellschaft arbeiten soll ... mit dem staatssekretärsposten ... naja, seine entscheidung ...

 

der umgang mit der stasi -vergangenheit ist immer instrumentalsiert worden und für MICH kein Kriterium ... nur eine nebenotiz, die ich sehr unterschiedlich motiviert sehe ...

 

gestern ging es im fernsehen um abschiebegesetze - da dachte ich das gleiche: es werden meist die FALSCHEN abgeschoben, die schon 8 jahre hier leben und integriert sind ... kinder in der schule haben usw. ... kriminelle täter können jedoch oft nicht abgeschoben werden ... obwohl sie verurteilt sind

 

>>> für mich immer mal wieder seeehr schwammige gesetze ... genau wie die nahtlose übernahme der stasi-techniker in den bundestag ... und die jahrelange verfolgung von gysi ...

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nachdem ich deinen steinhöfel-link gelesen habe, fiel mir die entwirrung etwas leichter ...

jedoch ist ja doch nur eine weitere intrige in der medialen pr-landschaft (welche wohl selten schön sich hier gegenübersteht) ... kommt mir jedoch alles von ditfurt/compact/jebsen/naidoo undundund bekannt vor >>> gleiches strickmuster, andere wolle ...


nun sind broder/hensel/don alphonso alles andere als meine sympathieträger ... anders als kenfm ... für den ich gern partei ergreife ...


doch was herr danisch hier schreibt,gefällt mir auch ganz gut:

http://www.danisch.de/blog/2016/12/09/zutiefst-verunsicherte-journalisten/#more-15774

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Nun hat sich Henryk M. Broder endlich selbst zu Anetta Kahane geäußert - AntisemitenjägerInnen unter sich:

"Die ehemalige IM „Victoria“ ist eine im ursprünglichen Sinne des Wortes tüchtige Opportunistin, also Gelegenheitsergreiferin, die sich mit jedem politischen System zu arrangieren versteht, das ihr eine Chance bietet. Sie hat es sich in einer Blockhütte gemütlich eingerichtet, die von privaten Spenden und staatlichen Subventionen beheizt wird. Eine Hochstaplerin vor dem Herrn, die das Anschwärzen zu ihrem Beruf gemacht hat."

Nebst dem freundlichen Hinweis:

"Was mich angeht, kann ich ihr, ihrer ungustiösen Chefin und auch dem genialen Strategen von Scholz & Friends nur einen Rat geben. Seht Euch vor, ihr seid an den Falschen geraten. Euch mache ich, wenn es sein muss, am frühen Morgen fertig, noch bevor ich meinen Hund Gassi geführt habe."

Nun denn, dann zeig mal was Du kannst Henryk. Bei Ken Jebsen ging das Fertigmachen wohl etwas nach hinten los, setzt der mittlerweile Maßstäbe, was alternativen Journalismus angeht, wäre ihm das beim RBB wohl so nie möglich gewesen.

Zu Kahane, die sich, wie Broder wohl richtig erkennt, mit jedem politischen System zu arrangieren versteht, braucht es wahrscheinlich etwas mehr an Rückhalt; eben aus dem System, dürfte der sonst bei Broder oft zielführend eingesetzte Antisemitismusvorwurf allein nicht ausreichend sein. Dieses "Kauf nicht beim Juden" bezieht er daher vorerst auf die informellen Untergliederungen der -natürlich- lediglich subtilen Boykottempfehlungen.

Aber man darf getrost davon ausgehen, dass Broder sehr gut vernetzt ist, viele Interna kennen dürfte, die nun neu bewertet, auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft werden müssen.

Schmunzeln schon beim Morgenkaffee. So kann der Tag weitergehen ...

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wie gut broder vernetzt ist ? wie gut kahane geschützt wird? ... ein stellvertreterkampf der netze und hintermänner? regierung gegen die broder opposition?

jedenfalls spielen beide in der gleichen denuzianten-liga ... deren protagonisten die nicht-kommunikation ersetzen werden: personalisierte schlammschlachten ... mit namentlichen listen, adressen, drohungen ... die inquisition hat eine inquisitatorische opposition ...

Weiß Gott, dass tun sie: in der gleichen Liga spielen. Und Hensel auch. Der Freitag, die Taz, die Achse, diverse Seiten, deren Autoren irgend was beobachten und bekämpfen müssen: Antisemitismus, Islamphobie und überhaupt alle möglichen Arten von Ismen, die konsequent beim Anderen gesucht und zuverlässig gefunden werden. Die gegenseitigen Zuschreibungen sind beliebig, fast schon zufällig und wahnhaft. Das Handeln der jeweils Andren hat immer, das wird endlos beschrieben, etwas faschistisches, totalitäres oder gleichartig Schlimmes. Es wird als derartig schlimm und unverzeihlich begriffen, dass die gesellschaftlich Ächtung geradezu zwingend erscheint, gern auch die wirtschaftliche Vernichtung. Man ordnet sich und den Feind in Lager ein, die es real und organisiert nur in der Phantasie der Agierenden gibt. Links-grün versifft, rechts-populistisch-faschistisch, querfrontlerisch, muslimisch-invasorisch.....

Alle gegen alle.

Hoffen wir, dass es in diesem Krieg beim gegenseitigen Besudeln bleibt. Sicher ist das nicht.
Ich mach mir noch nen Kaffee. Soll ich jemanden einen mitbringen?

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ok und danke, habe mir gerade nachgeschenkt.

Was Kahane & Friends an Denunziations(un)kultur jetzt quasi "großindustriell" zelebrieren, das war ja bislang primär die Domäne von HMB. Die Jagd auf per Broder-Definition entlarvte Antisemiten unter dem Gejohle der Bande, der sog. Antideutschen etc. hat jetzt eine andere, neuere, schönere, systemisch konforme Heimat gefunden; eben großindustriell und von der herrschenden Politik querfinanziert.

Broder wird bei diesem Blamegame nicht mehr wirklich gebraucht.

Florian Rötzer arbeitet das bei Telepolis schön heraus, den Beweggrund bzw. Hintergrund von Hensel&Co.

"Links ist Hensel kaum einzustufen, vielmehr kann er als Systemerhalter durchgehen, der "Wirtschaft und Agenturen" aufruft, explizit Stellung gegen die Neue Rechte beziehen und schnell aktiv ins Handeln kommen", um die "liberale Gesellschaft", also auch die derzeit neoliberale, gut kapitalistische Gesellschaft, wie sie ist, zu verteidigen."

Genau daher weht nun der politisch-großindustrielle, neoliberale Wind.

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also komm doch mit einem einfach vorbei ... läßt sich gut dabei plaudern und zwischendurch umrühren und vor sich starren ... den tag auf sich zukommen lassen - weil noch nicht alle "neusten nachrichten" den kaffeesatz erreicht haben :-)))


müde von den besudeleien von gestern hab ich einen tip: HOLZ als soziales wesen ... entspannend und schön sich dem klugen gespräch darüber hinzugeben

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Vielleicht irre ich mich, aber der FC-Blog von Rudi Magnoli nebst Autor waren eine Zeitlang nicht erreichbar.

Sah aus wie geext, Blog und Autor. Habe mir das Teil dann gleichmal im Google-Cache gesucht. Und siehe da, jetzt ist der Text wieder online; die Kommentare ebenfalls.

Zeit für Verschwörungstheorie. Gibt es da eventuell gar in der FC-Moderation unterschiedliche Auffassungen in Sachen Zensur?

Und was das Trolling angeht ... Will "Urmel" dem "Ursus" jetzt den Rang ablaufen? Runners up scheint mir der Chinamann ...

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ist jetzt nach der Sperre politisch korrekt, sah vorher so aus.

Wobei ja genau das die gern gebrauchte Formel bzw. Begrifflichkeit des HMB war und wohl noch ist. Rudi Magnoli hatte darauf verwiesen, seine ursprüngliche Überschrift damit erklärt.

Die Frage bleibt jetzt nur noch, ob der Blogautor oder die Moderation der angesagten PC Genüge getan haben.

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ist er schon wieder weg, der Blog. Tollhaus FC-Moderation?

Frag sich nur, wie lange Richard Zietz, Idog, Tlacuache und Hannah Kahl dort noch leben.

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... und nachfragen - denn nein: das hier ist KEIN querfrontaufruf

 

ich hätte ja nicht gedacht, dass tychi über sich herauswächst = glückwunsch!

 

ich sag es mal mit meinen worten: vergeßt rechts und links - denkt an den konservativen mit toleranz und gerechtigkeitssinn - an die politisch uninteressierte mutter, die sich um das wohl ihrer kinder kümmert >>> also an ganz normale menschen ohne hang zum extremismus - die keine lust haben, sich ihre hosen mit der kneifzange anziehen zu wollen, nur damit sie ihre meinung äußern dürfen ohne unter "verdacht" zu geraten


bei tichy geht es um uwe krüger, sahra wagenknecht, norbert häring, alexander gauland, ttip-gegner ...

 

Die politische Richtung ist egal. Was sie eint ist das veröffentlichen unerwünschter Informationen und kritischer Meinungen.


Norbert Häring schreibt, die politische Ausrichtung von Achgut und Tichys Einblick sei nicht seine. Doch der Boykottaufruf gegen sie bestätige schlimmste Befürchtungen, mit welch antidemokratischer Konsequenz unerwünschte Meinungen neutralisiert werden sollen.

Geschrieben habe ich schon darüber, wie der sehr einflussreiche Atlantic Council in Washington eine „Studie“ veröffentlicht hat, in der u.a. Sigmar Gabriel, Alexander Gauland und Sahra Wagenknecht als Einflussagenten des Kreml enttarnt werden.


Sie stellt fest, dass Organisationen wie Campact und Attac mittels „täuschender Kommunikation“ die Menschen aufgestachelt hätten, ihre angeborene Liebe für Investoren-Schiedsgerichte und gentechnisch veränderte Lebensmittel zu vergessen und massenhaft gegen TTIP auf die Straße zu gehen. Diese Initiativen seien wahrscheinlich von Moskau finanziert und gesteuert worden. Das ECIPE leitet daraus die Forderung ab, die EU-Kommission müsse durchsetzen, dass alle Organisationen, die EU-Geld erhalten, sich ausschließlich entsprechend der offiziellen Linie der EU-Kommission äußern und betätigen.


So musste sich dieser Tage der Medienwissenschaftler Uwe Krüger von der Autorin des verlinkten NDR-Beitrags vorhalten lassen, er verbreite rechte Propaganda. Sein Vergehen: Er hatte über medienkritische Äußerungen des Papstes unter Verwendung des Begriffs „Lückenpresse“ berichtet ohne diesen in Anführungszeichen zu setzen. Von Begriffen, die Kritik an den etablierten Medien ausdrücken, hat man sich zu distanzieren, wenn man schon darüber schreibt, lautet die Botschaft.


“Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen ‘die da oben’ bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren.”

So erläutert die Sprachgesellschaft ihre Wahl. Damit meint sie offenbar nicht die inexistenten Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein, die den Irak-Krieg begründeten, oder die unbewiesenen Kriegsverbrechen des posthum in Den Haag weitgehend entlasteten früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, die die Bombardierung Serbiens begründeten.* Das waren ja alles Lügen, die von „denen da oben“ kamen. Gemeint ist wahrscheinlich auch nicht die halbe Milliarde Dollar, die der Pentagon nach einem Bericht des Schweizer „Zeitpunkt“ der PR-Firma Bell Pottinger für das Fälschen von Terroristenfilmen für Propagandazwecke bezahlte. Und gemeint sind auch nicht die vielstimmigen, beleglosen und oft furchtbar unplausiblen “Informationen”  über von Putin gesteuerte Internetmedien und Politiker.


Es geht bei dieser Kampagne darum, Kritiker der herrschenden Verhältnisse, von links wie von rechts, zum Schweigen zu bringen. Erst indem man alle Begriffe, mit denen sie ihre Kritik ausdrücken könnten, für unanständig erklärt. Dann muss man sich nicht mehr mit ihren Argumenten auseinandersetzen, sondern nur noch mit ihrer Sprache.


http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/postfaktisches-aus-dem-wahrheitsministerium/

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In der Nacht zum Mittwoch wurden die Deutschen Wirtschafts Nachrichten von Facebook geblockt. Wir wissen nicht warum.

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/09/15/sichern-sie-sich-die-zukunft-der-deutschen-wirtschafts-nachrichten/

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ist das natürlich so, wie die DWN schreiben:

"Wir sind von dieser Entwicklung nicht überrascht – und haben im Grund auch kein Problem damit: Es ist das Recht von Facebook, den Vorgaben der Bundesregierung oder von wem auch immer zu folgen – die Seite ist privat und kann daher ausschließen, wen sie will."

Das ist beim Freitag nicht anders; hier bei den Termiten ebenfalls ...

Auch alle weiteren Argumente und Hinweise in dem -so ähnlich- bereits mehrfach veröffentlichten DWN-Text sind faktisch zutreffend. Die Frage wird zukünftig sein, ob und wie die Geschäftsmodelle alternativer Medien ausgestaltet sein müssen, funktionieren können.

Soweit es herkömmlicher Geschäftsmodelle überhaupt noch bedarf; ketzerisch gefragt.

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ist eine variante -natürlich nur, für die, die es haben ... ich vermute mal in der schweiz gibt es eine finanzkräftige lobby für mögliche alternativen , die z.b. auch ganser unterstützt ... doch wieviel potential diese hat und ob die kaputt gemacht werden kann??? oder die mittelschicht freiwillig als sponsor umdenkt???


ich kann ja aus einem leben ohne geld mal nachdenken ... es beruht halt z.t. einfach aus nichtmateriellen idealismus ... wer das doof und unakzeptabel findet und rein ökonomisch denkt ... kommt da nicht mit ins boot >>> vom geld sich unabhängig machen ... ist die richtige tendenz zum nachdenken >>> "die revolution" anderer werte :-))))

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signalisiert mir, dass mein Geld dort nicht unbedingt nötig ist.

Grundsätzlich und wie auch hier oft geschrieben, halte ich die verschiedenen Paymodelle mit expliziter Anmeldung und einschließlich der Möglichkeit das Leseverhalten darüber zu kontrollieren für undiskutabel; über die kommerzielle Verwertung hinaus auch wegen der aktuell aufziehenden neuen Ära eines guten McCarthyism von neulinks.

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... nee - so persönlich meinte ich es nicht ... ich meinte richtig viel geld - so wie sich der chef von dm mal für bge eingesetzt hat ... außerdem denke ich ja auch, dass es ohne geld gehen könnte ... wie die "revolution" in der ddr ^^

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läßt trump nachdenken ... oder kreide fressen???? ein psychologisch cleverer artikel - der wie selbstkritik klingt - wenn da nicht gerade der zeitpunkt JETZT wäre: der machtverlust+vertrauensverlust der medien + ein anwachsen der alternativen szene gegen diese medien-elite >>> und die beschreibung eines "wandels NACH RECHTS"

>>> und gleichzeitige kommentarsperren unter syrien-artikeln

 

Ich muss betonen, dass mir jegliche Autorität fehlt, um über den Journalismus objektiv zu berichten, aus einer fernen, kühlen Distanz. Mein Ansatz ist auch nicht, die Bedeutung der Pressefreiheit für eine funktionierende Demokratie herauszustellen, so richtig das auch ist. Für mich ist Journalismus eine Lebensform. Ich kann mir keine andere vorstellen. Man erzählt Geschichten, um das Leben zu verstehen. Und manchmal erzählt man Geschichten, weil man das Leben anders nicht aushalten kann.

Medien kontrollieren die Mächtigen, diese Aufgabe schien in Stein gemeißelt zu sein.

Doch genau hier setzte in den Neunzigern und zu Beginn der nuller Jahre das veränderte Selbstverständnis vieler Journalisten ein. Man träumte nicht mehr davon, gefürchtet zu werden, man wollte geachtet werden. Man war stolz darauf, wenn die Mächtigen nach einem riefen, wenn man bei der Macht am Tische saß und sie beraten durfte. Die Medien wurden Teil des Establishments, wie die Politik, die Wirtschaft oder die Verwaltung. Wenn Journalisten Geburtstage oder Hochzeiten feierten, rückten die Verantwortlichen der Gesellschaft auf die Gästelisten. Man wollte sich zur Elite zugehörig fühlen, man wollte sie nicht mehr kontrollieren. Das schließt sich ja auch aus: Wie bitte kontrolliert man sich selbst?

 

In diesen Zeiten schaffte der Journalismus übrigens weitgehend die sogenannten Sozialreportagen ab, also die Nahaufnahmen aus den unteren Milieus, die Geschichten, die soziale Missstände anprangerten.

 

Das große Bild, das Journalisten mit ihrer Arbeit zeichnen sollen, wurde immer kleiner und immer enger, und es wurde immer ähnlicher dem Bild, das schon die verantwortlichen Politiker und Wirtschaftsführer den Menschen präsentierten, tagein, tagaus. Es musste also fast so kommen: Die Leser und Zuschauer registrierten, dass die Journalisten ihre Rolle als Kontrolleure und unbestechliche Beobachter mehr und mehr verloren. Man wollte zu den Eliten gehören, also wurde man auch so wahrgenommen.

Dann passierte etwas, das noch weit dramatischere Auswirkungen hatte. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat das einmal so formuliert: "Die moderne Welt ist zu kompliziert für den einfachen Wähler." Man müsse eine Erzählung liefern, sodass die Menschen besser begreifen, was Blair die moderne Welt nennt. Man kann diesen Ansatz Lüge nennen, was gerade bei Tony Blair durchaus angebracht erscheint, der einer der stärksten Befürworter des zweiten Irakkriegs war, obwohl er von den Lügen der inszenierten Kriegsgründe gewusst haben muss. Man muss es nicht Lüge nennen, man kann es, freundlicher, Wirklichkeitsmanipulation nennen, manchmal sogar mit guter Absicht dahinter.

Es ist längst eine Industrie daraus geworden, PR-Agenturen, Politikberater, Imageveränderer, Troubleshooter, sie alle wollen eine Wirklichkeit inszenieren, die Erfolg verspricht. Im Grunde sind es die Prinzipien der Werbung: Verkaufe dein Produkt. Oder wie Frank Underwood, der amerikanische Präsident in der Fernsehserie House of Cards, immer als Erstes fragt, wenn etwas passiert: "Was müssen wir vertuschen?"

Wir Journalisten haben bei dieser Entwicklung zu oft zugeschaut, haben zwangsläufig mit diesem Apparat zusammengearbeitet, mal besser und mal schlechter – und haben dabei einen fatalen Fehler gemacht: Wir haben darüber nicht berichtet, jedenfalls viel zu wenig. Wir haben die Manipulatoren wirken lassen – haben den Lesern und Zuschauern, also den Leuten, für die wir schreiben und senden, davon aber nichts mitgeteilt.

Donald Trump hat in den letzten Monaten eine plumpe Inszenierung abgeliefert: der Milliardär, der die Armen rettet. Nahezu alle Medien haben das durchschaut und vor Trump gewarnt. Es hat nichts genützt, wahrscheinlich sogar im Gegenteil: Wenn Medien gegen etwas sind, wird daraus schnell ein Gütesiegel. So weit ist es gekommen.


http://www.zeit.de/2016/51/journalismus-kritik-establishment-medien-macht

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wird nicht mehr beherrscht, das journalistische ohnehin, aber auch Arbeitszusammenhänge gehen verloren. Jeder, der z. B. schon mal einen Lötkolben von nahem gesehen hat, weiß wo der heiß wird. Nicht so die Werber der Handwerkskammern:

Handwerk

Aufschlussreich auch die Zeile: "Wir können das." Sie können es eben nicht!

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geht's weiter; mit Neuigkeiten zum heldenhaften Kampf gegen rechts.

Kollateralschäden sind unvermeidlich, wenn es auf in den Kampf der Guten gegen die noch Guteren geht. Der dahingehende momentane Frontrunner namens Gerald Hensel wurde nun umgehend als Israelkritiker, damit zwangsläufig und qua Definition als Antisemit enttarnt. Ein schneller Sieg für Broder&Co. denen der junge Mann von Anfang an wohl nicht ganz koscher war.

Wie man hört, hat Hensel seinen Job bei der (Regierungs?)Agentur Scholz&Friends mittlerweile selbst gekündigt. "Im gegenseitigen Einvernehmen" nennt man das wohl, weitergehende Schlammschlachten oder gar Vergleiche vor ordentlichen Gerichten a la Jebsen/RBB damit vermeidend.

Wo Hensel beruflich landen wird, das muß vorerst offen bleiben, könnte die Kahane-Stiftung seine Expertise in Sachen Schwarzer Listen wahrscheinlich gut gebrauchen, aber als Israelkritiker - no way ...

Aktuell ist der Gute wohl auf der Flucht, dürfte berechtigte Sorge davor haben, dass ihn die israelfromme Antifa ansonsten torten könnte.

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Eine provozierende, gute Feministinnen herausfordernde Trump-Personalie?

Mittlerweile dahingehend sensibilisiert, schaue ich bei Breitbart immer mal rein; nicht nur wegen Milo ...

Carly Fiorina, Ex-Chefin von HP und Trump-Konkurrentin bei den republikanischen Vorwahlen wird möglicherweise in die neue Administration eingebunden, wie Breitbart vermutet. Fiorina war sogar als Außenministerin im Gespräch, ist weiter unten im Artikel zu lesen, wird jetzt als Kopf des DNI, einer zivilgesellschaftlichen Beratungsinstanz (Kontrolle?) des CIA gehandelt

Fiorina kam zur Präsidentschaftswahl 2008, der Auseinandersetzung zwischen Obama und McCain auf meinen politischen Radarschirm. Sie war als Vize für/zu McCain im Gespräch, ihre für US-Verhältnisse liberalen Positionen zum Thema "Birth Control" dann jedoch nicht mehrheitsfähig, machte Sarah Palin das Rennen; und ging mit McCain unter.

McCain und Fiorina; vielleicht wäre Obama bei dieser Konstellation garnicht Präsident geworden ...