6 Okt 2015

Schön, wenn Mensch Fantasie einsetzt

Submitted by fahrwax

Vor unserer Teilnahme an der Ramstein-Demo am 26.09.2015 hatten wir über ein angemessen aussagekräftiges Transparent nachgedacht. Wir entschieden uns für die kappe Aussage "Sir" No Sir!" und brachten damit unser Aussehen - unser Erscheinen - auf ein anspruchsvolles, leicht reproduzierbares und vertretbares Maß:

 

Ein feines Dokument, das dabei half die mörderischen Geschehnisse in Vietnam zu beenden.

 

 

 


 

 

 

 

Gemeint eben als aktuelle Aufforderung an alle dienstbaren Geister, der gegenenwärtigen Mördereien, die  persönlichen Schandtaten zu reflektieren und sie unmittelbar zu beenden.

Es geht, noch immer, um die Dessertation aus Zuständen die jede vertretbare Moral in Schutt und Asche legen und dabei die zwangsläufigen "Posttraumata" hinterlassen.

Nun ist es offensichtlich fantasievollen, entschlossenen Menschen gelungen unsere Gedankengänge deutlich effektiver unter die zwangsläufigen "Kollateralschäden" zu befördern. Heise berichtet heute davon:

 

Drohnen über US-Basis in Südhessen

06.10.2015

Aktivisten werfen Flugblätter über "Dagger Complex" ab, um Geheimdienstler und Soldaten zum Desertieren zu bewegen


Geheimdienstkritiker haben im Zuge einer neuen Kampagne den US-Geheimdienststützpunkt "Dagger Complex" in Südhessen ins Visier genommen. Am Montag warfen sie mit Hilfe einer handgesteuerten Drohne Flugblätter über dem gut gesicherten Anwesen in Griesheim nahe Darmstadt ab. Die Aktion sei Teil "direkter Anwerbemaßnahmen" gewesen, heißt es in einer Erklärung des in Berlin ansässigen Künstlerkollektivs Peng! Die Politaktivisten hatten jüngst durch eine öffentlichkeitswirksame Aktion (Falsche Verdienstkreuze für echte Fluchthelfer für Fluchthelfer in Berlin auf sich aufmerksam gemacht. Die neue Initiative heißt "Intelexit" und soll Geheimdienstlern den Ausstieg aus der Szene ermöglichen.

Die Flugblattaktion habe sich an die schätzungsweise 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "Dagger Complex" gerichtet, heißt es in einer Erklärung der Gruppe. Man wolle die Unterstützer dazu ermutigen, "innovative Methoden zu finden,um all die Geheimdienstmitarbeiter und -mitarbeiterinnen zu erreichen, die wegen ihrer Beteiligung an Massenüberwachung und Drohnenkriegen von Gewissenskonflikten geplagt sind". Der "Dagger Complex" bilde zudem den Mittelpunkt der NSA-Aktivitäten in Europa, ohne dass die Bundesregierung etwas dagegen unternehme.

Zumindest die Aktivisten sind sich der Wirkung ihrer Aktion sicher. Von Informanten im Gebäudekomplex habe man erfahren, dass "viele Menschen mit Flyern in der Hand auf dem Gelände zu beobachten waren". Zudem sei die Internetseite der Intelexit-Initiative kurz nach der Aktion von Rechnern der US-Basis nicht mehr erreichbar gewesen.

Weiterlesen bei Heise:  http://www.heise.de/tp/news/Drohnen-ueber-US-Basis-in-Suedhessen-2838547.html

Schön, wenn von verschiedensten Seiten am Selben Strick gezogen wir. Das bereitet mir deutlich mehr als ein "klammheimliche" Freude.

Es möge wirken.....

>>Leider ist mir nicht gelungen hier die Textformatierung durchgängig auf ein vertretbares Maß zu befördern, aber es gibt Schlimmeres<<

Kommentare

davon habe ich auch gehört und bin gespannt auf weiteres - doch apropo künstlerkollektiv - hab heute eine satire zugemailt bekommen, die ich nicht für mich behalten will:

" Hat mir ein Freund geschickt, beim Saker gibt es auch was dazu [http://vineyardsaker.de/fluechtlinge/presseanleitung-eine-traurige-satire/]

Anfang der weitergeleiteten Nachricht:

> Betreff: jW071015
> Datum: 6. Oktober 2015 21:43:25 MESZ
>
>
> Abgeschrieben
> »Fassbomben, Fassbomben, Fassbomben«
>
> Der Frankfurter Künstler Hartmut Barth-Engelbart veröffentlichte am Montag auf seiner Internetseite die deutsche Übersetzung von »Sprachvorschlägen« des US-Außenministeriums. Der »Syrien-Spickzettel« für NATO-Propagandisten stammt von Gary Leupp. Die Satire war zuerst im US-Portal counterpunch.org veröffentlicht worden:
>
> – Erwähnen Sie immer wieder die Fassbomben. Lassen Sie dabei aber weg, wie deren Gebrauch von der israelischen Luftwaffe 1948 eingeführt wurde und wie sie 1968 in der Operation Inferno von den USA benutzt wurden. Wiederholen Sie ständig »Fassbomben, Fassbomben« und behaupten Sie mit ernstem Blick, dass das syrische Regime sie »gegen die eigene Bevölkerung« einsetzt. Gegen die eigene Bevölkerung. Gegen die eigene Bevölkerung. Gegen die eigene Bevölkerung.
>
> – Erwähnen Sie immer wieder »200.000« als offizielle Zahl der Opfer in Syrien. Erwähnen Sie allerdings nicht, dass ungefähr die Hälfte der Opfer reguläre syrische Soldaten waren. Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen zu diesen Zahlen ein, um keine Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass die syrische Regierung einfach so nach Lust und Laune Zehntausende Zivilisten ermordet. (...)
>
> – Erwähnen Sie immer wieder den »arabischen Frühling« und wie 2011 friedliche syrische Demonstranten unterdrückt wurden. Aber bleiben Sie nicht zu lange bei diesem Thema. Immerhin war das US-Außenministerium tatsächlich schockiert von den hässlichen Folgen in Ägypten, wo die »Demokratisierung« die Muslimbruderschaft an die Macht brachte, bis das US-unterstützte Militär seine Widersacher in einem Blutbad ersäufen konnte. Und denken Sie bitte daran, nicht zu erwähnen, wie in Bahrain friedliche Demonstrationen der schiitischen Mehrheit gegen die repressive sunnitische Monarchie von saudiarabischen Invasionskräften mit schweigender Billigung der USA niedergeschlagen wurden. (...)
>
> – Erwähnen Sie immer wieder die »Freie Syrische Armee« und die »moderate Opposition«, um den Eindruck zu vermitteln, die gäbe es wirklich. Erwähnen Sie allerdings nicht, dass die FSA ein schlechter Witz ist, dass ihre Anführer in der Türkei leben, dass ihre wenigen verbliebenen Einheiten von CIA-Offizieren angeführt werden, dass die unlängst an die Front geschickte Gruppe von 54 Leuten umgehend von der Al-Nusra-Front gefangen genommen wurde und dass weitere 70 aus der Türkei geschickte Kämpfer umgehend ihre Waffen Al-Nusra übergaben (...).
>
> – Drücken Sie auch weiterhin Empörung, wenn nicht sogar Wut darüber aus, dass Russland sich in Syrien »einmischt«. Verziehen Sie Ihr Gesicht und schauen Sie, als ob das kaum nachvollziehbar wäre. Erwähnen Sie aber nicht, dass Syrien viel näher an Russland als an den USA liegt und dass Russland viel gefährdeter ist durch Terrorismus, als es die USA sind (...).
>
> – Erinnern Sie Ihre Zuschauer nicht daran, dass die syrische Regierung international anerkannt und etabliert ist, einen Sitz in der UNO hat, mit den meisten Ländern freundliche Beziehungen unterhält und in einem Kampf auf Leben und Tod ist gegen Leute, die Menschen versklaven, kreuzigen, enthaupten, lebendig begraben und verbrennen und die Syriens moderne säkulare Regierung durch eine mittelalterliche, religiöse und völlig intolerante ersetzen wollen.
>
> Behaupten Sie auch weiterhin starrsinnig, das Assad Regime sei irgendwie verantwortlich für die Terrorismuswelle. (...) Erwähnen Sie nicht, dass Al-Qaida-Sprösslinge weltweit überall entstanden sind und gedeihen, seit die USA 2003 in einem Krieg, der komplett auf Lügen basierte, in den Irak eingefallen sind und ihn zerstört haben. (...)
>
> Halten Sie die Sache bitte einfach. Hämmern Sie den Zuschauern einfach in die Hirne, dass Assad das Hauptproblem ist und der allerschlimmste Akteur in der syrischen Situation. Erzählen Sie ihnen, dass Putin, während er versucht, das Zarenimperium wiederzubeleben, Assad als einen loyalen Verbündeten unterstützt und sein Militär nutzt, um dessen Herrschaft zu verlängern (...).
>
> kurzlink.de/syrien-anleitung"

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Der liebe Hartmut berichtet gern interessantes (ist eine meiner Lieblingsadressen), hat einen Arsch in der Hose.

Er hatte neulich was aus seinen jung-wilden Jahren berichtet: da hatte er dem (inzwischen im Mainstrean angekommenen) ehemals "roten Dani" (Cohn-Bandit inzwischen) Verfolger vom Amt vom Hals geschafft - köstlich:

Der Fischer war da schon so gewendet wie der Daniel Cohn-Bendit, den ich als Daniel le Rouge 1968/69 zusammen mit KD und Frank Wolf  bei Forbach über die Grenze nach Paris schmuggeln sollte, die Suretée auf eine falsche Fährte lockte und Danny im Minicooper einer BBC-Reporterin nach London entkommen lassen konnte, von wo aus er dann über Radio in Paris im Aufstand eingriff. Den Panzerring des mit seinen verbänden aus Badeb-Baden anrückenden Generals Massue (des Algererinnen-Schlächters) konnte er so unterlaufemn, während die Suretée den SDS-Mercedes mit André Wohllleben am Steuer, mir als Beifahrer und dem Münchner Richard Rathgeber als Cohn-Bendit- Double auf dem Rücksitz bis nach Frankfurt verfolgte , um dann in der WG in der Ficjhasrdstraße feststellen zu müssen, dass sie den Falschen verfogt hatte.. nun gut, Danny ist EURO-Fighter und Libyen-Bombardierer , Syrien würde er auch nioch gerne freibomben.”
 
 
Dein Link zum vineyyardser funzte nicht, so gehts besser:
 

 

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"Auswirkungen

Was die Drohnen-Angriffe in den betroffenen Länder bewirken, wird in diesen Tagen deutlich. Im Jemen töteten Drohnen in diesem Jahr mehr Menschen als Al-Qaida. „Der Jemen war um das Zehnfache stabiler, bevor die USA dort vor fünf Jahren ihren Drohnen-Krieg begannen. Und Al-Qaida ist dort heute zehnmal stärker als zuvor“, meint etwa Chris Woods. Diese Ansicht teilen mittlerweile auch hochrangige US-Militärs wie Michael T. Flynn, ehemaliger General der US-Armee und vormaliger Direktor des militärischen Geheimdienstes DIA. „Der Drohnen-Krieg produziert mehr Terroristen als er tötet“, stellte dieser vor Kurzem fest.

Auch in Afghanistan ist diese Einschätzung zur Realität geworden. Vor allem wenn man den jüngsten Erfolg der Taliban – die Eroberung der Provinzhauptstadt des nordafghanischen Kunduz – in Betracht zieht. Nach vierzehn Jahren Besatzung ist der Status Quo in Afghanistan für die westlichen Staaten ein Armutszeugnis. Die Todesengel haben ihren Anteil dazu beigetragen, dass es so weit gekommen ist – und tun das auch weiterhin."

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27844

Feiges Mordgesindel sind diese Demokratie-Bomber.

Bild des Benutzers fahrwax

"Das Bombardement des Krankenhauses in Kundus war für die wachsende 
Zahl an Betroffenen tödlich, seien es Patienten oder Personal. Die 
Debatte ob "Kollateralschaden" oder Absicht führt aber eher vom Wesen 
der Sache weg: Was beispielsweise in der BRD jede/r wissen konnte, der 
oder die es wollte - im Anschluss an den Bundeswehrfeldzug gegen 
Hochzeitsfeiern: Die Menschen gerade in jener Region leben zwischen 
zwei Feuern, die für sie beide oft genug tödlich enden. Bereits vor 
den jüngsten Ereignissen um Kundus war in dem Beitrag "How the 
Successors of Warlords is a Challenge for Peace and Stability in 
Afghanistan" von Sadaqat Ali am 20. September 2015 in den Rawa News 
unterstrichen worden, dass etwa die afghanische Regierung ihren 
Beitrag zum alltäglichen Terror ebenfalls leistet: In dem sie die 
diversen Sippen der Warlords mit Positionen und Einfluß bedent, 
anstatt letzteren zu bekämpfen"

http://www.rawa.org/temp/runews/2015/09/20/how-the-successors-of-warlords-is-a-challenge-for-peace-and-stability-in-afghanistan.html

Siehe dazu drei weitere aktuelle Beiträge
http://www.labournet.de/?p=87427

USA bombardieren wiederholt Krankenhaus in Kundus
Von Thomas Gaist

Eine ganze Serie von genau gezielten Luftschlägen der amerikanischen Armee verwüstete am Samstag in Afghanistan ein medizinisches Zentrum der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) in Kundus. Mindestens 22 Menschen wurden getötet und mindestens 37 verletzt. Zu den Toten zählen zehn Patienten, darunter drei Kinder, und zwölf Mitglieder des medizinischen Personals.

Die medizinische Einrichtung wurde über neunzig Minuten hinweg immer wieder angegriffen, trotz verzweifelter Telefonanrufe der Beschäftigten des Krankenhauses bei US- und Nato-Stellen in Washington und Europa. Die dringende Aufforderung, die Angriffe einzustellen, blieb ungehört. Das bezeugten überlebende Mitglieder der Hilfsorganisation.

Die Kernstruktur des medizinischen Zentrums wurde durch das Inferno der Angriffe „völlig zerstört“ und die Leichen in dem Bereich waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Das berichtete ein Augenzeuge, der mit dem Guardian sprach.

Der Krankenpfleger Lajos Zoltan Jecs von den MSF beschrieb die Folgen der Bombardierung der Amerikaner. „Wir versuchten einen Blick in eines der brennenden Gebäude zu werfen. Ich kann gar nicht beschreiben, was da los war. Es gibt keine Worte dafür, wie schrecklich das war. Auf der Intensivstation brannten sechs Patienten in ihren Betten. Ein Patient starb auf dem Operationstisch.“

Er sagte den MSF: „Was heute morgen geschehen ist, ist völlig inakzeptabel. Wie kann so etwas passieren? Wem nützt das? Ein Krankenhaus zerstören und so viele Leben auslöschen, für nichts! Ich finde dafür keine Worte.“

Die MSF verlangten am Sonntag eine unabhängige Untersuchung der Bombardierung des Krankenhauses: „Der Ausgangspunkt muss sein, dass dort ein Kriegsverbrechen begangen wurde.“ „Nicht ein einziger Mitarbeiter hat vor den amerikanischen Luftangriffen am Samstagmorgen irgendwelche Kämpfe irgendwo auf dem Krankenhausgelände bemerkt“, hieß es in der Erklärung. „Das Krankenhaus wurde bei jeder Angriffswelle exakt getroffen, während das übrige Gelände fast unberührt blieb.“

Das Krankenhaus war das einzige größere Traumazentrum in Nordafghanistan. Es war zum Zeitpunkt des Angriffs mit mindestens 105 Patienten bis zum letzten Platz belegt. Das Zentrum hat seine medizinische Tätigkeit momentan erst einmal gänzlich eingestellt. Die verbliebenen Patienten wurden in eine Stadt mehrere Stunden außerhalb von Kundus überführt. Die MSF erklärten am Sonntag, sie hätten ihre Tätigkeit in Kundus „in einer Zeit größten medizinischen Bedarfs einstellen müssen“.

Die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok berichtete, dass Ärzte aus der Nordprovinz Kundus flöhen, weil sie glaubten, vorsätzlich ins Visier genommen worden zu sein. Die Nachrichtenagentur berief sich auf Informationen des Gesundheitsministeriums, dass mehr als 500 Verwundete aus amerikanischen Luftangriffen und anderen gewalttätigen Zusammenstößen in das städtische Krankenhaus gebracht worden seien, wo sie lediglich von einer Gruppe von Krankenschwestern und –pflegern versorgt würden.

In einer offiziellen Erklärung Samstagnacht versuchte US-Präsident Barack Obama nicht einmal, den Anschein zu erwecken, dass er auch nur in Betracht ziehe, die verantwortlichen Offiziere und Einheiten zu bestrafen oder die Einsatzregeln zu verändern. Stattdessen nannte Obama das Ereignis „tragisch“ und machte klar, dass er die Angelegenheit an die interne Untersuchungskommission des Militärs abgebe.

„Das Verteidigungsministerium hat eine umfassende Untersuchung eingeleitet und wir werden deren Ergebnisse abwarten, bevor wir ein endgültiges Urteil über die Umstände dieser Tragödie fällen“, sagte Obama, nachdem er den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen hatte.

Offiziere der afghanischen Regierungstruppen verteidigten die amerikanischen Luftschläge am Sonntag und behaupteten, das Krankenhaus sei von den Taliban als „menschlicher Schutzschild“ missbraucht und die afghanischen Soldaten seien vom Krankenhausgelände aus beschossen worden. Ein Sprecher der US-geführten Besatzungstruppen, Oberst Brian Tribus behauptete am Samstag auf der gleichen Linie, dass „Personen angegriffen wurden, die die Truppe bedrohten.“ „Der Schlag hat vielleicht zu Kollateralschäden an einer nahegelegenen medizinischen Einrichtung geführt. Das wird untersucht“, sagte Tribus.

Ein US-Vertreter hat bestätigt, dass eine US C-130 „in der Nähe des Krankenhauses“ das Feuer eröffnet habe. US-Special Forces am Boden in der Nähe des Krankenhauses, wo sie mit afghanischen Regierungstruppen im Einsatz waren, hätten Luftunterstützung erbeten. Das Ziel sei gewesen, aufständische Taliban aus der Stadt zu treiben, die am 28. September die strategische nordafghanische Stadt erobert hatten.

Die Anforderung von Luftunterstützung und die Angriffe der C-130 fanden zur gleichen Zeit statt wie die Angriffe auf das Krankenhaus, aber die US-Regierung hat sich bisher geweigert, die Verantwortung für die Angriffe auf das Krankenhaus und die Serie von exakten Treffern offiziell anzuerkennen. US-Vertreter haben eine ganze Reihe von Erklärungen mit zusammen gekniffenen Lippen abgegeben.

Die letzte stammt von Verteidigungsminister Ashton Carter. Er weigerte sich, konkrete Informationen zu bestätigen oder auch nur eine sinnhafte allgemeine Einschätzung des Zwischenfalls zu geben. Die Umstände der Angriffe seien „verwirrend und kompliziert“ und das amerikanische Militär habe noch keine Klarheit über die Details, behauptete Carter. „Wir versuchen uns noch ein klares Bild von den Ereignissen zu verschaffen. Aber ich möchte schon jetzt allen Betroffenen mein Mitgefühl aussprechen. Eine umfassende Untersuchung des Zwischenfalls wird in Zusammenarbeit mit der afghanischen Regierung durchgeführt“, sagte Carter.

Das amerikanische Militär versucht die Gräueltat gegen das MSF-Krankenhaus als Kollateralschaden von Kämpfen zu rechtfertigen, die sich gegen Talibankämpfer richteten, welche sich angeblich in Gebäuden auf dem gleichen Gelände festgesetzt hatten. Aber sowohl MSF-Mitglieder, wie auch andere Zeugen haben berichtet, dass es auf dem Gelände des Krankenhauses keine Kämpfe gegeben hat.

Es erscheint viel wahrscheinlicher, dass die Angriffe bewusst von Offizieren der US-geführten Truppen angeordnet wurden, um die Botschaft zu vermitteln, dass medizinisches Personal, das Gegner des amerikanischen Militärs behandeln könnte, als hinnehmbarer „Kollateralschaden“, wenn nicht gar als legitimes Ziel angesehen wird.

Den US-Behörden war die genaue Lage der Einrichtung seit Jahren bekannt, wie MSF-Operationschef Bart Janssens Al-Dschasira mitteilte. Die genauen Koordinaten des Krankenhauses wurden amerikanischen Militärvertretern am 29. September erneut bestätigt, erklärte MSF-Sprecherin Vickie Hawkins.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Krankenhaus absichtlich von Offizieren zerstört wurde, die von den neuen aggressiven Gefechtsfeldregeln ermutigt wurden. Diese sind in dem 1204seitigen Handbuch des US-Verteidigungsministeriums für die Kriegsführung (LAW OF WAR MANUAL = LOWM) niedergelegt. Das Handbuch wurde im Juni des Jahres vom Pentagon herausgegeben. Es autorisiert amerikanische Kommandeure, zivile Infrastruktur und zivile Bevölkerung auf Grundlage ihrer eigenen Einschätzung der „militärischen Notwendigkeit“ anzugreifen. [Erg. ADMIN H.S.: das 1204seitige Handbuch findet Ihr als PdF-Anhang am Ende, Achtung: 11,44 MB]

Unter zahlreichen anderen weitgehenden Autorisierungen für die Anwendung militärischer Gewalt beinhaltet das LOWM erweiterte Vollmachten für Kommandeure. Explizit ist es erlaubt, Ziele auch dann anzugreifen, wenn „menschliche Schutzschilde“ im Weg sind.

Die Vollmachten nach dem LOWM sind so weitgreifend, dass selbst dann, wenn eindeutig bewiesen wäre, dass US-Kommandeure das Krankenhaus absichtlich beschießen ließen, die Armee die Zerstörung des Krankenhauses in Kundus problemlos als „legal“ einstufen könnte. Der verantwortliche Kommandeur müsste die Operation lediglich als nach Lage der Dinge „militärisch notwendig“ einstufen.

Tatsache bleibt, dass die absichtliche Bombardierung medizinischer Einrichtungen, ob zur Vernichtung feindlicher Kräfte oder um verwundete Talibankämpfer endgültig zu erledigen oder um medizinisches Personal zu terrorisieren, das diese behandelt, ein Kriegsverbrechen darstellt, wie die Vertreter der Ärzte ohne Grenzen richtig erklärt haben. Für dieses Kriegsverbrechen müssen führende Mitglieder der Obama-Regierung und der US-Armee zur Verantwortung gezogen werden.

https://de-de.facebook.com/KenFM.de/posts/10153047433346583:0

endlich!!! mal eine wirklich große demo mit menschenmassen, die sich jetzt zu einem sternmarsch formiert, weil es ZU VIELE sind für nur einen demo-zug

hab leider ein problem hier fotos einzufügen, vielleicht klappt es ja für euch über twitter diese zu sehen

echt schade, dass ich keine fotos einbinden kann - toll viel fantasie bei den "monster-kostümen" der verursacher und folge-produkten - gute stimmung ... außer bei den msm - die sehen nur nazis auf der demo (spon) ... hmmm wer weiß, wo die grad unterwegs sind