28 Jul 2016

Laurie Penny im Feindesland

Submitted by ebertus

I’m With The Banned - Wer sind die sog. "Alt-Right"? Intellektuelle, gar Identitäre im Clown Car um Donald Trump? Oder steckt mehr dahinter, darf es (hier) ein wenig grundsätzlicher werden?

Um es gleich vorab deutlich zu machen ... Dieses "I'm with the banned" ist aus meiner Sicht durchaus doppeldeutig zu verstehen. Sie, Laurie Penny ist im Feindesland, in dieser Höhle der Löwen, sprich: beim Nominierungsevent für Donald Trump, dem (neuen) Leibhaftigen, dem von allen guten Geistern verlassenen, dem ge- oder verbannten.

Und sie (Penny) hebt ab auf Milo Yiannopoulos, der seine wiederholte, nun endgültige Sperrung auf Twitter mit diesem Spruch kommentierte.

Laurie Penny -für alle diejenigen, welche dem Thema nicht so nahe sind- ist eine britische Feministin und Aktivistin, eher dem sog. linken Lager zugerechnet und auch in den deutschen Großmedien schon mal positiv erwähnt. Also eine von den Guten! But wait, als sie es sich erlaubte, die Politik von Israel zu kritisieren, da war sie partiell nicht mehr so ganz gut. Penny ward ob dieser Blasphemie dann (selektiv) in der Szene kritisiert und auch Freitags-Autorin Katrin Rönicke bescheinigte ihr kürzlich, "antisemitische Versatzstücke" zu schreiben.

Nun ja, der sog. 3D-Test (wenn er gerade mal passt) - das dahingehend Übliche eben, gibt es für gestandene Feministinnen und jenseits der basalen Mission wohl auch noch andere Kampfzonen.

Und wenn Laurie Penny ihren Text gleich eingangs als eben keine Story über Milo Yiannopoulos deklariert,

"It’s not a story about Milo Yiannopoulos, the professional alt-right provocateur who was just banned from Twitter permanently"

so rankt sich ihr Text doch beinahe ohne Ausnahme um diesen Milo, den "charming devil", der sie anmacht, fröstelnd macht. Verständlich, weil er in der verbalen Konfrontation nicht so richtig in die heile Welt der schubladisierten Konventionen passt, als Homosexueller somit (oder dennoch?) kein wirklich Guter ist.

Mehr noch, kritisiert er den zunehmend fundamentalistisch daher kommenden Ansatz eines oft sektenhaften third wave feminism. Also vielleicht das, was nach der Silvesternacht, den Ereignissen in Köln auch hierzulande im Namen des richtigen, einzig wahren Feminismus anhob.

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Insofern, wer außer Laurie Penny dürfte sich so diskursiv offen geben, ohne von der eigenen Fraktion gleich verdammt zu werden? Denn das hier zu den sog. Alt-Right macht schon fröstelnd:

"There is no official ideology associated with the alt-right, but various sources have linked it to white nationalism,white supremacismand antisemitism.The alt-right has also been associated with policies such as right-wing populism,libertarianism,nativismand the neoreactionary movement."

Vielleicht nur eine etwas andere Spielart als die der Evangelikanen, deren Repräsentanten und Anhänger in der USA nun mittlerweile in die Jahre gekommen sind, keine neue Maus mehr hinter dem Ofen hervorlocken können und schlußendlich nicht verstanden haben, das Genderism aus basaler Sicht keine Frage der Ideologie oder der Religion, eher der Biologie sein mag und jeder Mensch in dieser Ausprägung vom Prinzip her frei ist. Wer dahingehend gleich mal an das ebenfalls ideologisch fixierte, von der katholischen Kirche nach wie vor hochgehaltene Zölibat denkt, der liegt bestimmt nicht ganz falsch.

Weil das, dieses hier weiter gefaßte Zölibat -und da hätte ich mir ein Weiterdenken, ein öffentliches Artikulieren von Laurie Penny gewünscht- einem linksliberalen, positiv konnotierten Gendertum offensichtlich widerspricht, wenn Kritik mccarthyesk diffamiert wird, gar die KritikerInnen reglementiert werden. Schwule, Lesben, Transgender etc. repräsentieren eben keine Ideologie (wenn es denn mal passt ...), sondern die allen Menschen innewohnende Freiheit der Wahl, gerade in Sachen gelebter Sexualität.

Und Jana Schneider gehört wohl ebenso dazu wie der bei Facebook bereits reglementierte David Berger.

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Abschließend in diesem kurzen Anriss noch mal zurück zu den Alt-Right in den USA; jenseits Genderism und dafür den (kaum für möglich gehaltenen?) intellektuellen Arm der Trump-Kampagne adressierend - hier in Gestalt von Richard Spencer:

"Spencer’s is one of the brighter stars in the philosophical firmament above Trump’s teeming audience, to whom Trump promises to win big. The left laughs at Trump, and perhaps imagines humor will defeat him in November. Or something." ...

"Or something", dürften so ähnlich die Kampagnen gegen Trump, dessen Clown Car laufen. Nun mag es zwar Schnittmengen zwischen Richard Spencer und dem vorgenannten Milo Yiannopoulos geben, aber eben auch Unterschiede. Obwohl Antisemitism als Merkmal der "Alt-Right" oben bereits genannt wurde, so vertritt Spencer dahingehend eine eher differenzierende Meinung:

"Spencer also has a complex conceptual relationship with Israel. He admires Israel as striving for a “monoculture” and its aims at racial purity but he disdains the Israel lobby. [...] I respect Israel as a homogenous ethno-state, but I hate the meddling of the Israel lobby in American politic"

Offensichtlich, diese sog. "Israel-Lobby", die sich permanent in die US-Politik einmischt, die mag Spencer nicht; er zumindest implizit und beinahe klassisch unterscheidet, zwischen Israel als Staat und der, jede Kritik an dem Gebaren dieses Staates als Antisemitismus diffamierenden Israel-Lobby.

Andererseits hat Spencer und im Sinne der "Alt-Right" überhaupt kein Problem mit einem ethnisch homogenen Staat Israel, sprich: einem "white nationalism".

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Kurzes Fazit:

Genderism im Sinne einer liberalen, positiv konnotierten Zuschreibung ist keine Domäne der sogenannten (ehemaligen?) Linken, sondern zeigt zunehmend mccarthyeske Züge von ideologisch (auch religiös) motiviertem Fundamentalismus -wenngleich Laurie Penny dies mit Sicherheit erkennen dürfte.

Nur so scheint (mir) ihr launiger, oft ironischer und manchmal überzeichnender Text einer ergebnisoffenen Interpretation zugänglich.

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Laurie Penny in Cleveland, zu ihrer Fahrt im Clown Car

Gern auch in deutsch und mit geshifteter Überschrift

Die englischsprachige Wikipedia über Milo Yiannopoulos

A Part of Conservatism - The Alt-Right Movement

Katrin Rönicke im Freitag über "antisemitische Versatzstücke"

Richard Spencer via Mondoweiss zur "Israel-Lobby"

Kommentare

Jede identitäre Argumentation ist im Grunde ein 'marktkonformes' 'Labelling'.

Vor das Label kommt immer das Konsumentensubjekt: ICH bin...

 

Im Label glaubt sich das ICH zu obejktivieren, ein Etwas zu werden.

(Dehalb ist das narzisstische ICH auch so unsicher: Es ist eigentlich leer, muss sich immer mit Hilfe des nächsten angesagten Labels neu überzeugen, dass es überhaupt existiert.)

 

Die christliche Weltsicht war immer auf ein DU orientiert.

Die sozialistische war die sekularisierte Form der christlichen.

 

Hinter der neoliberalen Weltformel steckt das im ewiger Selbstoptimierungszwang sich abstrampelnde atomisierte ICH, ob es sich nun das Attribut "links" oder "rechts" oder "komplett unpolitisch" oder "öko" anheftet.

Deshalb kann man auch mit keinem Identitären mehr einen knackige Sachdebatte führen: Denn es gibt ja den Sachhorizont gar nicht mehr. Greift jemand die als 'Weltsicht' nur kostümierte punktuelle Selbstvergewisserung an, bleibt von solchem Selbst ja nichts mehr übrig.

Das ist das Problem. 

Bild des Benutzers ebertus

mir in angenehm lesbarer Form in den ersten Kreisen von "Der kommende Aufstand" begegnet.

Während die Eliten und deren politisch-großmediale Kohorten das "Wir" durchaus verstehen, against all odds und zunehmend offener mit Gewalt auch leben, sind "wir" dazu vedammt, das "Ich" in den Vordergrund zu stellen;

ein Mensch, ein Colt - kommt danach erst mal eine Weile nichts ...

Und "wir" sind dadurch sehr leicht gegeneinander auszuspielen, gegeneinander aufzuhetzen.


Dennoch, und das war eben die Intention, welche diesen Blogtext begleitete. Weder Ideologie noch Religion (Zölibat etc.) -und das als Unterscheidung zu anderen Lebewesen gemeint- können basale Seinsmerkmale von Menschen übersteuern, ist für diese Erkenntnis nicht einmal Freud zu bemühen.

...als Fetisch, sondern um die Orientierung auf den Anderen. (E. Levinas)

In der Hinsicht war die Vorstellung des Sozialismus eine säkulare Erbschaft des Chritentums.

Ohne die grundsätzliche Selbstvergabe an Andere ist der Mensch eigenschaftslos.

Ein Mensch ist großzügig, in dem Moment, wo er sich an andere verschenkt, gerecht, indem er zwischen Anderen vermittelt, empathisch, indem er mit dem Anderen fühlt....

Aber er ist nicht großzügig, indem er sich identitär als solches definiert.

Alle unsere grundlegenden Begriffe für Eigenschaften von Menschen hängen an seiner grundlegenden sozialen Bindung.

Und es ist nicht die materielle Stärke der Eliten, dass wir dazu nicht mehr imstande sind. Im Gegenteil: Im sozialen Miteinander kann Überleben viel besser bewerkstelligt werden. Es ist die sehr kurze Phase in der Geschichte gewesen, in der ein Überfluss an Plastikwaren ausgeschüttet worden ist, durch die wir haben uns korrumpieren lassen, nicht mehr für gemeinschaftliches Überleben selbst sorgen zu wollen

Wir hielten es schlicht für überflüssig.

Jetzt müssen wir uns aus der selbstverschuldeten Falle befreien.

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"Ohne die grundsätzliche Selbstvergabe an Andere ist der Mensch eigenschaftslos."

Durchaus nicht, es findet nur keine Bewertung statt.

Vor dem reinen Selbstbezug hat der Übergang von der beobachtenden Wahrnehmung zum Gewahrsein (Meditation) stattgefunden. Gewahrsein ist die Grundlage, um die Relativität/Willkür/Freiheit aller Werturteile zu erkennen. Diese essenzielle Erfahrung schützt auch vor allen "Fremdidentitäten", die dem natürlichen Sein zuwiderlaufen.

Die essenziellen Eigenschaften des reinen Selbstbezugs sind Frieden, Gewissheit und Liebe, denen unzählige Beschreibungen vor allem in den mystischen Traditionen der Weltreligionen entsprechen.

Die soziale Interaktion erfährt zwar einen größeren Freiraum, wenn sie nicht herrschaftsorientiert diktiert wird, beinhaltet aber per se keine natürlichen Kriterien, an denen man sich ohne den meditativen Prozess der Rückbesinnung orientieren könnte.

Dies wird unmittelbar evident, wenn man die Definitionen der Menschenrechte mit der historischen Praxis vergleicht.

Trotzdem ist natürlich jeder Widerstand gegen den neoliberalen Faschismus und seine Politmarionetten zu begrüßen, um den Spielraum für Selbstbestimmung und Gewahrsein überhaupt erst zu ermöglichen.

 

Wenn kritische, demütige oder liebevolle Selbstreflektion durch bewertende Fokussierung auf Andere ersetzt wird, schaut dies wie ein auch immer formal-getarntes Zappeln einer hilflosen Fremdidendität aus, welche keinen Zugang zur eigenen Befreiung daraus findet und schlußendlich zu dem größten Kritiker aller Befreiten wird und eigentlich so selbst zum fremdbestimmten Vasallen gegen einen willkür- und herrschaftsfreien Widerstandes wird, weil er unnatürliche und damit auch unmenschliche Werturteile aus seinem eigenen Defizit produziert ohne dieses aufzuarbeiten, sondern wie einen zersetzenden Virus weiter gibt.

Der spanische Bürgerkrieg, aber auch die aktuelle Hatz auf Sahra Wagenknecht und viele andere Beispiele zeigen dieses fatale Zerlegen des eigenen Lagers durch irrsinnig-anmaßende Fremd-Bewertungen, die als (unreflektierter) Selbstausdruck nur auf den selbstherrlichen Verursacher hinweisen, weil ihm die Klarheit über sein Selbst als Voraussetzung zur Augenhöhe mit einem Anderen (Selbst) einfach fehlen. Diese Schieflage zieht sich durch die Gesellschaft und hat ein Zerbröckeln großer gemeinsamer Widerstandsbewegungen zur Folge, über welches sich genau die Verursacher am meisten beklagen und gern per Diskret und Knopfdruck einfordern würden. Ihre Verzweiflung über diese Unmöglichkeit läßt sie auf die gleichen Herrschaftsfantasien und - methoden zurückgreifen, die sie in der Gesellschaft kritisieren - bei sich selbst aber als völlig legales Mittel einstufen und somit ihre Bigotterie im eigenen Schaufenster präsentieren, statt einfach sich selbst, ohne Konkurrenz und Bewertung, als Gleicher unter Gleichen.

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Wenn kritische, demütige oder liebevolle Selbstreflektion durch bewertende Fokussierung auf Andere ersetzt wird ...

Die fröhlichen Nordafrikaner von der Kölner Domplatte haben also "kritische, demütige oder liebevolle Selbstreflektion" geübt und keine "bewertende Fokussierung auf Andere" (Frauen)?

Der Unterschied scheint mir eher in katholischer oder protestantischer Vorprägung der deutschen Urbevölkerung zu liegen. Während die Katholen sich andauernd selbst beknirschen müssen, Sünden beichten und Ablass zahlen, dürfen Evangelische sich voraussetzungslos von ihrem Gott angenommen fühlen. Die Werturteile der AfD-Wähler mögen von gestern sein, aber es sind ganz ihre eigenen und niemandem würde es einfallen, sich selbst als "fremdbestimmter Vasall" zu kasteien.

Und dass die Anarchisten sich in Spanien zerstritten haben, lag wohl eher daran, dass sie zwar hervorragende Kämpfer und Kameraden waren, aber leider auch lausige Politiker ...

Zur ersten Frage: nein.

Was sind die Werturteile der AfD?

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Ja, jede separate Fokussierung wird durch die eigene Selektive Wahrnehmung beeinflusst/manipuliert/verfälscht.

Die darin zum Ausdruck kommenden Fremdbestimmung qua kultureller Konditionierungen wächst natürlich mit dem Grad der Unbewusstheit. Aber selbst im Fall einer bewussten Entscheidung/Identifikation im Einzelfall mag diese Präferenz in einem völlig unbewussten Kontext vergraben sein.

Die weit verbreitete Aversion gegenüber egalitären Ideologien ist m. E. die Folge unzähliger Verletzungen/narzisstischer Kränkungen/patriarchalischer Gewalt/geschürter Eifersucht/Zuckerbrot- und Peitschemethoden - das ganze Programm christlich- bürgerlicher Verunsicherung und Unterdrückungsmethoden.

 

 

Zumindest ist dieser immer mit in Betracht zu ziehen. Selbstversenkung und Meditation bieten Möglichkeiten danach in sich selbst zu graben und sich Fragen über Aversionen und Ängste zu stellen, deren Ursache durch Andere aktiviert wird. Nur wer seine dunklen Seiten und Verletzungen kennt, kann in einem sozialen Gefüge erkennen, was eine berechtigte Angst oder Gefahr ist.

Ich möchte mit Menschen, welche verfälschte und manipulierte Wahrnehmungen anderen um die Ohren hauen nichts zu tun haben - obwohl ich ja teilweise (unbewußt) selbst so handle. Ein Verharren in diesem Zustand bzw. dessen raffinierte Dekoration und Maskierung machen für mich den gravierenden Unterschied zur Fähigkeit und zum Willen dies zu verarbeiten und bewußt zu machen.

Ich habe durch die Zuspitzung der Krisen die Hoffnung, dass sich diese Erkenntnisnotwendigkeit zur Verbesserung und Lösungsmöglichkeit immer mehr Menschen fast unausweichlich stellt - die anderen werden wohl zu (verbalen oder praktischen) Amokläufern mutieren, was keine schöne Beobachtung ist. Ein Mitmachen oder Erdulden noch weniger. Das ist für mich die Perversion des kapitalistischen Systems und aller Ideologien

" das ganze Programm christlich- bürgerlicher Verunsicherung und Unterdrückungsmethoden"

die im unbewußten Untergrund weiterleben und selbst unter anderer Fahne - mit jedoch den völlig gleichen Methoden - als "Gutes" rumgetönt werden, doch die selbst erhaltenen Prügel und Kränkungen idiotischerweise an die "Bösen" genauso ausgeteilt werden, wie ehemals selbst erhalten.

Solange die Legende von "Himmel und Hölle" - von gut und böse und von Gott und Teufel die Menschen teilt - ist die Chance von gleich unter Gleichen und der Respekt vor Harmonie in Vielfalt sehr weit weg.

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Dem Sozialpsychologen Maaz (Ost) stehen hier die anonymen Wahrnehmungspsychologen (West) gegenüber. Das ist alles nicht falsch, aber auch nicht wesentlich ...

Gestehe, dass ich mich da über Deine Links erst einlesen muss.
LG an Dich und Alphabetta!, CE

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gerade auch für uns Ältere und dahingehend vielleicht nicht so im Thema, sich auf einen Text wie den von Laurie Penny einzulassen, einen Bereich von real life zu erkennen, der uns mit Sicherheit überleben wird.

Nur wollte ich nicht dabei stehenbleiben, musste zu einigen Begriffen und möglichen Weiterungen erst noch etwas recherchieren, fügte sich dann Manches; beispielsweise zu Katrin Rönicke und auch zu Richard Spencer.

Aber insbesondere auch dazu, dass Genderism, Homosexualität etc. in positiv verstandenem Sinne eben keiner Ideologie zugeordnet ist, wie das manche Vertreter neulinker, im Grunde mccarthyesker Denkrichtungen gern unterstellen; damit und oft schon in einem missionierenden Sektierertum eigentlich genau das praktizieren, was sie Andersdenkenden vorwerfen.

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"so rankt sich ihr Text doch beinahe ohne Ausnahme um diesen Milo"

Scheint mir auch so, zumindest sollte der geneigte Leser noch eine zweite Meinung über diesen "charming devil" einholen:

Er ist stolz darauf, zugleich schwul, katholisch, konservativ –und vor allem provokant zu sein. Das war der auf Polical Correctness getrimmten globalen Elite nun zu viel.

(https://philosophia-perennis.com/2016/07/21/news-milo-yiannopoulos/)

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obwohl er sie fröstelnd macht, hat Milo möglicherweise jetzt einen weiteren Fan.

Ok, als Antisemitin ist sie eh' schon faktisch entlarvt, sind weitere Grenzüberschreitungen wider die reine Lehre dann nur folgerichtig. Und im Gegensatz zu denen auf politisch-korrekter Mission, weiß Penny, was da abgeht..

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so sehe ich das -und wie bekannt- etwas differenzierter.

Große Plattformen wie Facebook, Twitter oder Youtube (Google) stehen den politisch korrekten Eliten naturgemäß nahe, haben auch genug finanziellen Rückhalt gegenüber irgendwelchen Wadenbeissern.

Kleinere Plattformen dagegen müssen zumindest die rechtliche Relevanz immer im Auge behalten; gilt nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen spätestens dann die Mär von den Kritikern der Elche ... werden eben diese Kritiker schnell selber welche; Elche.

Mal ganz abgesehen von den jeweils sehr subjektiven Ansprüchen an einen Diskurs.

Teile und herrsche und spalte die Grußbotschaften

LG an die Termiten - außer an Costa, Alphabetta und Bernd

CEs Gruß war erst einmal gedanken=verloren an die gerichtet, die er zufällig aus diesem Thread schon einmal persönlich getroffen & gesehen hat.

 

Als spaltende Würdigung der Thread=Teilnehmer wird er's, wie ich ihn einschätze, nicht gemeint haben. Manchmal mögen Äußerungen als normativf=wertende ankommen, die schlicht nur erfahrungsbasiert sind.

 

Grüße an alle,

Anja

Ja, genau das wird es wohl sein - kennt man ja von den Eliten, die die Interessen der Massen einfach aus ihren Gedanken verloren haben, oder auch von der AfD, die einfach glauben, ganz persönlich ihre Gedanken zu äußern, die sie selbst betreffen und andere nicht sehen.

Ich glaube auch, er wollte nicht spalten - glaube auch, es ist einfach immer nur "erfahrungsbasiert".

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von: "man kann nicht nicht kommunizieren"; oder später in vermeintlich anderem Kontext.

Zu der Zeit, als Costa seinen Eintrag mache (Do, 28/07/2016 - 21:14) waren lediglich Alphabetta und meine Wenigkeit hier im Thread kommentatorisch vertreten. Da machte genau dieser Gruß Sinn, ganz unabhängig davon, dass wir Costa persönlich kennen, es genau seine Art ist, Menschen (für sich) zu gewinnen.

Finde das Ok, oft gar sehr angenehm und mag seine sachliche, auch fragende, immer noch lernende, nie in einem zuweisend negativen Sinne persönlich werdende Art.

Meine aber zu wissen, auch den entsprechenden Diskussionen im nichtöffentlichen Backend und persönlichen Gesprächen, dass andere das möglicherweise anders sehen.

Daher bester Ameisenbär, keep cool, stay tuned - für alles andere gibt es hier ein PN-System ...

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danke ich allen KommentatorInnen für das Interesse an diesem Blog.

Zu mancher, eher philosophischer Wendung konnte oder wollte ich nichts sagen, ging es mir primär um eine Frage, welche ich dann zumindest für mich beantwortet habe. Diejenige, ob -insbesondere- sexuelle Präferenzen eine Frage der Ideologie; oder eben eher der Biologie sind.

Gerade deshalb, weil beispielsweise Homophobie etc. von bestimmten Kreisen anderen bestimmten Kreisen gern in Gänze zugeschrieben wird, ideologisch in ihr Sein angeblich eingeschrieben ist.

Für mich und jenseits einer möglicherweise ebenso gern unterstellten Feigenblattfunktion, eher der Hinweis darauf, dass Konservative möglicherweise flexibler, undogmatischer, toleranter im Denken und Handeln sein können, als die neuen McCarthyisten und Fundamentalisten in ihrem nur vermeintlich immer noch linken, grünen Anstrich.

Und die Fußball-Frauenmannschaft wohl komplett homosexuell . Und ideologiefrei ist Sport doch sowieso - das zeigt sich besonderns bei den toleranten und undogmatischen Olympischen Spielen. Oder sind das etwa Medienereignisse für die Massen, die von Eliten im Sinne McCarthys "anzuhören" sind und flexible Feigenblatt-Pflücker hilfreich zur Seite haben? Jede Ideologie ist ein Teufelszeug, besonders wenn sie sich über sexuelle, biologische oder andere natürliche Menschlichkeiten erhebt und diese bewertet.

Bild des Benutzers hadie

"The left laughs at Trump, and perhaps imagines humor will defeat him in November. Or something."

Die Wahrheit über Trumps Frisur wurde hier gefüftet: