16 Mai 2015

9. Mai 2015 in Treptow

Submitted by alphabetta

Ein Tag für den Frieden
 

Ein wenig kam es anders als geplant & war doch gut so, wie es dann lief: Am 9. Mai 2015 erfolgte entsprechend unseres Aufrufs "Blumen für den Frieden" die Niederlegung einer größeren Blumenspende deutscher Bürgerinnen und Bürger, die sich über Angela Merkels Absage zur Siegesparade in Moskau geärgert hatten, zur Würdigung ziviler Opfer und gefallener Soldaten der Länder der ehemaligen Sowjetunion für ihren Beitrag zum Sieg über den mörderischen Hitler-Faschismus. Ein Bericht.

 

Bei der von uns vier Frauen (Larissa Glöckler, Anja Böttcher, Marie Hanulak und Raphaela Langenberg) initiierten Sammelaktion, die mit der solidarischen Unterstützung der Ost-West-Gesellschaft Baden-Württemberg (Jörg Tauss), dem Berliner Co-op Anti-Kriegs Café Berlin (Heinrich Bücker) und dem Termiten.net durchgefüht wurde, kam immerhin eine stattliche Summe von 1320 Euro zustande, für die fünf große Blumengestecke erworben werden konnten.

Der Wortlaut unseres Aufrufs, der auch auf dem Termiten.net veröffentlicht worden war, war der folgende:

http://fe.termiten.net/node/161

Als beunruhigte Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, die die Sorge um den Frieden und die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen eint, möchten wir am 9. Mai dieses Jahres ein Zeichen unseres Gedenkens an die zahlreichen sowjetischen Opfer von Nationalsozialismus und zweitem Weltkrieg setzen.

Zusätzlich zu den offiziellen Feierlichkeiten und Kranzniederlegungen an Gedenkstätten und sowjetischen Ehrenmalen möchten wir als Privatpersonen durch eine Blumenaktion eine sichtbare Botschaft des Friedens und der Versöhnung an die russische Bevölkerung senden. Aus diesem Grund wollen wir durch Blumenspenden all derjenigen, die sich unserer Aktion angeschlossen haben, vor der „Trauernden Mutter“ am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow symbolisch unserem Wunsch nach der Bewahrung des Friedens in Europa und unserer Dankbarkeit für die Befreiung vom Hitler-Faschismus Ausdruck verleihen. Wir erkennen hiermit die unermessliche Opferzahl an, die der Faschismus und die Befreiung von seiner totalitären und menschenverachtenden Weltsicht gerade unter den Völkern der Sowjetunion verursacht haben.

Auch sind wir gerade vor dem Hintergrund der Erinnerung an das Grauen dieser Zeit, das sich tief im Gedächtnis der beteiligten Völker eingegraben hat, nicht einverstanden mit:

  • dem feindseligen Tonfall und den einseitigen Schuldzuweisungen an Russland in unserer Medienberichterstattung zur Ukraine-Krise,
  • einer auf Konfrontation statt Kooperation ausgerichteten Politik gegenüber der Russischen Föderation,
  • dem Schweigen deutscher  Politiker und Medienvertreter zur Zunahme revisionistischer Stimmen einer beunruhigenden Geschichtsklitterung in vielen EU-Ländern, die den Faschismus rückwirkend verharmlosen, Kollaboration mit ihm rechtfertigen und die entscheidende Rolle der Sowjetunion zu seiner Bekämpfung bestreiten,
  • der über Jahrzehnte zu beklagenden systematischen Missachtung russischer Sicherheitsinteressen im Zuge der stetigen Nato-Osterweiterung und der zunehmend interventionistisch ausgerichteten Politik des westlichen Militärbündnisses,
  • der unsere fruchtbare wirtschaftliche Kooperation gefährdenden sinnlosen Sanktionspolitik.

Wir wünschen uns Frieden in Europa: durch die Rückkehr zur Völkerfreundschaft und einer lebendige Kooperation der Länder der europäischen Union, der Ukraine und Russlands.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Am 9. Mai trafen wir uns nun bereits um 9.30 an einem der Parkplätze am Ehrenmal in Treptow. Die vom beauftragten Blumenladen angelieferten Gestecke wurden mit Hilfe vier kräftiger & hilfsbereiter russischer Männer zu der Statue der Trauernden Mutter getragen. Für alle Spender haben wir hier eine kurze filmische Dokumentation der für das gespendete Geld erworbenen Blumen & der daran befestigten Schleifen mit den Spendernamen. Die Gestecke wurden vielfach von angereisten russichen Besuchern fotographiert, die es offensichtlich freute, dass auch Deutsche -- gerade in Zeiten einer Konfrontation auf Ebene der Regierungen -- sowjetische Kriegsopfer würdigten.


Das Treptower Ehrenmal, wie auch alle anderen Gedenkstätten für gefallene sowjetische Soldaten in Berlin, wurde an diesem Tag unglaublich gut besucht: Zu klar ist es den Nachkommen der Gefallenen, dass es sich um das letzte Jubiläum des Siegestages handeln dürfte, an dem noch ein nennenswerter Anteil an Veteranen teilnehmen konnte. Bereits um 10 Uhr morgens beliefen sich die polizeilichen Schätzungen auf 10 000 Besucher, über den ganzen Tag dürften es alleine in Treptow an die 40 000 gewesen sein. Etwa zwei Drittel der Besucher waren russischer Herkunft, von ihnen waren etwa die Hälfte aus Russland mit Bussen gekommen, bei der anderen Hälfte handelte es sich um in Deutschland lebende Menschen russischer Herkunft.

Wir vier hatten an einem der Eingänge einen Holztisch am Stand des Co-op Anti-Kriegs Cafés, an dem vier internationale Musiker durchgängig Musik machten. Dort verteilten wir Kopien unseres Aufrufs mit einer Bitte um eine weiterführende Spende für ein Kinderkrankenhaus in Donezk (Initiative von André Hrunko und Wolfgang Gehrke). Dieser Stand und die Atmosphäre in Treptow an diesem Tag können auf folgendem Video angeschaut werden:


Wir hatten ein "Kondolenzbuch" ausliegen, in dem Besucher eintragen konnten, was ihnen an diesem Tag im Kopf herumging & auf der Seele lag, wovon viele, vor allem unter den russischen Besuchern, bereitwillig Gebrauch machten:

Hier ein Einblick in die Einträge:

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Auswahl: https://plus.google.com/photos/114961090299642007793/albums/614757957504...

Die gesammelten Einträge in Übersetzung lauten folgendermaßen (sofern wir dies korrekt entschlüsselt haben) & können hier entweder als Videoclip von Anti-KriegsTV angeschaut oder nachgelesen werden:


Kondolenzbuch-Eintragungen

Seite 1

Danke an unsere Großväter für den Sieg (über den Faschismus).

 

Seite 2 (und 3)

Zum Tag des Sieges! Drago Rebells

 

Seite 2 (und 3)

Zum Tag des Sieges! Wir verdanken Euch den Sieg!

 

Seite 4 (und 5)

Zum Tag des Sieges, geliebte Veteranen! Wir sprechen einen Riesendank dafür aus.

 

Seite 6 (und 7)

Zum Tag des Sieges, Danke für den friedlichen Himmel, für unser Leben. Einen schönen Feiertag, Veteranen!

 

Seite 8 (und 9)

Wir haben die Aufgabe sicher zu stellen, dass unsere Völker nicht wieder aufeinander gehetzt werden. Eurasien als Motor für Europa – Mario Kabasch

 

Seite 8 (und 9)

darunter: Sehr einverstanden mit Mario! Dima (Dmitrij)

 

Seite 8 (und 9)

Ein wunderschönes lichtvolles Fest! Danke an unsere Großväter für den Sieg. Die Welt und das Verstandnis zwischen den Völkern müssen gedeihen! Albina

 

Seite 10 (und 11)

Wunderschöne dicke Blumensträuße (dt)

 

Seite 10 (und 11)

Frieden mit Russland! Dass allen Hetzern gegen den Frieden der Völker der klare Wille zum Frieden den Mund verschließe. (dt)

 

Seite 12 (und 13)

Eine nicht endende Menschenansammlung im vereinten Gedenken und ich war dabei. Für Frieden mit Russland und allen friedliebenden Völkern der Welt – ab jetzt und jedes Jahr. Druschba Maren Müller (dt)

 

Seite 12 (und 14)

Neue, andere Horizonte als alter West-Berliner Frontstädter, Bernd Ebert (dt)

 

Seite 15

Wir wünschen uns auch den Frieden in der Ostukraine und überall dort, wo Menschen sich kämpfend um eine bessere Welt einsetzen! 9.5.2015 G. Papendick (dt)

 

Seite 16

Wir wünschen friedlichen Himmel für Russland und Deutschland, diese Freundschaft soll Jahrhunderte überdauern. Mögen unsere Kinder und Enkel niemals die Kriegsgreuel erleben. Wir möchten uns an die deutsche Regierung wenden –  Hände weg von Donbass, bittte – gibt den Menschen dort Ruhe und Stille. Das sind Menschen wie wir! Mögen Donbass-Kinder sich nie mehr in den Kellern vor Bombardements der ukrainischen Armee verstecken! Unsere Mütter, unsere Söhne, Töchter und Enkel wollen Frieden. Wir sind keine Terroristen! Frieden, Frieden;

Dortmund, 9.Mai 2015 Schamber, Karuna LNR-Dortmund

 

Seite 17

Keiner hat das Recht, andere Völker zu unterdrücken, es sei aus noch so „edlen“ Motiven. Rosemarie Riel (dt)

 

Seite 17

Es lebe der große Sieg!

 

Seite 17

Wir sind für den Frieden! Maas Olga, Maas Nelli

 

Seite 18

In Erinnerung an die russischen Gefallenen im 2. Weltkrieg. Marat, Jana

 

Seite 18

Mit dem 70jährigem Jubiläum des Sieges (über den Faschismus). Glück für alle! 9.5.2015 unleserliche Unterschrift

 

Seite 19

Vielen Dank! Der Erinnerung an die Toten sollen wir würdig sein. 9.5.2015 -unleserlich-

Kaukasus, Pjatigorsk

 

Seite 19

Das Vermächtnis unserer Väter und Großväter: Nie wieder Krieg. B. Marli, 9.5.2015 Berlin (dt)

 

Seite 20

Ehre dem russischen und dem deutschen Volk! Eine Ehre für Jahrhunderte! 9.5.2015

 

Seite 20

Es lebe der große Sieg über den Faschismus! Der Frieden soll ewig währen. 9.5.2015

 

Seite 20

Nur Frieden. 9.5.2015, unleserlich (dt)

 

Seite 20

Danke den Gefallenen dafür, dass wir in Frieden leben dürfen. Vielen Dank (- dann auf dt.)

 

Seite 20

Danke dem Großvater für den Sieg!

 

Seite 20

Danke an die Helden und Ehre den Siegern! Narhova Valentina und Zhirkova O. E.

 

Seite 21

Mein Vater fiel am 9. Mai (das ist der ältere Herr, der nicht mehr weiter schreiben konnte und unter Tränen ging, er schreibt „tjatko“ für Vater – weißrussisch oder ukrainisch für Vater)

 

Seite 21

Danke dem Großvater für den Sieg, für den blauen Himmel. Es gibt nicht mehr Viele von Euch, ich verneige mich bis zur Erde. Berlin, 9.5.2015 Zaom Buchmiller

 

Seite 21

Danke an alle Gefallenen, Danke an alle, die überlebt haben! An alle, die gegen den Nationalismus gekämpft haben, im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit! Ewige Erinnerung! Wir sind stolz und erinnern uns! Sidorenko, Walter, Mao

 

Seite 22

Danke an Russland, Danke an Putin. Ihr Russlandfreund Reiner Reiner

 

Seite 22

4.5.1941 - Dank den Völkern der Sowjetunion, Dank für die Befreiung von Faschismus. Frieden mit allen Völkern der Welt. Georg Regula, Berlin 9.5.2015

 

Seite 22

Ewiger Ruhm allen Gefallenen und allen, die überlebt haben, im Kampf für Frieden, Freiheit und Glück für alle Menschen auf der Erde – im heiligen Kampf gegen den Faschismus! Ruhm den Arbeitern im Hinterland! Irina und Wladimir Jakobi

 

Seite 23

Wir sind keine Nationalisten, wir sind Russen, Litauer, Ukrainer. Wir sind ein stolzes Volk dieser Erde! Für den Frieden! Danke an die Kämpfenden für unser wunderschönes Leben. Ewiger Ruhm den Veteranen. Danke an euch! -unleserlich-

 

Seite 24

Alle Kinder weinen gleich, alle Kinder lachen ebenso gleich. Alle wollen sie Frieden, Freude und Güte! Kein Land oder Volk hat ein Recht darauf, über andere Völker zu entscheiden. Wir sind gegen den Krieg in allen Ecken unserer kleinen und wehrlosen Erde! Frieden für alle und überall!

Levtschenko und Pennery

 

Seite 25

Es wundert, wie kann Kanzlerin Merkel, eine ehemalige Bürgerin der DDR, eine Komsomolzin, eine solche ekelhafte, falsche Politik gegen Russland führen! Danke an Euch, dass Ihr gegen die antirussische Propaganda kämpft! Wir sind mit Euch! Es soll immer Frieden sein! Irina und Jürgen Hoffmann (sie ist eine Russin, er – Deutscher, habe mich mit ihr unterhalten)

 

Seite 26

Der große vaterländische Krieg war kein Krieg zwischen dem deutschen und russischen Volk. Es war ein Krieg Gut gegen Böse. Wir möchten nicht, dass sich so etwas erneut wiederholt. Ich denke, jeder normal denkende Mensch will einfach nur Frieden! Euch einen schönen Feiertag, N. Trofimowa, Berlin

 

Seite 27

Nie wieder Krieg! Ich schäme mich als Deutsche für diese Regierung und für dieses Land. Die Russen sind unsere Partner und Freunde. 27 Millionen russische Menschen dürfen nicht umsonst gestorben sein! Bärbel Güth, Eisenach und Margit Stiemer

 

Seite 28

Wir sind aus Bremerhafen gekommen – um der Gefallenen zu gedenken. Sie starben, damit wir heute leben! Danke dem Großvater für den Sieg! Nesterow, Ritter, Gunger

Seite 29

Wir sind empört über Frau Merkels Politik. Wir sind mit dem deutschen Volk! Wir sind für den Frieden und gegen eine falsche Demokratie. -unleserlich-

 

Seite 29

Wir sind für Frieden! -unleserlich-

 

Seite 29

Hoch lebe Putin! -unleserlich- (dt)

 

Seite 30

Meine Familie unterstützt den Protest gegen die europäische Politik und die von Frau Merkel, die Russland degradiert. Familie Schulz aus Berlin – Danke an Russland für den Sieg (über den Faschismus)

 

Seite 31

Auch ich habe Verwandte, die in diesem großem Krieg gestorben sind. Ich bitte alle, das Andenken an die Soldaten, die für unser Leben starben, zu wahren. -unleserlich- Israel

 

Seite 31

Putin ist gut für Russland,

Putin ist gut für Deutschland!

Für unser Frieden!

Nie wieder Nazis! (dt)

 

Seite 32

Die BRD-Politik gegenüber Russland sollte sich endlich ändern! Frau Merkel, warum - warum nehmen Sie nicht an den offiziellen Feierlichkeiten anläßlich der Befreiung vom Faschismus teil? Schluss mit der Embargo-Politik gegen Russland, sie ist letztendlich nur zum Nachteil Deutschlands! Richter 9.5.2015 (dt., ein pensionierter Lehrer aus dem Osten, ich habe mich mit ihm unterhalten)

 

Seite 33

Ich erinnere mich und ich bin stolz. Mein Großvater, Demidov A. I. Kämpfte in der II. Ukrainischen Armee. Allen einen schönen Feiertag! -unleserlich- Minsk, Weißrussland

 

Seite 33

Verflucht sei der Faschismus, er hat keine Zukunft! 9.5.2015, Berlin N. Seideltrack

 

Seite 34

Ich erinnere mich! Mich befreite die rote Armee! Danke! Lisa Kerner, 1943 (hier schrieb jemand im Namen seiner Angehörigen)

 

Seite 35  → slide-Panorama

 

Seite 36

Danke an Großväter und Großmütter für diesen Sieg. Wir erinnern uns! Wir vergessen nicht! Kinder, Enkel, Urenkel – Ukraine, Weißrussland, Russland 9.5.2015

 

Seite 37

Danke an die Großväter. Eheleute Perebaev, Alma-Aty Kasachstan

 

Seite 37

Russland und Ukraine! Im Sinne eines Reservisten des Kontingent Vigo…. (Ergibt das so einen Sinn?) (spanisch, S. 37)

 

Seite 38

Ewiges Gedenken. Ukraine, Herson-Berlin

 

Seite 38

Gratuliere zur Feier des Sieges, Brüder – Herson

 

Seite 39

In diesem Jahr sind unglaublich viele Menschen gekommen. Das ist großartig! -unleserlich-

 

Seite 40

Unser Neffe Anatolij, der den Namen seines gefallenen Onkels Anatolij Alexandrowitsch K. bekam, lebt heute – auf Geheiß des Schicksals in Berlin... Ewiges Gedenken an meinen Onkel und seien Freunde, die Befreiung unserer Heimat fielen! Berlin, 9.5.2015

 

Seite 41

Vater war 10 Jahre seines damals jungen Lebens in russischer Gefangenschaft. In seinem Namen: nie wieder Krieg! G. Sumann (S. 41) (dt)

 

Seite 42

In Dankbarkeit an die Gefallenen im Großen Vaterländischen Krieg. Danke! -unleserlich-

 

Seite 43

Viele Grüße aus Berlin-Spandau. Mein Name ist Stefan Günter Hempel, bin verheiratet mit einer russischen Frau. Mir tut es sehr leid, was die Politiker denken über die rote Armee usw. -unleserlich- (dt)

 

Seite 44

On this day, 70 years after the greatest victory in military, human history, we stand in awe, and never-ending respect for the sacrifice of the soviet people and Red Army. Our thanks is boundless, our joy overwhelming. R-unleserlich-

 

Seite 45

Wenn die Bilder der Veteranen mir eins sagen würden, dann wäre das: „Wir haben dafür gekämpft, dass Ihr eine Chance habt! Nützt sie! Anton von Röhren (dt)

 

Seite 46 und 47

Nie wieder Krieg! Nie wieder Krieg zwischen Deutschland und Russland. Dank dem russischen Volk. Wir hoffen auf einen Frieden auch in der Ukraine und auf der Krim. Die amerikanischen Weltkriegstreiber müssen gestoppt werden. Europa und Russland gehören zusammen. Kampf für eine friedliche Welt!!!

Volker und Anita Krause (dt)

 

Insgesamt war dies ein sehr bewegender & gewinnbringender Tag, an dem wir, so hoffen wir, die Botschaft, die wir im Sinne unserer Spender zu vermitteln hofften, auch an viele Menschen dort richten konnten. Nichts ist so wichtig, um sich jeder Konfrontation zwischen Russland und Deutschland zu widersetzen, als die sichtbare Kommunikation und Kooperation von Menschen der beteiligten Länder. Auch dieser Tag in Treptow kann nur ein Anfang gewesen sein, um von unten her eine bilaterale Situation zu schaffen, die es den politischen Eliten dies- & jenseits des Atlantiks unmöglich macht, die Menschen aufeinander zu hetzen.

Deshalb auch noch folgende Bitte:

Nach wie vor braucht das Kinderkrankenhaus in Donezk dringend Medikamente. Spendet für:

Verwendungszweck: "Hilfe für die Kinder von Donezk"

Empfänger: Wolfgang Gehrcke

Berliner Sparkasse

IBAN DE80 1005 0000 4184 6308 00

 

Des Weiteren stellt Russland.TV auf Kai Ehlers Russland.ru eine über Youtube erfolgte Pakettaktion mit nicht verderblichen Lebensmitteln vor, die sie selbst getestet haben. Die Leute, die die Pakete dann weiter verteilen, leben in Mariupol. Gut an einer Pakteaktion ist, dass viele über die Grenze geschickte Pakete, die ja zunächst von der ukrainischen Post an die Aktiven versendet werden, ein so sichtbares Zeichen sind. Hierdurch können wir (auch der Regierung in Kiew) zeigen, dass wir (als Westeuropäer) die Einseitigkeit unserer medialen Berichterstattung nicht teilen & uns uneingeschränkt auch mit den Ostukrainern solidarisch zeigen & den Frieden fordern.

Anleitung & Adresse dieser Aktion finden sich hier:

Die groß angelegte Youtuber-Aktion #MayBeBetter hat unsere deutsche Außenstelle animiert, ein erneutes Hilfspaket in die Ostukraine zu schicken, an die Hilfsstiftung Mariupol, die auf beiden Seiten der Front Flüchtlingen und Kriegsopfern hilft.

Da hier auch mit weniger Osteuropa-erfahrenen Zuschauern zu rechnen ist, gibt es eine genaue Anleitung und wir hoffen, dass sie viele Leute animiert, den Menschen in dem allmählich etwas in Vergessenheit geratenen Krisenherd zu helfen. Auch wo die Hilfe vor Ort ankommt, ist zu sehen inklusive unserer guten Erfahrungen mit eigener Hilfe an die unermüdlichen Freiwilligen der Stiftung. Ziel der Aktion #MayBeBetter ist eine gute Tat von YouTubern, um andere zu einer eben solche zu animieren.

http://www.russland.ru/helft-der-ostukraine-video-maybebetter/

 

Kommentare

Bild des Benutzers ebertus

bin ich froh, als ganz kleines Rädchen im Geschehen dennoch auch meinen Beitrag dazu geleistet zu haben; Dank den oben genannten Organisatorinnen und eben auch via der Termiten. Bin in Richtung derartiger Events eigentlich recht introvertiert, aber Ausnahmen wie diese wichtige Sache hier seien gestattet.

Interessant, am Rande erwähnt, war das Gespräch mit einer Deutsch-Ukrainerin, die Claudia und ich bei unserem Rundgang unten an der Rückseite der großen Statue trafen, diese Frau gerade die Schleifen eines ukrainischen Kranzes zurecht rückte. Bei aller Kritik ihrerseits an Russland, an Putin überwog das Gemeinsame, die gemeinsame Historie jenseits von Geschichtsrevisionismus. Und dies schließt ausdrücklich das heutige Deutschland ein, Menschen die eben dieser Geschichte am Treptower Ehrenmal ihren Respekt erweisen. 

Ähnliche sehr versöhnliche Gespräche konnten wir auch zuhauf führen. Das hat auch sehr gut getan.

Deshalb halte ich die intensivierten zivilgesellschaftlichen Gespräche, die wir sichtbar machen müssen, als die wichtigste Gegenkraft zum Versuch der Kriegstreiberei von oben, eine Gegenmaßnahme, die wir weitgehend entfachen, stärken & aufrechterhalten müssen.

Maren Müller von der Ständigen Publikumskonferenz, die sich solidarisch an der Aktion beteiligte, hat diesen Beitrag in einem Artikel verlinkt, der gleichfalls hier von grundsätzlichem Interesse sein dürfte. Ich kopiere ihn deshalb hier ein, statt ihn nur zu verlinken:

Gedenken und Zumutungen

Gedenken

Ich gebe zu, dass ich mich in der Vergangenheit nie sonderlich für Gedenken, Gedenktage, Denkmäler und ähnlich vermeintlich Rückblickendes interessiert habe. Das Verharren an Steinen und Gedenkstätten erschien mir stets als Zeitverschwendung und so war mein politisches Wirken ausschließlich nach vorn gerichtet und beschäftigte sich mit Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Das einzig Brauchbare, was ich je für die Gedenkkultur vollbracht habe, war das „Besprechen“ eines Stolpersteines für Georg Schumann in Leipzig.

In diesem Jahr nahm ich zum ersten Mal in meinem Leben aus eigenem Antrieb an einem wichtigen Gedenken teil. Gemeinsam mit vielen Freunden und Mitstreitern, welche die Sorge um den Frieden und die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen eint, setzte ich am 9. Mai dieses Jahres in Berlin ein Zeichen des Gedenkens an die zahlreichen sowjetischen Opfer des deutschen Faschismus.
Dem organisierten Gedenken ging eine Sammelaktion voraus, in deren Verlauf über 1000 Euro für die Blumen und Ehrenkränze eingeworben wurden, die wir vor der „Trauernden Mutter” am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow niederlegten.

Ich hätte mir vor Jahren, als in meinem „alten“ Land die Gedenkveranstaltungen noch staatlich verordnet wurden und sich meine Begeisterung für die sowjetischen Besatzer in Grenzen hielt, niemals träumen lassen, dass ich jemals aktiver Teil einer derartigen Veranstaltung werden könnte.

Den Grund für mein spätes Engagement haben andere geliefert. Eine sogenannte Russlandversteherin (einzig wahres Unwort des Jahres 2014) bin ich erst seit der aktiven Befassung mit dem feindseligen Ton und der einseitigen Schuldzuweisungen zulasten Russlands innerhalb unserer Medienberichterstattung zur Ukraine-Krise. Ich könnte das exakte Datum nennen, aber ich möchte es bei einer kurzen Erinnerung belassen.

Es war die mediale Falsch-Darstellung eines ostukrainischen Kämpfers, der auf dem Trümmerfeld der MH17 angeblich „triumphierend“ einen Teddybären in die Luft hielt. „Gorillas zum fürchten“ titelte damals der WDR in vorauseilender Manier und in kompletter Unkenntnis der wahren Umstände und das ZDF nannte die „pro-russischen Separatisten“ verallgemeinernd Plünderer.

Mich interessiert in dem Zusammenhang nicht das absurde Geschmiere von Springer oder anderer Verlage mit eingeschränkter Pressefreiheit. Nur der organisierte öffentliche Widerspruch und der Boykott mit dem Geldbeutel hilft gegen eine meinungsbildende Maschinerie, die keinem journalistischen Ethos folgt oder gar der Wahrheit verpflichtet ist.

Die Alimentierung derartiger Ausfallerscheinungen innerhalb öffentlich-rechtlicher Medienanstalten muss allerdings weiterhin kritisch hinterfragt werden. Die Öffentlich-Rechtlichen haben vom Gesetzgeber einen eindeutigen Auftrag und genießen keinen Tendenzschutz, auch wenn das die versammelten fossilen Parteigranden in den Gremien vielleicht gerne hätten. Der Auftrag besteht unter anderem darin, dass veröffentlichte Informationen journalistischen Ansprüchen zu genügen haben sowie Objektivität, Unparteilichkeit, Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt (§ 11) wiederspiegeln.

Der Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges wurde von allen beitragsfinanzierten Rundfunkanstalten bereits im Vorfeld ausgiebig für feindselige Attacken gegen Russland und den russischen Präsidenten Putin missbraucht. Angesichts der Tatsache, dass es heute die Täterenkel wagen, dem Land, welches am grausamsten unter der deutschen Aggression gelitten, die größte Opferzahl zu beklagen und den Hauptanteil an der Befreiung hatte, auch anlässlich dieses wichtigen Gedenktages den Respekt zu verweigern, gibt zu denken.
Hätte man diese penetrante Berieselung aus rein ethischen Gesichtspunkten nicht mal für ein paar Tage aussetzen können?
So etwa, als wäre Karfreitag und angesichts der Leiden Christi herrschte Tanzverbot?

Bereits die absurde Berichterstattung über das Begehren einer zahlenmäßig überschaubaren russischen Biker-Truppe, an den Gedenkfeierlichkeiten in Berlin teilzunehmen, nahm paranoide Züge an und gipfelte in sich gegenseitig überbietenden Schmähungen bis hin zu einem ekelhaften und Züge von Volksverhetzung tragenden Kommentar eines Mitarbeiters des Deutschlandfunkes, dem ein Mitstreiter eine saftige Programmbeschwerde gewidmet hat. Wenn der deutsche Herrenmensch, dem russischen Pöbel, der noch nicht einmal eine vernünftige Autobahn bauen kann, mal eben zackig beibringen will, wie er kultiviert seine 27 Millionen Toten zu betrauern hat, dann ist es wieder an der Zeit verdammt wachsam zu sein.

Schlussendlich wurden Dank der unterirdischen „diplomatischen“ Attacken und der entsprechenden Werbeblocks innerhalb deutscher Qualitätsmedien aus zwei Dutzend Bikern mehrere Hundert, die sich aus ganz Europa solidarisch anschlossen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Die von den zahlreichen deutschen Zensoren russischer Gedenkkultur panisch gefürchteten Stalin-Fahnen waren weit und breit nicht zu sehen.

Auch die übrigen Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten waren in der Woche des 70. Jahrestages nicht dazu geeignet, Gedenken zuzulassen. Man versteckte die russlandkritischen Beiträge unter anderem auch in Kultursendungen wie ttt und Kulturzeit, um sich möglichst flächendeckend und zusätzlich zu den Nachrichten auch in Reportagen oder Geschichten an vermeintlichen Defiziten des heutigen Russlands (Homophobie) und am immer wieder kolportierten Bild des hässlichen Russen der Nachkriegszeit (Vergewaltigungen) abzuarbeiten. So widmete sich der MDR in der Kultursendung Artour am 07.05.2015 dem Massenselbstmord von Demmin, in dessen Verlauf tausende Deutsche in den Freitod gingen – aus Angst vor der Roten Armee.

ARD- und ZDF-Korrespondenten wurden nicht müde, eine vermeintliche Isolation Russlands herbeizureden, angesichts der Tatsache, dass der Westen – oder besser gesagt die gesammelten NATO-Vertreter – kollektiv in Anstandsfragen versagten und den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges fernblieben.
In völliger Ausblendung aller Möglichkeiten, die sich dem interessierten Rezipienten bieten, die Feierlichkeiten in Moskau zu verfolgen, wurde von leeren Rängen phantasiert und die reichlich anwesenden hohen Vertreter der „restlichen“ Welt blieben, mit Ausnahme des chinesischen Präsidenten, unerwähnt.

Das ärgerliche Blockdenken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten spiegelte sich einmal mehr in der Berichterstattung wieder und zeigte erwartungsgemäß die völlige Unfähigkeit der Programmverantwortlichen zur objektiven, unparteiischen und ausgewogenen Berichterstattung. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich die entsprechenden Sendungen im Nachhinein anschaut und miteinander vergleicht. Mediatheken sei Dank.

Selbst die 40-minütige Rede von Heinrich August Winkler zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges vor dem Bundestag wurde von ARD und ZDF – sicher ganz unbeabsichtigt und voller Unschuld – auf Russland, die Krim und Russlands Rolle im Ukrainekonflikt fokussiert. Der Tag des Gedenkens an die Millionen Opfer des deutschen Aggressors fiel der gewohnt ideologisch intendierten Russlandkritik zum Opfer und rückte somit aus dem Zentrum der Berichterstattung.

Man muss sich wirklich fragen, ob die Mitarbeiter der zuständigen Redaktionen die entsprechende Nachrichtengebung freiwillig und ohne den Hauch des schlechten Gewissens verabreichen oder ob da tatsächlich eine Art Weisung dahinter steht. Ich verstehe diese Konformität nicht.
Für Leser, die bereits mit der Verschwörungskeule bereit stehen: Journalisten wie Jakob Augstein, Harald Schumann und einige Ex-Mitarbeiter der Öffentlich-Rechtlichen im Ruhestand, beklagten bereits mehrfach öffentlich eine gewisse redaktionelle Unfreiheit.

Die Tatsache, dass die versammelte Gilde deutscher Russlandberichterstatter, die beständig die angeblich mangelnde oder nicht vorhandene Pressefreiheit in Russland beklagt, just aus diesem Land unverdrossen und vor allem ungestört von Regelements russlandfeindlichen Töne, teils hanebüchene Unwahrheiten und penetranten NATO-Gefälligkeitsjournalismus in die Welt posaunen darf, ist ebenfalls mit Logik nicht zu begründen.
Anders verhält es sich mit dem Fakt, dass die Organisation, der man das entsprechende Ranking zu verdanken hat, großzügig von einer US-amerikanischen Organisation gesponsert wird.
Aber das nur am Rande.

Konflikte im In- und Ausland beginnen immer mit gezielter Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Die Marschrichtung der Meinungen, die sich die Bürger z. B. vom unerschrockenen Gewerkschafter, vom griechischen Finanzminister, von Präsidenten diverser Staaten oder von ganz einfachen Kopftuchträgerinnen zu bilden haben, wird von Massenmedien vorgegeben.
Geplante Kriege, Erhöhung der Rüstungsausgaben und die Stigmatisierung anderer Staaten, Religionen und Kulturen erfahren nur durch die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung Rechtfertigung.
Gerade die Deutschen sollten die gesteuerten Entwicklungen noch in guter Erinnerung haben.

Ein sehr kluger und engagierter Mitstreiter hat einmal folgende Sätze formuliert und diese Ansage fasst in wenigen Sätzen das zusammen, was die Arbeit der Ständigen Publikumskonferenz im Groben ausmacht. Wer also auch weiterhin der Meinung ist, dass das Anprangern permanent und penetrant gestreuter, bedauerlicher Einzelfälle der falschen Bilder, verkürzten Zitate, falschen Übersetzungen, falschen Behauptungen etc. Krümelkackerei sei, der möge Revue passieren lassen, welche kriegsvorbereitenden Lügen in der Vergangenheit, vom Reichstagsbrand bis zur Brutkastenlüge, durch mediale Verstärkung in das Bewusstsein der Menschen gelangten, sich dort als ultimative Wahrheit verfestigte und die Menschen schlussendlich mit Zustimmung reagieren ließ. Sei es für den totalen Krieg, für die Teilnahme an kriegerischen Handlungen gegen andere Völker, den Kampf gegen andere Kulturen und Religionen oder auch für den Rauswurf eines geplünderten Landes aus der europäischen Gemeinschaft.

„Der Kampf um die Wahrheit – auf den es im Mediendiskurs hinausläuft – ist nicht allein ein Kampf um die Demokratie, sondern der wichtigste Kampf für die Zukunft nicht nur unserer Gesellschaft, sondern für das Überleben der Menschheit im Ganzen. Was pathetisch klingt, ist nichts anderes als nüchterne Schlussfolgerung. Über die gesamte Geschichte der Menschheit dienten Lügen und Desinformation der Machtsicherung und Bereicherung der Herrschaftselite – ganz gleich ob religiöser oder weltlicher Art -, die nicht nur nicht davor zurückschreckte, ganze Völker gegeneinander aufzuhetzen, sondern das Mittel des Krieges ganz gezielt benutzte, um eigenen Vorteil daraus zu schlagen. Waren diese Verbrechen schon in der Vergangenheit von gigantischem Ausmaß, so könnten sie heute das Ende der Menschheit bedeuten. Nur die Wahrheit – und zwar die umfassende, verfügbare Wahrheit – kann Menschen und damit demokratische Gesellschaften befähigen, die für sie richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.“

https://publikumskonferenz.de/blog/

 

Bild des Benutzers tralala

Hallo Anja,

vielen Dank, dass du den Beitrag erstellt hast! Ich bin sehr froh, den Tag mit euch dort erlebt zu haben und bin noch immer sehr bewegt.

Viele Grüße,
Larissa

P.S. Maren's Text ist großartig, völlig d'accord.

 

Bild des Benutzers fahrwax

Auch ich bedanke mich, Anja! Dein Bericht verschafft mir eine körperliche Ahnung von der inneren Bewegung dieses Tages.

Das habt ihr sehr gut hinbekommen: es möge wirken, gegen die Sprachlosigkeit und die Tiraden der Hetzer.

Gruß, Werner

Herzlichen Dank für die guten Wünsche! (--- zumal wir ja deshalb das Termiten=Treffen in der Eifel verpassen mussten.)

Liebe Grüße,

Anja

Bild des Benutzers costa esmeralda

Liebe Anja,

ganz lieben Dank für Eure Arbeit/Engagement!!! Dein Bericht hat mir den Tag in Berlin lebendig gemacht, und damit nochmals die Dankbarkeit in mir hervorgerufen, die meine Generation den gefallenen russischen Soldaten schuldig ist. Wir haben ein dreifaches Privileg: Ein Leben ohne Faschismus, ein Leben ohne materielle Not und ein Leben im militärischen Frieden. Dieses spezielle deutsche Privileg verpflichtet gegenüber der Welt. 

LG aus Heidelberg, Hermann

PS: Wir sollten im Backend weiter diskutieren, wie wir uns diesem Privileg würdig erweisen können. 

Danke für den Zuspruch!

(Diskussion sollte in der Tat folgen.)

Bild des Benutzers costa esmeralda

Liebe Anja,

das "Kondolenzbuch" hat mir besonders gefallen. Man sieht vor allem, dass es im relativ prosperierenden Metropolen-Europa noch Menschen mit Empathie und Friedenswillen gibt. Das macht Mut. Die Reaktion unserer deutschen Politik ist einfach nicht zu fassen und macht tief beschämt! Na ja, Hauptsache, sie hat dem grossen atlantischen Bruder Tribut gezollt.

LG, CE

Lieber CE,

die Begegnungen rund um diese Eintragungen waren wirklich bewegend, Und nötig: Denn viele Menschen in diesem Land möchten in dieser Hinsicht bitte nicht mit ihrer Regierung verwechselt werden.

Merkels schlimmer Auftritt am 10.9.2015 in Moskau, bei dem sie sich herausnahm, im Zuge eines Gedenkakts für 27 Millionen sowjetischer Kriegsopfer durch einen deutschen Vernichtungskrieg die - ja nun unblutige - Eingliederung der Krim in die RF als "verbrecherisch" zu beschimpfen, war nämlich geschichtsvergessen & für uns alle beschämend.

Nach Auffassung des US-Journalisten John Helmer hat sie hierdurch den Bogen endgültig überspannt & sich selbst politisch schachmatt gesetzt.

http://russia-insider.com/en/mother-goose-has-cooked-her-goose-how-angel...

Ich hoffe sehr, dass unter den deutschen Falken noch Köpfe fallen werden & wir noch Hoffnung auf eine künftig zumindest zurechnungsfähige Regierung haben können.

Alles andere wäre übel.

Herzliche Grüße,

Anja

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Liebe Anja,

deutsche Politik gegenueber Russland ist einfach ungeheuerlich. 

Aber wir muessen das Beste daraus machen, vonseiten der deutschen Zivilgesellschaft.

Hermann