10 Apr 2015

#BILDBOYKOTT- Demo am 11. April 2015

Submitted by fahrwax

Für die notwendige Erneuerung des Journalismus in Deutschland


 von Florian Hauschild für Rebellunion

Liebe Freundinnen und Freunde,

in weniger als 24 Stunden beginnt die große #‎BILDBOYKOTT‬-Demonstration vor dem Axel-Springer-Haus in Berlin: Samstag, 11. April 2015 in der Axel-Springer-Straße 65.

Die Zahl der Aufrufe zu dieser Kundgebung kann sich mittlerweile sehen lassen. Nachdem Pedram Shahyar und Anabel Schunke von Rebellunion ihre Mobi-Clips ins Netz stellten, kam es zu einem wahren Sturm von weiteren Aufrufen zu der Veranstaltung, darüber hinaus zu weiteren Solidaritätsbekundungen. Der Rapper Kaveh erklärte in einem längeren Text warum er den #BILDBOYKOTT für gerechtfertigt und sinnvoll hält.

 

Der Musiker und Politiker Bruno Kramm, der auch auf der morgigen Veranstaltung sprechen wird, bringt es auf den Punkt: Die Aktion #BILDBOYKOTT bietet uns JETZT die Chance zu zeigen, dass wir alle mit der “Arbeits”weise der BILD nicht einverstanden sind! Kramm sieht sogar Paralellen zu der Zeit vor dem Fall der Berliner Mauer. Auch diesen haben Kommentatoren lange für unmöglich gehalten, bis er sich dann ereignete. Ganz plötzlich. Es reichte ein Funke.

Die spanischen Freundinnen und Freunde von Podemos Berlin unterstützen ebenfalls den Aufruf. Die Menschen in Spanien und anderen Ländern Süd- und Osteuropas, vor allem in Griechenland, sind schon lange die Zielscheibe der menschenverachtenden Hetze der BILD. RT Deutsch wird live und unkommentiert per Live-Stream von der Demonstration berichten

Der Kabarettist Christoph Sieber erklärt in einem aktuellen 7-Minuten-Clip, aufgenommen für den denkfunk: Bei der BILD geht es nicht um Journalismus, sondern ganz plump um Meinungsmache. Es geht am Ende nur darum große Teile der Bevölkerung in Uninformiertheit und Unaufgeklärtheit zu halten, weil dies sie leichter regierbar und manipulierbar macht.

Zu diesem Schluss kam auch bereits im Jahre 2011 die Otto Brenner Stiftung, die in ihrer “Bild-Studie” schon damals aufdeckte, dass es sich bei der BILD nicht – wie allgemein angenommen – um eine Zeitung, sondern um ein Geschäftsmodell handelt.

Einige Kommentatoren merken an: Das Problem ist doch nicht nur die BILD. Dies ist natürlich richtig. Aber die BILD dient in der deutschen Medienstruktur als Taktgeber, als Anheizer und Wegweiser für Hetzkampagnen aller Art. Über ein Netzwerk, das weit in andere Medien und in die Politik hinein reicht, wird dann die VerBILDung durchgeführt und gefestigt. Nach dieser Art werden politische Interessen durchgesetzt, und es werden auch ganz konkret Menschenleben zerstört. Bewusst und willentlich!

Wir demonstrieren am morgigen Samstag gegen BILD, zeigen damit aber auch, dass wir ganz allgemein NEIN sagen, zu der Art und Weise wie im deutschen medialen Mainstream seit Jahren der Journalismus in Deutschland ad absurdum geführt wird. Und hier gilt: “Wir können sie nicht dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen. Aber wir können sie zwingen, immer unverschämter zu lügen.”

Wir rufen mit dieser Demonstration gleichsam sympathisierende Einzelhändler auf, die BILD künftig nicht mehr zu verkaufen. Die Post Rutesheim etwa oder Taxi u. Minicar Seichter und auch der Edeka Heymer sind hier mutig vorangeschritten und setzen den #BILDBOYKOTT bereits in die Tat um, indem sie künftig keine BILD mehr anbieten. Weitere Händler werden sicher folgen.

Wir rufen auch Politiker, Musiker, Künstler, Sportler und andere Kulturschaffende dazu auf, die künftige Zusammenarbeit mit BILD aufzukündigen. Es liegt auch in eurer Macht, durch euren Boykott zu zeigen, dass ihr eine andere Form des Journalismus in Deutschland wünscht. Ein Journalismus der die Menschenwürde achtet, sich dem deutschen Pressekodex verpflichtet und den ethischen Grundprinzipien für eine friedliche und gerechte Welt folgt.

Wir rufen euch hoffnungsvoll und freudig zu: Schließt euch uns an! Boykottiert BILD!

Wie der Journalismus den wir fordern, so verpflichtet sich auch unsere morgige Demonstration dem humanistischen Grundkonsens. Wir rufen euch alle dazu auf, eurer Anliegen friedlich und gewaltfrei kundzutun! Nein zur Gewalt! Ob online oder offline! Lasst es uns besser machen. Weil wir es können!

Für Rudi Dutschke! Für Griechenland und alle anderen europäischen Nachbarn! Für unsere muslimischen Mitmenschen! Für alle Leidtragenden der seit Jahrzehnten andauernden Hetze der Springer-Presse! Für die notwendige Erneuerung des Journalismus in Deutschland!

BOYKOTTIERT BILD!

Kommt zahlreich und ladet eure Freunde ein: Veranstaltungslink

Dieser Text ist Allgemeingut und kann frei verbreitet und kopiert werden.

Kommentare

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wird mit Sicherheit zurückschlagen, falls dieser Boykott an Substanz gewinnen sollte; ganz frei nach den bekannten Regeln bzw. Abfolgen, welche bereits Gandhi  postulierte. Formal, verbal und institutionalisiert zurückschlagen, versteht sich. Und vielleicht gibt es zukünftig noch häufiger eine Gratis-Bild im Briefkasten; für mich mindestens ebenso eine Nötigung.

Ansonsten, und als eben zu 68er Zeiten in Westberlin sozialisiert muss man, muss ich feststellen dürfen, dass es im Gegensatz zu der damaligen Zeit eben nicht nur Bild, nicht nur Springer&Co. sind, welche das System, die Machtverhältnisse, die Pfründe und die sehr partikularen Interessen mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Seit rund einem Jahr wird es beinahe von Tag zu Tag deutlicher, das es der mediale Mainstream insgesamt ist, bis hin zur taz und ohne jede Scham.

Die Unterschiede sind da lediglich noch graduell, wenngleich der Spiegel  als neues Sturmgeschütz der Restauration wohl eindeutig voran geht, es nicht mehr Paul Sethes zwanzig, sondern bestenfalls noch fünf oder sechs medial grundierte Finanz-Konglomerate gibt, dazu der faktisch steuerfinanzierte Staatsfunk. 

Ansonsten Danke, gern wiederholt:

Für Rudi Dutschke! Für Griechenland und alle anderen europäischen Nachbarn! Für unsere muslimischen Mitmenschen!

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Ja, sehr gut!

Ich könnte mir auch vorstellen, kleine Kärtchen zu drucken, die überall an Zeitungskiosken abgegeben werden können:

"Ich war bis 2014 ein FAZ-Leser",

"Ich war bis 2015 ein taz-Leser",

"Ich lese keinen Spiegel mehr",

"Kaufe auch heute keine BILD" ...

wenn die Distributoren den Leser-Unmut mitbekommen, gibt es noch ein bissichen mehr Druck.

Spiegel ist inzwischen fast schon der Zwilling der Bild... leider haben sich, wie Ebertus schon treffend bemerkt hat, auch ehemals kritische Stimmen zu schamlosen Kriegstreibern gemausert... Wie, um alles in der Welt, kann man so viel Druck auf die Journalie erzeugen?

 

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*** bisschen mehr Druck,

der Tippteufel hat zugeschlagen

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Liebe Termiten in Berlin:

Könnt Ihr einen kurzen Text über den Verlauf der Demo einsetzen. Panamá wäre Euch ausserordentlich dankbar.

Lg, Hermann

Das Video davon ist verlinkt bei RT deutsch youtube.

Leider war die Teilnahme wenig beeindruckend.

Aber immerhin ein Anfang....

Herzliche Grüße,

Anja

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d'accord, werde es mir beizeiten reinziehen.

LG, Hermann

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als einer von den bestenfalls 300 bis 400 Menschen. Die Idee und die Verbereitungen erfolgten ad hoc, erst wenige Tage vorher, wie Pedram es erklärte. Insgesamt war es eine knackige, kurze Demo von kaum mehr als 60 Minuten, mit ebenso kurzen Redebeiträgen und zwei Einlagen einer Rapperin, deren Darbietungen mir gefallen haben; obwohl kein Fan dieser Musikrichtung.

Am aussagefähigsten fand ich den Redebeitrag von Sabine Schiffer, mit der ich im Vorfeld einige Worte wechselte, wir uns von verschiedenen Veranstaltungen her bereits kennen. Einige Bilder stelle ich ggf. morgen hier noch ein, hatte heute überwiegend andere Prioritäten.

Gruß, Bernd

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Schön, das du dort warst. Mein Besuch bei den Blockierern von Büchel war leider weniger erfolgreich.

Außer einigen Fahrzeugen der grünen Trachtengruppe war nichts auffindbar.

Gruß, Werner

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wohl ebenfalls Deinem Anstoß zu verdanken, steht (zumindest verbale) Griechenlandsolidarität  an. Michael Jäger hat mir auf seinem aktuellen Freitagsblog dahingehend bereits geantwortet; er kennt die Lokalität und auch den Wirt. @MIMIND  wollte ebenfalls kommen, wie dort in Jägers Blog als Antwort an mich zu lesen war.

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Schön zu hören; Bernd.

Solche Termine sind Dreh- und Angelpunkt unserer Anliegen......

Gruß, Werner

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nicht das was ich erwartet hatte, eher Business as usual. Kopiere hier einfach mal meinen Freitags-Kommentar, heute früh als so ersten Eindruck nach dem Aufwachen dort eingestellt:

Hallo Hermann, und einen Guten Morgen

Weil Du gerade von Deinem "Scheitern an den Institutionen" hierzulande schreibst, dann nun doch ein paar Worte zum gestrigen GR-SoliMeeting, bei dem ich es als bekennender nichtinstitutioneller Linker und jenseits der obligatorischen Vorstellungsrunde wohl richtigerweise beim Zuhören beließ.

Bereits im Vorfeld hatte mir ein Blogger eine Kontaktadresse genannt; bei der Friedrich-Ebert Stiftung (SPD) in Athen. Gestern fügte sich das dann weiter in diesem Sinne. Von Vertretern der Grünen, der Linken, der IG-Metall, von Verdi bis Attac war alles vertreten, was möglicherweise nur lebt, Existenzberechtigung ableitet, weil es diese Symbiose mit dem Kapital gibt.

Ok, manchen dort werde ich mit dieser Qualifizierung sicher nicht gerecht, aber die brachten es doch fertig, ausführlich über die Teilnahme an der DGB-Veranstaltung zum ersten Mai zu debattieren.

Und in einem Text, wohl von den Grünen-Vertretern steht tatsächlich etwas von:

"...auch wenn man das Vorgehen und das Auftreten der neuen griechischen Regierung nicht immer für angemessen hält"

und schlugen dann vor, mehr griechische Produkte zu kaufen, ergänzt vom Vorschlag des Linken-Vertreters, eher in kleinen Hotels und Pensionen dort Urlaub zu machen.

Halleluja!

- - - - -

Am besten gefielen mir da noch die zwei und wohl ebenfalls nichtinstitutionellen Griechen, welche recht emotional Klartext redeten zur (deutschen) Historie dort und zur aktuellen Politik des finanzpolitischen Waterboarding, dem GR unterzogen wird;

was bestenfalls hingenommen, darauf jedoch nicht wirklich eingegangen wurde.

Gut fand ich auch, dass eine Vertreterin der spanischen Podemos dabei war. Sie sagte zwar wenig, aber zum Thema 1. Mai sehr deutlich, dass Podemos nicht zum DGB kommen wird, stattdessen abends an den entsprechenden Alternativen teilnehmen.

Over all kann ich Sahra Wagenknecht nach diesem Abend noch besser verstehen, ihre Weigerung  für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren, ein Linkes Feigenblatt zu sein, eingebunden zu werden in doch so alternativlose Sachzwänge.

Ok, nach nur wenigen Stunden Schlaf mein erster und mit Sicherheit sehr subjektiver Eindruck.

 

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"Business as usual"....

würde ich eher als den alltäglichen Wahnsinn einordnen.Ich danke für die Schilderung deiner Eindrück von diesen feigen Blättern.

Vieleicht richtet dich das hier wieder ein wenig auf (?):


"Appell

Έκκληση-Ελλάς (GR) – Appeal (EN)

Für eine faire Berichterstattung über demokratische Entscheidungen in Griechenland.
Appell von Deutsch-Griechen und Griechen-Deutschen

1. Zurecht sagt Syriza: Das Europäische Haus kann nicht als Privateigentum der ‚Märkte‘ und ihrer Kernmächte (vor allem Deutschlands) betrachtet werden. In ihm wohnen Länder wie Griechenland nicht bloß auf Widerruf zur Miete, um bei Mietrückstand von der Polizei auf die Straße gesetzt werden zu können. Das Europäische Haus wird Kondominium sein oder gar nicht.

2. Kaum ist in Griechenland nach der Verfassung eine allgemeine freie, gleiche und geheime Wahl angekündigt, heult der Mainstream der deutschen mediopolitischen Klasse (von ehrenhaften Ausnahmen abgesehen) wie eine einzige Boje so auf, als ob dort eine Diktatur errichtet werden sollte. Wie in einem unter Sprachregelung stehenden Land hagelt es monoton und täglich, es drohe der (demokratische!) Wahlsieg einer „europafeindlichen“, „europakritischen“, „populistischen“, „reformfeindlichen“, „linksradikalen“, „wirtschaftsfeindlichen“ usw. Partei, die ‚das griechische Volk um die Früchte seiner schweren Opfer bringen‘, die ‚internationalen Geldgeber vor den Kopf stoßen‘ und ‚Europa zurück in die Krise stürzen‘ wolle.

3. Dieses Delirium von Sprachregelung und Einäugigkeit droht das Verhältnis zwischen unseren Völkern zu vergiften. Es ist einäugig, so zu tun, als ob die griechische Misere 100 Prozent ‚hausgemacht‘ wäre und als ob „unsere Märkte“, allen voran die großen westlichen Banken, daran keinen Anteil gehabt hätten – als ob ‚sie uns anstecken‘ wollten – und als ob „unsere Märkte“ und „unsere“ Brüningpolitik nicht ganz Südeuropa mit ihrer großen Krise, die eben keinesfalls überwunden ist, angesteckt hätten. Die Krise ist unsere gemeinsame Krise.

4. Aber gibt es denn etwa keine hausgemachten griechischen Krisenverstärker? Doch, es gibt sie durchaus, nur ist es nicht das ganze Volk gleichermaßen, es sind die griechischen steuerbetrügerischen Oligarchen, die aber wie die russischen und ukrainischen gern gesehene Partner unserer „Märkte“ waren und sind, und die (neben unseren eigenen Banken) vor allem von ‚unseren Rettungsgeldern‘ profitiert haben. Und die von Siemens, Rheinmetall usw. im großen Stil bestochen werden konnten. Und ausgerechnet jetzt, wo erstmals die Chance besteht, dass es diesen griechischen Oligarchen endlich an den Kragen gehen kann, toben „unsere Märkte“ durch ihre Medien nicht etwa gegen die angeblich „proeuropäischen“ politischen Vertreter dieser Oligarchen, sondern gegen genau die Politiker, die ihnen an den Kragen gehen wollen. Dabei geht die wesentliche Information völlig unter: Syriza ist antioligarchisch, und seine Gegner von der bisherigen Regierung sind prooligarchisch. Mit dem weltbekannten griechischen Mythos gesagt: Unsere Medien toben in ihrer Mehrheit nicht gegen den Augias und seinen bis nach Deutschland stinkenden Stall, sondern gegen den Herakles, der ihn ausmisten will.

5. Sage uns also, mediopolitische Klasse: Wie hältst du es eigentlich mit der Demokratie? Du warst gegen diese Wahlen, weil sie „die Märkte“ stören würden. Einer der typischen Prooligarchen, der Chef der sozialdemokratischen PaSoK Venizelos, brachte seine Demokratieauffassung anlässlich einer (nur für sehr kurze Zeit) erfolgreich platzierten Anleihe unübertrefflich naiv auf den Begriff, indem er triumphal verkündete: „Die Märkte haben Griechenland gewählt!“ Also die Wähler dieser Art Demokratie sind die „Märkte“: Es muss also Agorakratie (Herrschaft der Märkte) heißen, nicht Demokratie."

Der Text ist  noch länger: http://appell-hellas.de/

Gruß, Werner

Ja, dieser Appell ist sehr wichtig. (Initiiert durch Leute hier in Bochum, die ich gut kenne.)

Bitte alle unterzeichnen! Das sind aktive Menschen, die in die Kooperation von deutschen & griechischen Linken, auch Gewerkschaftern viel Zeit & Herz investieren.

HG,

Anja

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@Fahrwax, dass am Montag engagierte Leute zusammen saßen. Nur ist mir eben aus eigener Erfahrung bekannt, dass es in Organisationsstrukturen wie bei den Grünen, den Linken oder den Gewerkschaften immer konservativer, gar reaktionärer wird, je weiter es in der Entscheidungsfindung oder gar Beschlußfassung nach oben geht, Aktivistinnen darüber gebremst, systemisch eingenordet werden.

Das ist bei der Kirche nicht anders, wie es mir mal ein bekannter Freitagspfarrer bestätigte; den traf ich übrigens bei einer kirchlichen Soliveranstaltung für insbesondere syrische Flüchtlinge.

Und Attac  bietet sich -soweit nicht gerade ein Schmuddelkind wie der Pedram- als Sprungbrett für höhere  Aufgaben, beispielsweise bei den Grünen geradezu an. Sven Giegold fällt mir da gerade ein, mittlerweile wohl auch systemfromm und handzahm.

Ja und mit der IG-Metall habe ich so meine ganz eigenen Erfahrungen, schrieb doch Eberhard Schmidt bereits 1971 ein mich im dahingehenden Denken begleitendes Buch mit dem bezeichnenden Titel "Ordnungsfaktor oder Gegenmacht", beantwortete und was die Gewrkschaften betrifft diese Frage dann in dem Buch, und gab mir später Gelegenheit, einige Aspekte des Ordnungsfaktors  real zu erleben.

Syriza und Podemos sollten sich daher besser untereinander intensiv austauschen, gegenseitig aufbauen, denn auf die Linken hierzulande oder -schlimmer noch- auf die Grünen zu setzen. Das kann sich schnell zum Ordnungsfaktor, gar zum trojanischen Pferd entwickeln. Daher fand ich es gut und richtig, dass die Podemos-Vertreterin der DGB-Veranstaltung zum ersten Mai eine Absage erteilt hat.

Daher habe ich mich auf die Mailingliste setzen lassen, bleibe informiert und dennoch eher distanziert.

Gruß, Bernd

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Ich hatte dich

schon verstanden: eine derartige Organisationsstruktur gebiert machtgeile, konforme Monster - aber nichts menschlich / horizontales mit der Kraft zur Veränderung.

Deine Sicht, oder Haltung gegenüber solcherlei Strukturen zur Bewahrung des bestehenden Unrecht ist vollkommen korrekt. Derartige Organisationsform liefert ein Alibi und Spielplätze für zukünftige Elitäre - mehr nicht.

Gruß, Werner