20 Nov 2014

Die Geschichte vom Tierreich

Submitted by ebertus

Sortieren, oder gemein machen? Ähnlich der Feststellung von Helmut Schmidt was einen ganz realen "Staatsterrorismus" angeht? Oder ein drohendes "Wir haben auch Geiseln" im sog. Deutschen Herbst und welches dem seligen FJS zugeschrieben wird? Wie auch immer, die Guten sortieren sich!

Vorab etwas zum (beinahe) Schmunzeln...

Ja, die Guten sortieren sich. Und nein, offiziell gemein machen sie sich noch lange nicht. Aber man wird den gemeinen Kommentator doch schon mal als "Tier" bezeichnen dürfen, oder? Das ist zumindest voll kompatibel zu einer hehren, einer gebotenen Verteidigung unserer Wirtschaftsinteressen überall auf der Welt; gegen die Bösen, die Schurken, die Ti.... eben.

Und da wir die Guten sind, deshalb müssen wir gut aufpassen, ganz schnell die Reihen schließen, auch mit denen, die nicht ganz so gut sind wie wir; aber fast.... Der Stefan hat das bereits vorgemacht, steht dem qua Aura selektiv-kritischen Medienjournalist im Zweifelsfall die gute alte, die fast gute FAZ wohl wesentlich näher als die böse neue...; würg!

Konsequent dann der ebenfalls selektiv-kritische Markus; und auch das ist legitim, wenngleich nun die datenschützerseitig gern bemühte Causa Snowden etwas umdefiniert werden müsste; transatlantisch grün vielleicht, weil dort wie hier sind wir definitiv die Guten, brauchen uns im Gegensatz zum Edward nicht im Kremel verstecken.

Dass die gute ZEIT die Reihen ebenfalls geschlossen hält, das dürfte nicht zuletzt anstalt-approved kaum wirklich überraschen, wenngleich die dort (noch) lesbaren Kommentare -soweit kurz überflogen- den transatlantischen Schulterschluß vielfach nicht wirklich goutieren. Sei es d'rum, wenn die Krauties kommen, dann bleiben die Kommentare eh' unter uns, sind die Kommentatoren monetär selektiert und handverlesen.

Zurück zum Tierreich; und es wäre nur konsequent, erwartbar auf jeden Fall, wenn auch die Tagesschau zukünftig dem seriösen, dem politisch korrekten Jubelperser einen Vorrang gibt - vor allem, was kommentatorisch so kreucht und fleucht. Im Gegensatz zu den anderen systemisch wichtigen, jedoch durch einen zunehmenden Käuferstreik gebeutelten privaten Großmedien müssen die Öffentlich-Rechtlichen nicht einmal mehr gerettet werden; sie sind per Definition, per Rahmenvertrag bereits bezahlt.

Disclaimer: Wie an den mehr als 3.000 Kommentaren bei derFreitag seit meiner Anmeldung dort am 05.02.2009 sehr schnell zu erkennen ist, so habe ich keinerlei Grund, mich von dieser öffentlich-rechtlichen Qualifizierung angesprochen zu fühlen. Aber genau das, diese abstrakte, gruppenspezifische Zuschreibung ist nicht nur ein Zeichen von (beispielsweise) Antisemitismus.

Es ist das großmediale Programm an Diffamierung und Dämonisierung!

Kommentare

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Der Chefredakteur von RTdeutsch im Interview bei Telepolis. Eloquent und dennoch -so mein Eindruck- jenseits einer Pseudoneutralität, wie sie großmedial hierzulande gern vorgetragen wird. Manchmal schon entrüstet zelebriert, obwohl sich das Kartenhaus längst als ein pontemkinsches Dorf herausgestellt hat.

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Danke für den Tip mit TELEPOLIS. Das dort wiederum eingebunde, wie ich finde affengeil gemachte, Startprogramm vo RT schnalle ich hier einmal gleich hinein. Ich hatte die, naturgemäß gänzlich andere und deutlich flachere, Sichtweise der ZAPP-Kollegen schon zuvor bei den Gebühren-Empfängern studieren dürfen.

Sarkasmus gegen die trolligen Propagandisten vom Feinsten:

 

 

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Zwar ist die Zahl derjenigen, die den Pfad der hochoffiziellen Beschreibung der Tierwelt verlassen, sehr überschaubar - zumeist sind sie in zeitliche, oder anderweitig abseitige Nischen verdrängt - aber es gibt sie: 

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Volker Bräutigam hat erneut eine detaillierte Beschwerde gegen die Bearbeitung und Verfälschung von Nachrichten durch das Personal der Tagesschau vorgetragen:

"Sehr geehrte Frau Schildt, sehr geehrter Herr Marmor,

erneut besteht Grund zur Beschwerde über einen Tagesschau-Bericht. Der längst (mit journalistisch unsauberen Arbeiten) verhaltensauffällige Korrespondent Lielischkies sagte im Anschluss an die Studio-Moderation

(In Kiew wurde heute der Toten der Maidan-Proteste gedacht)

den folgenden zweckgefärbten, verfälschenden und irreführenden Text auf:

(…) Präsident Poroschenko ehrte die, denen er letztlich seinen Aufstieg zur Macht verdankt: Die über einhundert erschossenen Demonstranten, deren Tod im Februar zum Ende der Janukowitsch-Herrschaft führte. Nachdem die Demonstranten am 20. Februar auch mit scharfen Waffen das Regierungsviertel zu stürmen versuchten, schossen Spezialeinheiten gezielt auf sie. Am Tag danach floh Janukowitsch aus Kiew. Die Angehörigen der Erschossenen kritisieren heute Poroschenko. (…).

Fälschung ist und Irreführung beabsichtigt die hier hervorgehobene Textpassage. Ihre Aussage steht in deutlichem Kontrast zu den historischen Fakten:"

Quelle und weiterlesen....